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Ein bisschen Kunst und Kulinarik: Der große Glander!

Ich hab euch ja neulich schon mal erzählt, dass das was die Schmonzette zu meiner literarischen Hauptmahlzeit macht, die Tatsache ist, dass sie so herrlich wenig von mir will. Geistig.  In stressigen Zeiten das perfekte Futter für meine Seele. Da ich aber auch anderer Literatur grundsätzlich nicht abgeneigt bin, besorge ich mir für Urlaube auch immer ein bisschen was gehaltvolleres zum Ausgleich. Denn im Urlaub hab ich geistige Kapizität frei und kann mich auch mal mit tiefergehenden Handlungssträngen und Geschichten befassen. Dieses Mal habe ich, unter anderem zwei Bücher von Stevan Paul im Gepäck und auch wenn beide schon relativ lang auf dem Markt und sicherlich schon viel besprochen sind, möchte ich euch meine ganz persönliche Meinung nicht vorenthalten.

Der große Glander

Hätten der Weinbauer von der Mosel und die Mairhofersche Erkenntnis ein introvertiertes Kind bekommen, so wäre es wohl wie Gustav Glander. Oder zumindest ähnlich. Die Geschichte des Gustav Glander wird quasi in Bruchstücken von Geburt bis in die 3oer (glaube ich) erzählt. Dabei wechselt der Autor immer wieder die Perspektive, was das Lesen nicht schwerer, sondern eher um einiges interessanter macht.

Die Geschichte :

Gustav Glander wird im Allgäu als Sohn eines Sägewerkbesitzers geboren und reift zu einem körperlich großen und künstlerisch großartigen Maler heran. Sein Weg führt ihn nach New York und von da direkt ins Visier der Kunstszene, was dem bodenständigen Gustav aber schnell zu viel wird. Was tut er? Er verschwindet!

Jahre später glaubt der Junstjournalist Gerd Mönninghaus ihn in einem Hamburger Restaurant zu entdecken und macht sich nach fehlgeschlagener Kontaktaufnahme auf dem Herrenklo auf die Suche nach ihm. Dem großen Glander. Er führt Gespräche mit der Familie, dem Kunstlehrer aus der Schule, dem Galeristen des Gustav Glanders in New York und setzt Teile wie ein Puzzle zusammen, denen am Ende immer noch das entscheidende Teil fehlt. Wo ist er denn nun, dieser große Glander?

Was ihr erwarten dürft:

Stevan Paul springt in den Zeiten, wechselt die Perspektive von Gustav, zu Gerd, zur Mutter. Erzählt aus der Jugend Gustavs, auch aus der seiner Eltern und erarbeitet dabei, Stück für Stück, ein Fundament, was mich Gustav Glander verstehen oder ihn zumindest erahnen lässt.  Immer dabei ist der Brückenschlag zur Kunstform Kulinarik, die in der Kunst Glanders und eben auch in diesem Buch eine tragende Rolle spielt. Wie ja eben auch im Leben des Autors. Mir hat es unendlich viel Spaß gemacht, diese schmeckbaren Beschreibungen von Essen zu lesen, das Bekenntnis zu Einfachheit und Ursprünglichkeit. Alles in allem habe ich das Buch in nicht ganz einem Tag durchgelesen. Es ist auf entspannende Weise spannend, authentisch, leichtfüßig in seiner Erzählweise und schwerwiegend in seiner Erkenntnis. Und, nein, ich habe icht vor ins literarische Quartett zu wechseln. Aber das Leben hat halt eben mehr zu bieten, als immer nur Schmonzetten. Davon wird es aber noch genug geben. Neben mir liegt schon eine!

Wer sich selbst mal von der Schönheit dieses Buches überzeugen möchte, der darf sich gern hier direkt eins kaufen. (Das ist ein Amazon Affiliate Link. Ich bekomme eine kleine Provision und euch kostet es nichts mehr. Gern dürft ihr aber auch den lokalen Buchhandel mit eurem Kaufwunsch betrauen!)

Liebste Grüße,

Vanessa

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1 Comment

  • Reply
    Frau Piepenkoetter I Urlaubslektuere 1I Schöne Bücher für den Urlaub
    12. Oktober 2017 at 06:02

    […] Sommerurlaub stand ja bereits “Der große Glander” von Stevan Paul auf meinem literarischen Speiseplan und dieses Mal dann Stevan Pauls Buch […]

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