Alltagsorganisation/ Familienalltag

4 Tipps die dir helfen können, das nächste Schuljahr (nervlich) zu überstehen!

Ablage für Schulmaterial

Gestern war der erste Schultag in Niedersachsen. Am Nachmittag haben wir das kleinere PiepenGörl im Gymnasium eingeschult und damit brach hier intern quasi ein neues Zeitalter an! Heute früh waren dann zum ersten Mal beide Kinder schon vor mir aus dem Haus. Was für ein Luxus, noch in Ruhe den Tisch abräumen zu können und dann einfach direkt und allein zur Arbeit zu fahren!

Ich bin aber ziemlich sicher, dass es nicht immer morgens so entspannt ablaufen wird wie heute morgen. Erfahrungsgemäß lässt die Motivation sich schon am Vorabend seine Klamotten rauszusuchen und den Ranzen zu packen ziemlich bald, so nach einer Woche, nach und erlischt zum Ende des ersten Schulmonats gänzlich. Dann wird morgens wieder hektisch gesucht, kurzfristig aufgebügelt und über Zuständigkeiten gestritten. Ich liebe es. NICHT.

Ein paar Faktoren, die mir als Mutter bis vor ein paar (Schul-)Jahren morgens noch den Nerv raubten, habe ich allerdings findiger Weise abstellen können. Diese Tipps habe ich aufgeschrieben, für den Fall dass wir nicht die einzige Familie da draussen sind, die derart unorganisiert seien kann. Hier also meine 5 Tipps, die euch helfen können, das nächste Schuljahr zu überstehen.

1.Die Materialkiste

Die Schulhefte meiner Kinder sind ganz obskure Erscheinungen, denn sie füllen sich quasi von selbst mit Text und Aufgaben. Über Nacht. Niemals sind sie Mittag, Nachmittags oder am frühen Abend vollgeschrieben und müssen ersetzt werden. Immer erst am frühen Morgen des nächsten Tages höre ich den magischen Satz “Ach so, ich brauche heute unbedingt noch ein XYZ für die Schule!” Da ich um 7 Uhr Dienstbeginn habe, die Kinder schon spätestens um 6.45 Uhr an der Haltestelle stehen sollen und hier definitiv kein Laden ist, der des Nachts geöffnet hat, kam ich beim Beschaffen von dringendst benötigten Schulheften immer mal wieder in die Bredouille. Abhilfe geschaffen hat eine Leitzbox mit Einhängemappen *. Ih bestelle am Schuljahresanfamg immer gleich eine größere Menge an benötigten Schulheften und habe so in vielerlei Hinsicht ruhe. Laminierfolien, OHP-Folien, Tintenpatronen, Bleistifte, Deckweiß…alles finde ich in der Registratur, wenn ich es brauche und ich kann mir auch ruckzuck nen Überblick verschaffen, was ich mal wieder aufstocken könnte.

So eine Kiste nutze ich übrigens auch für die “familiäre Erstablage”. Ich habe sie in der Küche unterm Tresen stehen. In ihr befinden sich je eine Mappe oder besser Tasche  pro Person ( da werden Einladungen, Elternbriefe, Impfpass etc abgelegt), eine für den Hund (Impfpass, Tierarztrechungen die noch erstattet werden müssen etc.), eine für die Steuer im nächsten Jahr, eine mit Rezepten aus Zeitschriften o.ä. , Versicherung, Verbrauchsabrechnungen, Verdienstbescheinigungen. Wenn es nicht ein Jahr it aussergewöhnlich großem Postaufkommen ist, reicht diese lose Ablage. Einmal im Jahr hefte ich es dann in die Ordner und ggf. den ältesten Jahrgang im Ordner aus (z.B. Kontoauszüge).

Dank der Materialkiste habe ich in 90% der auftretenden Störfälle das nötige Material zur Hand. Klar, es fehlt auch mal ein Zirkel, ein Füller ist kaputt oder man sollte eigentlich einen Bogen purpurfarbenden Tonkarton zur Gruppenarbeit mitbringen, aber irgendwas ist ja immer. Ihr wisst das. Hefte die übrigbleiben und im nächsten Schuljahr nicht mehr gebraucht werden, verschenke ich. An die Bekannte, die Grundschullehrerin oder jemand, der es gut gebrauchen kann.

2. Gutscheine

Es passiert mir aufgrund der Vielzahl der Termine die wir so haben, beruflich wie privat, häufiger, dass mich ein (Kinder-)Geburtstag kalt erwischt. Nicht selten muss ich dann bis 15 Uhr arbeiten und um 15 Uhr das Kind von der Schule holen, damit es um …äh…15 Uhr auf dem entsprechenden Geburtstag ist. Das ist ja grundsätzlich schon unmöglich, aber in diesem Zeitfenster dann auch noch ein Geschenk zu besorgen ist ausgeschlossen. Die Lösung für dieses Problem ist ganz simpel: Gutscheine!

Zu Jahres und Schuljahresanfang fahre ich in den Laden der Geschenkekisten-mäßig gerade angesagt ist und kaufe so ca. 4 Gutscheine (die Masse variiert und ist davon abhängig, wie sehr euer Kind Partygänger ist). Dann hole ich noch zwei Gutscheine für den Google-Playstore und zwei für den Baumarkt und Ikea von der Tanke. Damit sind wir dann erstmal für alle evtl. vergessenen Geburtstagseinladungen und auch für spontane Richtfeste gerüstet, ohne das mir an solchen Tagen der kalte Schweiß ausbrechen müsste.

3. Kleingeldrolle

Ganz empfindlich getroffen hat mich gerade zur Grundschulzeit immer wieder “Ausflugsgeld” und “Materialgeld”. Ich bin hochprofessioneller und passionierter Kartenzahler und habe in den seltensten Fällen überhaupt irgendwo Bargeld in nennenswerter Größenordnung. Und wenn dann am Boden der Handtasche und dem Innenfach der alten Winterjacke. Darum dauerte es früher auch oft ewig bis ich mal die 2,50€ Bastelgeld mitgegeben habe. Das ist peinlich, vorallem fürs Kind. Deshalb besorge ich mir jetzt zum Schuljahresanfang eine Rolle 1€ Stücke und eine Rolle 50 Cent Stücke. Insgesamt 45€ in Kleingeld sind das und die kommen mit in die Materialkiste. Dort verwahre ich sie streng, bis der erste wieder 1,50€ für Wolle braucht. MIt den 45€ komme ich gut übers Jahr und ich rühre sie auch nur in Notfällen an, sprich wenn ich nen Stand auf dem Kinderflohmarkt und mal wieder kein Wechselgeld habe.

4. Die gemeine Sicherungskopie

Wenn bei uns ein Elternbrief, eine Einladung zum Elternabend, eine Einladung zu einer Veranstaltung reinkommt dann wird sie mit dem Handy abgeknipst und in die Familiengruppe geschickt. So ist jeder schon mal grundsätzlich im Bilde, das “Drandenken” wird von mehreren erledigt und ich kann von überall in meinem Handy nochmal nachschauen, wie Adresse, Uhrzeit oder ähnliches für diesen Termin waren. Darum begrüße ich übrigens auch generell Kommunikation via Email.

Derzeit teste ich gerade, zur Erweiterung meiner Trickkiste, Familienkalender-Apps. Wenn da also jemand was auf Lager hat, wäre ich für jeden Tipp dankbar. Im Praxistest sind gerade Famanice und Looping.

Jetzt muss ich aber langsam ab zum Bahnhof. Hamburg wartet! Und morgen geht es dann aufs A Summerstale Festival.

Liebste Grüße,

Vanessa

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6 Comments

  • Reply
    Moni
    4. August 2017 at 15:24

    Die Materialkiste! Das ist ein super Tipp! Das muss hier dringend umgesetzt werden.
    Danke dafür.

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      6. August 2017 at 18:17

      Herzlich gern! Liebe Grüße

  • Reply
    Ilka
    4. August 2017 at 16:04

    Danke schonmal dafür! Unsere Kinder sind zwar alle noch winzig, der größte steigt jetzt nach den Sommerferien zum Vorschulkind auf, aber ein Teil davon ist schon jetzt sehr brauchbar. Familienablagekiste – genial! Wir haben das bis jetzt im Schrank – vor dem immer der Wäscheständer steht…
    Liebe Grüße
    Ilka

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      6. August 2017 at 18:17

      Hach, ich freu mich. Tatsächlich ist das mit der Ablage und auch das mit dem Kleingeld auch schon was für Kiga-Eltern. Da kommt der Abgabetermin vom Ausflugsgeld ja auch immer so plötzlich! 😉

  • Reply
    Andrea
    5. August 2017 at 09:28

    Danke für die tollen Tipps! Und ich bin sehr gespannt über deinen Bericht zur Familienkalender-App!

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      6. August 2017 at 18:15

      Ja, da müssen wir aber erst noch ein bisschen erproben 😉

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