Drinks und Liköre

Aus Piepenkötters Küche: Ma-Ma-Mandelmilch!!

Mandelmich als Alternative zu Sojamilch

Wer mich persönlich kennt und öfter trifft, hat mich mit Sicherheit auch schon mit leicht ironischem Unterton „Vegan ist das neue Pink“ sagen hören. Diese oh-so-gesellschaftskritische These entspringt meiner Skepsis gegenüber des überall sprießenden Veganer-tums. Versteht mich nicht falsch, ich kann die Entscheidung gegen tierische Lebensmittel durchaus nachvollziehen, und das obwohl ich ja absolut bekennender Fleischesser bin. Aber mich stört irgendwie der Gedanke, dass „vegan“ jetzt „schick“ ist und das es nicht mehr um Tierschutz, Gesundheit oder ähnliches (ähnliches fällt mir gerade nicht ein, aber ich bin nicht allwissend) sondern, dass es stylisch ist und ein Mittel um Aufmerksamkeit zu erregen. Wer allerdings Veganer ist, sich ernsthaft entschließt oder es zumindest aus den richtigen Gründen probieren will, dem zolle ich hiermit Respekt und spendiere zum Blogeinstand der Rubrik “ Aus Piepenkötters Küche“ einen absolut veganes Rezept. Wer hätte das gedacht?

Ma-Ma-Mandelmilch

 

Meine Freundin Sarah, ihres Zeichens eine Institution in Sachen Low Carb (ihr findet sie bei Instagram @zarizarro) , hatte mir schon vor längerem von Mandelmilch vorgeschwärmt. Sie eigne sich hervorragend für den Kaffee und diverse andere Dinge die ich regelmäßig konsumiere, als Kuhmilch-Ersatz. Da ich aber nicht nach einem Kuhmilch-Ersatz gesucht habe, verfuhr ich nach dem bekannten und beliebten Familienprinzip „Hier rein- da raus“. 
Ein zweites Mal wurde ich dann allerdings viel später auf Mandelmilch aufmerksam. Luzia Pimpinellas Post zum Thema Overnight Oats barg ein Rezept, in welchem ebenfalls von Mandelmilch die Rede war. Dieses Mal war es weitaus interessanter für mich. Zum einen weil Nics Bilder einfach so traumhaft schön bzw. lecker aussehen, dass sich sofort mein Kaufreflex auslöst und zum anderen, weil die Piepenkötter (also ich) leiderleiderleiderleider (die nächsten 1000 leider denkt euch bitte) an sch***blöder Akne leidet und mittlerweile ein Medikament bekommt, welches sich nicht gut mit Milchprodukten verträgt. Also her mit Mandelmilch!! 
Als allererstes ging der Griff natürlich zu dem Produkt beim Kaufmann umme Ecke.

Und ich war sehr angenehm überrascht. Auch wenn ich den „Mandelgeruch“ beim Öffnen der Verpackung noch sehr stark und irgendwie, naja, ungewohnt empfand, so schmeckten sowohl die Overnight Oats als auch der Cappuccino damit ganz hervorragend. Ich würde sogar soweit gehen, zu sagen, dass mir der Cappuccino damit besser schmeckt, als mit der entrahmten Kuhmilch, welche ich sonst verwende. Ich bilde mir ein, dass (jetzt kommt ne komische Umschreibung, aber mir fällt nichts besseres ein) die Mandelmilch weniger „raumgreifend“ ist, als die Kuhmilch. „Weniger dominant“ trifft es vielleicht noch. Ich schmecke halt mehr Kaffee. Isso !

Ich bin also total PRO-Mandelmilch, ABER ich will es ja manches mal genau wissen und ich bin hier im Haus der Sparfuchs. Also fand ich interessant, woraus Mandelmilch besteht, wie man sie gewinnt  und, obwohl ich gern Geld für gute Lebensmittel ausgebe, eben auch, ob ich sie selbst herstellen und dabei vielleicht noch sparen kann.

Und BINGO ich kann und ich habe. Wollt ihrs auch mal probieren?

 

Dazu einfach 200g ungeschälte Mandeln in eine Schüssel geben und mit Wasser bedeckt 24 Stunden stehen lassen.

Nach 24 Stunden kippt man alles in ein Sieb und gibt anschließend die Mandeln, wie in meinem Falls, in den Thermomix. 

Ich bin sicher auch jede andere häcksel-fähige Küchenmaschine  (oder wie auch immer man das nennt) oder der fähige Mixer/Pürierstab kann das, was jetzt kommt. 

 

Man gießt das Ganze nun mit 1l kochendem Wasser auf und püriert es durch (im TM 30-40 Sekunden auf Stufe 10). Das Ergebnis wird dann einfach durch ein Sieb gestrichen…

 …und fertig. Das hat für dieses Foto meine bezaubernde Küchenhilfe, Herr Piepenkötter, erledigt. Nicht das jemand denkt, dass sind meine Finger. ( Um ein Verstopfen des Milchsystems eures Kaffeeautomaten zu verhindern, solltet ihr sie auch noch ein weiteres Mal durchs Sieb laufen lassen.)

Jetzt kann man die Milch abfüllen und abkühlen lassen und tatsächlich schon verzehren. 

Der erste Selbstversuch war bei mir ein Cappuccino.

 

Fazit: 
Die selbstgemachte Milch ist etwas intensiver im Geschmack und schäumt (glaube ich) nicht ganz so gut. Trotzdem ist sie lecker und ich empfinde sie als eine gute Alternative zum herkömmlichen Produkt aus dem Laden. Eingespart habe ich einiges und der Aufwand von zusammen vielleicht 10-15 Minuten ist überschaubar. Ich müsste nur dringend mal ein größeres Sieb kaufen….

Das Rezept, welches ich benutzt habe, findet ihr hier. Es wird auch darauf hingewiesen, dass die Milch sich ca. 1 Woche hält und man sie vor Gebrauch schütteln sollte, da sich etwas absetzen kann bzw. sich Wasser und Mandelmuß ggf. trennen.

Ich wünsche euch Spaß beim Ausprobieren und mache mich jetzt auf die Suche nach einer Verwendungsmöglichkeit der übrig gebliebenen Mandelreste.

Hat jemand eine Idee? Dann hinterlasst doch bitte einen Kommentar. Und auch allen anderen sind herzlich eingeladen zu kommentieren.

 

Schön das ihr hier seid,

 

Vanessa

 

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2 Comments

  • Reply
    wunderstolz
    3. Mai 2014 at 10:58

    Schöne Idee, mit der Mandelmilch, Frau Piepenkötter! Und herrlich geschrieben 🙂
    Mit den Restmandeln, könntest Du easy-peasy und über Nacht, ein paar Amaretti morbidi zaubern. —> die bezaubernde MALU hat ohnehin einen erwähnenswerten Blog und ebensolche Rezepte. Schau doch mal rüber http://maluskoestlichkeiten.wordpress.com/2013/11/06/amaretti-morbidi/

    Liebste Gruesse,
    das Frollein W us dr Schwiz

  • Reply
    Frau Piepenkötter
    3. Mai 2014 at 11:01

    Oh, da werd ich gleich mal luschern. Vielen Dank für den Tipp. Hab ein sonniges Wochenende!! Liebste Grüße vom Steinhuder Meer ;-*

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