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+Da war doch noch was mit diesem HYGGE!

Ja, Hygge. Auch hier. Überall Hygge. Ich weiß. Aber aus gutem Grund, finde ich. Und wenn etwas aus gutem Grund in aller Munde ist, sollte man zumindest einen Blick drauf werfen, oder? Oder in diesem Falle eher rein, denn heute geht es um ein Buch. Das Buch zum Lebensgefühl, sozusagen.

Neulich habe ich euch ja hier schon Einblick in meine aktuellen Gedanken zum Thema Trend und Wohnen gegeben. Einen großen Schritt weiter in meinen Überlegungen hat mich an dieser Stelle eben auch Meik Wikings Buch Hygge gebracht. Und darum möchte ich es euch hier ans Herz legen. Auch wenn Hygge gerade ein Trend ist, für dieses Internetz ungefähr das, was die JackWolfskin-Funktionsjacke für den Parkplatz der örtlichen Grundschule. Zu oft gesehen, zu oft gehört, ausgelutschte Massenware.

Ich hatte mich mit dem Buch im Hinblick auf meine abgegebene Abschlussarbeit selbst belohnt, denn nach allem was ich davon gehört hatte, schien es mir perfekt für die Zeit nach dieser intensiven Lern- und Recherchezeit. Ich musste aber vier Wochen darauf warten, da es vergriffen war und erst nachgedruckt werden musste. Ja. Wie gesagt, es ist gerad angesagt. Verteufeln wir es trotzdem nicht.

Hygge. Oft gehört, aber was ist das eigentlich?

Der Autor, Meik Wiking, lebt in Dänemark und erforscht dort Glück und „das Glücklichsein“. Die Dänen schneiden in internationalen Vergleichen ja immer wieder als das glücklichste Land der Welt ab. Hygge ist der Schlüssel dazu, so Wiking. Und Hygge ist irgendwie ein Nomen, ein Verb, ein Adjektiv, eine Haltung, eine Lebensweise, ein Gefühl in einem. Wie das aussieht und wie „Hygge“ sich auf die verscheidenen Lebensbereiche auswirkt (oder in diesen umgesetzt werden kann) beschreibt Wiking unterhaltsam und leicht. Dabei hat mir gut gefallen, dass der Autor so motivierend ist. Seine bildhafte Erzählweise und de vielen eigenen Beispiele nehmen dich an die Hand und am nde willst du auch ein hyggeliges Leben führen. Ich zumindest.
Hygge ist, so Wiking, ein unübersetzbares Wort, was sich am ehesten mit Gemütlichkeit im Deutschen vergleichen lässt, aber doch so iel mehr beinhaltet. Übrigens: ein deutsches Wort, dass es in keiner anderen Sprache gibt ist „Schilderwald“. Da bleib ich doch ehrlich esagt lieber bei den hygelligen Dänen.

Das Buch habe ich an einem Wochenende durchgelesen und mehr als einmal sehr herzlich gelacht. War euch klar, dass es dänische TV-Serien gibt, die man in anderen Ländern als dänische Möbelpornos bezeichnet? Mir nicht, aber ich kann es sehr gut nachvollziehen, denn die Dänen können nicht nur sehr gut glücklich sein, sondern sind auch ganz groß, wenn es um gutes Design geht. Vielleicht gibt es da einen Zusammenhang? Macht gutes Design glücklich? Sind glückliche Menschen die besseren Designer?

Mich spricht es an. Bewusst den Schwerpunkt anders setzen und alles mal wieder in einem anderen Kontext sehen. Ich bin jemand der versucht alles quasi auf der Schnellspur zu erledigen und habe meistens mehr als einen Wagen im Rennen. Ich kann schlecht langsamer machen. Ganz schlecht. Und so blöd es klingt, hilft es mir, mich selber auszubremsen, wenn ich dabei so ein bisschen Anleitung habe. Und das Abschalten steht ja für dieses Jahr auf der Bucket List. Also versuch ich jetzt ganz bewusst in dem ein oder anderen Bereich mal langsamer zu machen, Dinge anders zu gestalten und mein Blick darauf zu verändern. Zuhause und auch im Job, denn Mitareiterzufriedenheit ist etwas, dass ich sehr hoch schätze und darum kann ich es ja auch für uns als Team in der Kita ruhig mal etwas hyggeliger werden lassen, oder? Ich finde den Trend Hygge in jedem Fall gut.

Macht euch selbst ein Bild und guckt mal, ob Hygge nicht vielleicht auch euer Trend sein kann. Und selbst wenn  nicht, könnt ihr in Zukunft wenigstens mitreden. Ich könnte mir vorstellen, dass Hygge noch eine ganze Zeit lang Thema bleibt.

Alles in allem war es eine sehr interessante Lektüre, die in Hinsicht auf Lebensweise und -gestaltung einige Erkenntnisse für mich bereit hielt. Das Buch ist kurzweilig, witzig und es macht Spaß darin zu lesen. Selbst die „harten Fakten“ sind optisch ansprechend aufbereitet. Von mir also eine absolute Kaufempfehlung.

Weil es ja in Sachen Bücherkauf immer gern mal mit mir durchgeht, habe ich gleich noch ein Buch zum Thema gekauft und eins in Sachen „Fika“. Mal schauen. Vielleicht erzähl ich euch ja bald davon!

Liebste Grüße,

Vanessa

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