Draussen/ Unterwegs

Da war doch noch was: Unser #hajmeetup17 auf dem Obsthof!

Die Blogger und Instagrammer vom #hajmeetup17

Neulich war ich, darüber habe ich hier auch schon geschrieben, auf dem Hof von Obstbauer Wedeking zu einem ganz besonderen Treffen. Dem #hajmeetup17 . Oder besser gesagt, dem hoffentlich ersten #hajmeetup17!

Ortsfremden sei vorab schon einmal kurz erklärt, dass es sich bei “haj” um das Kürzel des Flughafens Hannover handelt. Der Flughafen an sich hat zwar recht wenig bis garnichts mit diesem Treffen zu tun, aber Hannover dafür umso mehr.

Es ist nämlich so, dass ich ja am Steinhuder Meer und somit im “Umland der Stadt Hannover” lebe. Auch wenn es hier eigentlich korrekterweise schon Landkreis Schaumburg und nicht Region Hannover ist, ist Hannover aber eben die nächstgelegene Großstadt. In Hannover habe ich meine erste Ausbildung gemacht, die Nächte in der Baggi durchgefeiert und meine Kinder bekommen und wenn mich jemand fragt, woher ich komme, antworte ich der Einfachheit halber oft mit “Hannover”.

Hannover wird ja oft als “die Stadt mit dem gewissen Nichts” bezeichnet und auch wenn mir durchaus bewusst war, dass Hannover sehr schöne Ecken hat, war ich “blogosphere-mäßig” genau dieser Meinung. Ich kannte unglaublich viele Blogs aus Hamburg, Köln und im süddeutschen Raum, aber ich kannte maximal the one and only Holly Becker in Hannover. Und als ich mich dann mal ganz bewusst an den rechner setzte und Gleichgesinnte in Hannover suchte, fanden sich lediglich Fashionblogger. Nichts gegen Fashionblogger, aber wer mich kennt, der weiß, dass dieses Thema und ich maximal von einander entfernt liegen und somit hätte ich wohl kaum in Kapuzenpulli und Gummistiefeln auf die tollen Modeevents gepasst, wo sie sich zu treffen scheinen.

Und dann, das Schicksal geht ja bekanntlich seltsame (Um-)Wege, war ich auf dem Blogstbarcamp17 in Hamburg und auf einmal kam Miri ganz aufgeregt zu mir und sagte nach einer Session “Vanessa, die Britta! Die Britta kommt auch von da! Die kennt die Kürbisscheune!” Und siehe da: Neben mir waren noch mindestens zwei andere Bloggerinnen aus Hannover (umzu) auf der Veranstaltung. Eigentlich sogar drei, aber das hab ich erst viel später geschnallt! Britta von Glasgeflüster und Alexandra von Mädchenmutter. Und wir saßen abends bei Pizza und Pasta zusammen und beschlossen, dass wir da mal was machen sollten. Treffen und so.

Damit sich das garnicht erst im Sande verläuft, habe ich dann in der nächsten Woche angefangen Leute via Instagram (blöde Idee) anzuquatschen. Britta fielen immer mehr Blogger und Instagrammer in und um Hannover ein und alle bekamen eine Mail von dieser Frau Piepenkötter von der die meisten bis dato nie gehört hatten. Ein paar der Angeschriebenen wussten dann noch weitere Bloggerkollegen die Interesse an unserem Treffen haben könnten und so hab ich dann am Ende mehr als 20 Blogger und Instagrammer aus Hannover und Umgebung angeschrieben, ob sie so kurzfristig (in ein bis 1,5 Wochen) Zeit hätten und sich mit uns zum Frühstück mit anschließender Betriebsführung auf dem Hof von Obstbauer Wedeking treffen wollten.  Und fast ale hatten oder haben Lust auf ein Treffen. Grandios! Zeitgleich habe ich nämlich mit der lieben Frau Wedeking ausklamüsert, dass sie uns herzlich gern Platz schaffen und Zeit einräumen wollten.

Mein Glück: Da ich mit einer solchen Vielzahl an Leuten garnicht gerechnet hatte, waren es irgendwann mehr Anmeldungen, als realisierbare Sitzplätze im Cafè und ich wusste echt nicht, wie ich das jetzt lösen sollte. Ein paar Leute konnten den Termin nicht realisieren, wollen aber gern beim nächsten Mal dabei sein. Das war schon mal nicht gerad zu meinen Ungunsten. Trotzdem blieben 15 über, wo wir nur Platz für 12 hatten. Ich hab dann Mut zur Lücke bewiesen und abgewartet. Und das hat geklappt. Zwei haben kurzfristig abgesagt und da auch im Cafè eine Reservierung storniert wurde, konnten wir am Ende mit 13 Leuten einen netten Vormittag verbringen.

Das Essen war, wie immer, hervorragend, aber was mich wirklich nachhaltig beeindruckt hat, war die Betriebsführung. Garnicht mal, weil die Begeisterung für große Landmaschinen von meinen Krippenkindern langsam auf mich abfärbt, aber das was Herr Wedeking uns über “seine Landwirtschaft” erzählt hat, rückte manche Dinge bei mir in ein ganz anderes Licht. Wer hat denn nicht schon mal geschluckt, wenn er den Preis für Erdbeeren, Blaubeern oder Kirschen gesehen hat? Bedenkt man da als Endkunde, dass man ein Produkt vor sich hat, das nicht maschinell geerntet werden kann? Das jede Kirsche, jede Erdbeere, jede Blaubeere einzeln von einem Menschen vom Strauch oder Baum gepflückt werden muss? Und wie aufwendig es seien kann sie möglichst schadlos ohne Druckstellen zum Weiterverkauf zu transportieren?

Betriebsführung bei Obstbauer Wedeking I #hajmeetup

Klar, weiß ich, dass da Arbeiterkolonnen über die Felder ziehen, aber so richtig bewusst, welchen Kostenunterschied das zur maschinellen Ernte macht, war ich mir nicht. Ausserdem hat mich ziemlich erschrocken, dass Herr Wedeking erzählte, dass die zwei Tage Nachtfrost im April ihn ca. 70 % seiner Ernte gekostet haben. Ein Risiko gegen das Landwirte sich lediglich mit Rücklagen selbst absichern können. Und in dem der Betrieb weitere Standbeine (wie das Café und den Hofladen) hat. Auch das ist etwas, dass ich als Landkind natürlich weiß. Aber manche Dinge hat man ja gehört und dann irgendwo ganz tief vergraben. Sich das nochmal bewusst zu machen, wie risikobehaftet diese Arbeit ist und wie aufwendig sie seien kann, lässt einen subjektiv zu hoch gefühlten Erdbeerpreis doch auf einmal ganz anders erscheinen. Und nebenbei bemerkt: Was lässt das für Vermutungen in Hinsicht auf die 500g-für-99-Cent-Discounter-Erdbeeren zu?

Erdbeerhütten beim #hajmeetup17

#hajmeetup17 auf der Kirschplantage

#hajmeetup17

#hajmeetup17

Luisa vom Blog Sunnyside2go bei der Arbeit auf dem #hajmeetup17

 

Alles in allem war das erste #hajmeetup ein voller Erfolg. Für mich zumindest. Ich habe tolle neue Leute kennengelernt, hervorragend gefrühstückt, mich super unterhalten und auch noch die interessante Betriebsführung als Wissens- oder Bewusstseinszugewinn zu verbuchen. An dieser Stelle ein ganz großes Danke an alle die dabei waren! Und auch Danke dafür, dass ihr alle gesagt habt, ihr seid beim nächsten Mal wieder dabei!

Dabei waren:

Britta von Glasgeflüster

Anita von Himmelsglitzerdings

Anna von Anna- immer unterwegs

Lisa von Stelldichein-Hannover

Luisa von Sunnyside2go

Christin von TinyTravellers

Tina von Tineline

Inga von Zuckersoeoet

und die Instagrammer

Pamuk von Pamukak

Christina von dieChrissyy

Julia von momoandme

Kerstin von itsseptember

Du kommst auch aus Hannover oder dem Umland und würdest gern beim nächsten Mal dabei sein? Oder du weisst oder hast ne tolle/interessante Location die sich für ein weiteres Meetup anbietet? Das freut mich ausserordentlich. Schreib mir doch einfach eine Email an hajmeetup@frau-piepenkoetter.de und ich nehme dich in den Mailverteiler und die Facebookgruppe auf bzw. kontaktiere dich/euch!

Bis dann und liebste Grüße,

Vanessa

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2 Comments

  • Reply
    Birgit
    23. Juli 2017 at 19:34

    Danke für das umsetzen. Ich hab auch einen kleinen Blog, den ich aber in erster Linie für mich selber führe und mich nicht im entferntesten mit der o. g. Riege der Blogger vergleichen wollen würde.
    Genau wie Du sehe ich mich eher Hannover zugehörig, auch wenn ich – wie Du – in Schaumburg wohne. Arbeitstechnisch treibt es mich nach NRW und irgendwo dazwischen ist außer guter Luft und Land nix.
    Die Blogs und Instagram (da bin ich unter wollhexe13 vertreten) werden jetzt erst einmal durchforstet. Schön, das es Euch gibt.
    Schönen Restsonntag
    Birgit

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      23. Juli 2017 at 20:21

      Dann meld dich doch mal per Email, Birgit! Ob kleiner Blog oder groß ist doch egal!

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