In your face: Ein Akne Update!

Frau Piepenkoetter I Nach der Isotretinoin Therapie

(Kurze Anmerkung: Diesen Artikel habe ich schon vor Wochen geschrieben, aber da ich ein Beitragsbild brauchte und niemanden fand, der es machen wollte, war ich aufgeschmissen. Jetzt sind die wunderschönen Bilder da, die Johanna Stolzenberger neulich von mir gemacht habt und darum kann ich euch das hier jetzt mit der vollen Breitseite Schönheit meines Antlitzes präsentieren.)

In der letzten Woche schrieb mir Eva. Eva hat meinen Blogbeitrag über Akne gefunden, als sie per Suchmaschine nach Erfahrungen mit Isotretinoin suchte. Das freut mich gleich in zweierlei Hinsicht. Einerseits muss sie ziemlich lange gescrollt haben um mich bei Google zu finden, andererseits habe ich mich gefreut, eine nette Rückmeldung zum Post zu bekommen und den Anstoss, darüber zu schreiben, wie die Geschichte weiterging. Die Geschichte von mir und dieser Akne. (Was bisher geschah).

So gings weiter mit der Akne…

Schon kurze Zeit nach meinem ersten Artikel über Altersakne gingen mir die Tabletten aus. Das klingt jetzt profan, aber für neue Tabletten musste ich einen Termin beim Frauenarzt und einen Termin beim Hautarzt machen. Da Isotretinoin eine „stark fruchtschädigende Wirkung“ hat, darf es unter keinen Umständen bei bestehender oder geplanter Schwangerschaft eingenommen werden. Für ein neues Rezept sollte ich also eine Bescheinigung vorlegen, dass dies nicht auf mich zutrifft (nicht schwanger/ Verhütung nachgewiesen). Da ich beruflich stark eingebunden war, schaffte ich es weder zu einem noch zu zwei Ärzten und war deshalb irgendwann halt einfach ohne Tabletten. In der ersten Woche hatte ich noch fest vor, bald möglichst einen Termin zu machen. In der zweiten Woche hatte ich es zumindest noch auf der Liste. In der dritten hatte ich auf einmal wieder intakte Lippen, die nicht beim Lächeln aufplatzten und auch die Gelenkschmerzen ließen nach. Mit ihnen die Motivation die Behandlung weiterzumachen. Als ich das für mich selbst reflektierte, beschloss ich, mir zumindest die niedrigere Dosierung verschreiben zu lassen. Es war ja noch nicht alles gut und es wäre ja schade, wenn alles umsonst gewesen wäre. Vier Wochen und fünf Wochen und der erste Termin mit der Kosmetikerin kam. Und mit ihm die Gewissheit, dass eben doch alles gut war. Das was in meinem Gesicht noch nach Akne und Pickeln aussah, und noch aussieht, sind leider Narben. Narben die ich dadurch erzeugt habe, dass ich ewig an meinen Stellen und Entzündungen gepult und gedrückt habe. Selbstbehandlung im Sinne von „kaputt repariert“.

Und nu? Der aktuelle Stand der Dinge.

Meiner Pflege bin ich treu geblieben und ich bin maximal unwillig irgendwas auszuprobieren. Darüber hinaus kann ich sehr gut an meiner Haut beobachten, wie schlecht es ihr bekommt, wenn ich zu wenig trinke, zu viel Süßkram esse, mich nicht ordentlich abschminke und ich nicht zumindest morgens und abends mit Creme Nährstoffe/Wirkstoffe/wie auch immer hinzugebe. Keine Duftstoffe oder Farbstoffe. Make up (kein super teures, aber auch nicht das billigste vom Billigen) geht jetzt auch ab und an und Dank Tina von Tineline weiß ich jetzt zumindest schon mal im Ansatz, wie da der Hase läuft. Im Alltag verzichte ich aber tatsächlich weitestgehend auf alles. Ab und an habe ich auch mal nen Pickel, aber es ist ganz einfach kein Vergleich zu den schmerzhaften Unterlagerungen, die mich noch im Frühjahr plagten.

Frau Piepenkoetter I Mein Akne Update

Photocredit: Johanna Stolzenberger

Was die Zukunft bringt…

Im neuen Jahr werde ich irgendwann zur Microdermabrasion bei meiner Kosmetikerin Karo vorstellig von Rundum natürlich  schön werden. Wir hoffen mit ein paar gemeinsamen Sitzungen das Narbenbild auf meinen Wangen mildern zu können (verfeinern klingt zu sehr nach Hackbraten). Damit soll nach Angabe des Beipackzettels aber bis min. 6 Monate nach Absetzen der Tabletten gewartet werden. Ich denke, wir werden so im März oder April starten.

Eva fragte mich auch, ob ich die Behandlung nochmal machen würde. Meine Antwort ist : Ja! Rückwirkend würde ich gern sagen, dass ich dann vielleicht lieber länger und mit niedriger Dosierung vorgehen wollen würde. Aber Fakt ist eben auch, dass ich die Pickel, die Schmerzen und das Gesicht so satt hatte, das es mir nicht schnell genug gehen konnte. Wahrscheinlicher ist also, dass ich gleich mit ner höheren Dosierung einsteigen würde. Geduld ist eine Tugend die ich mir nie zu Eigen machen konnte.

Wie schön, dass Eva sich gemeldet hat und mir so den Anstoss zu diesem Artikel gab. Ich freue mich immer tierisch, wenn ich weiß oder merke, dass das was ich hier schreibe da draussen jemandem weiterhilft. Danke fürs lesen!

Liebste Grüße,

Vanessa

 

 

 

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2 Comments

  • Reply
    Mlle Petit Point
    28. Dezember 2017 at 23:19

    Oh ich kann es so verstehen!
    Ich habe vor mir die Packung mit den niedrig dosierten Tabletten liegen und passend dazu von meinem Hautarzt noch eine Broschüre mitbekommen für das harte Zeug! Hui, da ist schon einiges an Nebenwirkungen drin, was mich tatsächlich abschreckt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich traue. Aber zuerst brauche ich gedrückte Daumen für die ersten Versuche mit dem niedrigen Medikament.
    Wünsch mir Glück, ich kann es gebrauchen…
    vielen Dank, dass du mir Mut gemacht hast für den Weg, der noch vor mir liegt.
    Alles liebe, Klara

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      29. Dezember 2017 at 08:53

      Von Herzen gern! ❤️

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