*Bremen- sehen und sterben!

Am Samstag war ich mal wieder unterwegs. Ja, da es das VIERTE Mal in fast 4 Wochen war, darf ich ruhig von „mal wieder“ sprechen. Dabei war mal wieder Sandy und unser Ziel war Bremen!

Viele Leute denen ich via Instagram folge, kommen aus Bremen und „Umzu“ und es gibt auch ca. eine Millionen Tipps für Bremen im Netz. Allen voran sei hier der Blog Wortfkonfetti und die Website www.lovebremen.de genannt.
Und als wäre das nicht genug, habe ich auch noch eine hauseigene Bremen-Expertin im Bugalove. Das große Kind hat in der vierten Klasse nämlich ein Referat über die Hansestadt gehalten und zu diesem Zwecke mit Oma einen Tagesausflug nach Bremen gemacht und legte mir einen touristischen HotSpot ans Herz, der sie absolut begeistert hat: Die Bonbonmanufraktur in der Böttchergasse!

Als Mensch aus dem Hannoveraner Umland war ich natürlich auch schon mal in Bremen, aber das war tatsächlich nicht der Rede wert, denn hier gab es immer ein klares Ziel und /oder einen sehr berenzten zeitlichen Rahmen ( Brautkleidladen, Parkhaustraining mit dem Fahrlehrer während der Autobahnpflichtstunden, Outlet, Umstieg in den Zug nach Hamburg). Ich war aber noch nie Bremens wegen in Bremen. Bis auf jetzt.
Und dieses Mal war es dann schon so etwas wie der Abenteuerurlaub des Kleinen Mannes. Oder zumindest so ähnlich. Fragt nicht.
Das Resultat ist nun, dass ich euch heute relativ wenig über Bremen, aber dafür fünf Einsichten präsentieren kann, welche ich als „Ausflügler“ gewonnen habe. Einige davon in Bremen und einige davon so generell. Also, Kinners, partizipiert an meiner Weisheit!

1. Mach dir einen Überblick! Was brauchst du auf deinem Trip? Pack es rechtzeitig (und vollständig) ein.

Heißt in meinem Fall, wenn du nach Bremen fährst um dort unter anderem auch Bilder für einen Blogpost machen zu wollen, lohnt es, nicht nur die Kamera einzupacken, sondern auch den Akku und tatsächlich auch mindestens eine Speicherkarte. Beides hatte ich GANZ SICHER morgens ind die Tasche gesteckt (extra am Vorabend aufgeladen/rausgelegt). Ganz sicher lag es dann aber auf unserem Esstisch, als ich schon in Bremen war. Sollte es ein Youtube-Video „Aufgebrachte Frau wühlt schimpfend in übergroßer Handtasche auf dem Boden der Bremer Fussgängerzone“ geben, ist es nicht unwahrscheinlich, dass es sich dabei um mich handelt…..ohne Worte….

Gerettet hat mich übrigens ein netter Saturn-Verkäufer, den ich nötigte mir einen Akku zu verkaufen und diesen dann für mich innerhalb von zwei Stunden aufzuladen. Klar hätte ich mir dieses Bremen auch einfach so anschauen können, aber seien wir ehrlich: Es hätte mir die Laune verhagelt! Also muss Sandy dem Saturn-Verkäufer noch drölfmillionen Mal mehr dankbar sein als ich. Sie hätte es ja schließlich ertragen müssen.

Sandy war sogar noch so freundlich diesen glorreichen Moment festzuhalten. Ihrer Schadenfreude sei Dank. Wir werden es in das Familienalbum kleben. Bildtitel „Symbolbild für die erreichte Professionalität der Frau Piepenkötter“. Ich trage übrigens keine 70er Revival-Fuchspelzmütze. Das sind meine Haare.

2. Was willst du (unbedingt) sehen? Feste und lose Anlaufpunkte.

Es ist vielleicht ein bisschen Typ abhängig, aber ich möchte in Zukunft schon ein, zwei feste Anlaufpunkte haben. In Oldenburg hatten wir eine Frühstückslocation reserviert und wollten auf jeden Fall auf den Koffermarkt. Das hat den Tag ein bisschen strukturiert. Wir hatten noch ein paar Sachen locker in der Hinterhand und der Rest (inklusive neuer Bekanntschaften) flog uns so zu, während wir auf dem Weg von A nach B waren. In Bremen haben wir das jetzt bewusst anders gemacht und schwammen dann aber zwischendurch etwas. Das hatte aber auch viel mit dem nächsten Punkt zu tun. Und zwar:

3. Was ist denn in der Stadt denn sonst so los? Halbe Stadt gesperrt wegen Marathon? Idioten-Demo? Check mal die anderen Veranstaltungen und BESUCHE NIE EINE STADT IM DEZEMBER AN EINEM HEIMSPIELTAG!

In Bremen war am Samstag neben dem obligatorischen Weinachtsmarkt (der scheinbar unendlich war) auch ein Heimspiel des SV Werder Bremen. Heisst: Die Stadt war voll von „Gruppen“. Sie waren angeheitert und trugen Trikots oder neckische Weihnachtsaccesoires, sie traten meist geschlossen auf und verteidigen ihre „Geschlossenheit“ auch. Niemand war anmaßend, unfreundlich oder beleidigend. Versteht mich nicht falsch. Alle waren gut drauf. ABER: Wir waren fortwährend damit beschäftigt uns Wege „um Fanclubs und Junggesellinnenabschiede“ und „durch Reisegruppen und weihnachtsfeiernde Abteilungen “ zu suchen und Auswege aus dem Budendschungel zu finden. Zum Beispiel auf der Suche nach der neuen Markthalle Acht. Und das war schon mitunter anstrengend.

 

4.Wenn du dich schlecht fühlst, bleib zuhause!

Ein wirklich lächerlicher Tipp. Wirklich. Welchem Erwachsenen ist denn bitte nicht klar, dass es eine blöde Idee ist, nach einer anstrengenden Arbeitswoche in einer augenscheinlichen Virenhochburg einen Tagesausflug zu machen, wenn er sich beim Aufstehen schon schlecht fühlt? Ernsthaft! Welchem?
Na, mir natürlich. Ich hatte mich ja so drauf gefreut, die Kinder schliefen bei Oma, wir hatten ein nettes Kaffee-Date mit der lokalen Schmonzetti-Queen abgemacht, ich wollte noch ein paar nette Kleinigkeiten für dieses Weihnachten besorgen und überhaupt. Ich wollte unbedingt nach Bremen. Und ich hab die Rechnung für meinen Starrsinn gekriegt, sprich: Wir haben nur ein Bruchteil dessen gemacht, was wir geplant hatten und sind schon am Nachmittag wieder gen Heimat. Da fühlte ich mich dann auch wie ne gichtkranke 185jährige Oma und Sandy hätte die Rolle meines Zivis bekleiden können.

5. Egal wo du hinkommst, es sind schon nette Menschen dort! 

Ich habe diese Erfahrung in diesem Hamburg und Karlsruhe gemacht, in Oldenburg und jetzt auch in Bremen. Es gibt nicht nur so viele schöne Orte da draußen, die entdeckt werden wollen, sondern auch viele nette, interessante Menschen. Und das Internet kann euch zusammen bringen, wenn ihr es zu lasst. Ich freu mich darüber, dass ich dank Instagram und der anderen Social Networks das Gefühl habe, dass ich fast überall in diesem Land und mancher Ecke darüber hinaus jemanden finden würde, der mir Insidertipps geben kann und vielleicht Lust hat, mit mir/uns einen Kaffee zu trinken. Allen die glauben, menschliche Interaktion sei durch das Internet vom Aussterben bedroht, mag ich hiermit das Gegenteil sagen. Das Internet besteht aus echten Menschen. Ich liebe das.

Fazit für diesen Tagestrip:

Wir haben ja schon früh gemerkt, dass ein Tag für Bremen vielleicht etwas wenig Zeit ist. Und das viele Bremer ihre Stadt sehr sehr sehr lieben und dich quasi mit Tipps überhäufen. Ich werde deshalb, topfit und vollausgerüstet, wiederkommen. Ausserhalb der Weihnachtssaison. Und an einem Auswärtsspieltag oder noch besser spielfreien Tag.

Gesehen/Gefunden (und für gut befunden) haben wir diesmal:

Und da ich ja nun so einen Aufwand betrieben habe um ein bisschen fotografieren zu können, lass ich euch noch ein paar Bilder da. Würdigt das gefälligst 😉

 

 

 

 

 

 

 

Ein paar der Bilder sind mit dem Iphone aufgenommen. Ihr wisst ja warum. Aber ich finde es nur gerecht, dass ihr sehen könnt, wieviel schönes ich trotz der kurzen Zeit in Bremen entdecken/sehen und fotorafieren konnte. Und ordentlich Süßkram hab ich auch nachhause geschleppt. Das nächste Mal Bremen wird im Januar aus eruflichen Gründen sein, aber ich plane auch schon einen Familienausflug. Vielleicht muss Jule ja auch bald ein Referat über Bremen halten?! Und dann gehen wir auf jeden Fall wieder in die Markthalle Acht zum Popcorn essen und ich möchte ern mal in die Keramikwerkstatt Dünenbrand.
Dort kann man nett mit der ganzen Familie zusammensitzen und Keramik selbst gestalten. Das käme bei meinen Mädels sicher gut an!
Also, mache ich keinen Haken an Bremen sondern sage : Bis bald!
Und so nun auch hier. Bis bald, meine Lieben!
eure Vanessa

 

 

 

 

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1 Comment

  • Reply
    Frau Piepenkötter
    5. Dezember 2016 at 22:30

    Ja, auf jeden Fall! Irgendwann im Januar. Den genauen Termin krieg ich noch. Der Schal ist übrigens von Esprit. Freut mich, dass du hier warst😘

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