Persönliches

In your Face: Fünf Monate Akne Therapie und was ich über meine Haut gelernt habe!

Frau Piepenkötter I Akne Therapie schadstoffarme Kosmetik
Dieser Blogpost ist in Kooperation mit Apotal.de entstanden. Es handelt sich um Werbung und meine Geschichte.

Hallo, ich bin Vanessa. Ich bin 37 Jahre alt und ich hasse Fotos von mir, denn ich habe Pickel. Viele Pickel. Große Pickel. Ungefähr seit ich 29 war. Und vor so ziemlich genau 5 Monaten bekam ich für mein Pickelgesicht endlich mal eine Diagnose. Akne. Herzlichen Glückwunsch!

Bis es so weit war, war ich aber tatsächlich schon ein paar Jahre damit rumgeeiert und hatte von Eigendiagnosen, über ungefragte Fremddiagnosen bis zur beliebten Dr.Google Diagnose allerlei illustre Tipps für gute Haut und eben gegen meine Pickel bekommen. Weniger Stress, weniger Schokolade, einen Schimmelpilzsuchhund sollte ich buchen, besser reinigen, dicker überschminken und und und.

Was ich am Anfang noch nur  lästig fand, wurde nach und nach zu einem richtigen Problem. Die Pickel wurden mehr, wurden größer, wurden schlimmer. Ich wollte nicht mehr auf Fotos. Manchmal wachte ich nachts auf, weil mir mein Gesicht so weh tat. Und trotzdem dauerte es ewig und drei Tage, bis ich mal zum Hautarzt ging. Großer Fehler, aber letztlich gab es also im April die Diagnose. Akne.

Altersakne

Ja, zauberhaft, oder? Da denkt man, dass Alter ist die Zeit der schwindenden Elastizität deines Bindegewebes und dafür hätte man die pickelige Jugendzeit überwunden und dann? Pustekuchen! Ich kann, wie immer, alles haben. Einen Oberschenkel wie ein 18-Loch-Minigolfplatz UND die Gesichtshaut einer zuckersüchtigen 15jährigen. Allerdings bin ich damit garnicht so allein wie ich dachte, denn nachdem ich bei Instagram mal das Wort Akne in der Bildbeschreibung nannte, meldeten sich sofort ein ganzer Haufen anderer betroffener Frauen. Altersakne, oder Akne Tarda, ist nämlich in Wirklichkeit ein relativ häufiges Problem bei Frauen zwischen 30 und 45.  Und darum hab ich gedacht, ich kann euch ja mal ein bisschen was dazu aufschreiben.

Meine Akne Therapie mit Isotretinoin

Von April bis Anfang Juli bekam ich die Dosis von 10mg des Wirkstoffs. Nach der Erstverschlimmerung sah es ziemlich erfolgversprechend aus, aber schon bald wurde die Haut wieder schlechter. Ab Juli bis heute bekomme ich 20mg täglich. Die Nebenwirkungen bei der niedrigen Dosis waren relativ gering. Die Haut ist sehr sonnenempfindlich und „dünn“. Ich wurde echt schnell braun und die Haut fing auch häufig an an kleinen Stellen (an denen ich natürlich rumpulte…) zu bluten. In den ersten Wochen hatte ich darüber hinaus ein paar Probleme mit trockener Nase (das hier hilft) und ich fand meine Lippen sehr trocken. Was trockene Lippen aber so wirklich bedeuten, lernte ich erst , nachdem die Dosis erhöht wurde.  Nach den ersten Wochen mit 20mg täglich begannen meine Lippen sich regelmäßig komplett zu schälen. Und immer wenn ich lachte, rissen sie auf und begannen zu bluten. Ein Traum, wenn du in der Kita versuchst ein Kind in der Eingewöhnung zum Spielen zu motivieren und es erst anlächelst um dann vor Schmerz das Gesicht zu verziehen, bevor du los läufst und ein Taschentuch für das Blut holst…. Helfen tut dagegen übrigens, die Lippen zum Schlafengehen ganz dick (oder noch ein bisschen dicker) mit Creme einzuschmieren. Tagsüber hilft mir mittlerweile ein Lippenbalsam mit Honig ganz gut.

Frau Piepenkötter I Was hilft gegen Nebenwirkungen der Isotretinoin Therapie Akne

Eine Nebenwirkung, die ich, obwohl ich das dicke Heft der Nebenwirkungen sehr aufmerksam gelesen habe, erst sehr spät mit der Tablette in Verbindung brachte, ist übrigens der Ganzkörper-Gelenkschmerz, der mir mein Leben gerade etwas erschwert. Wenn ich vom Sofa aufstehe könnten Fremde bei meinem Anblick durchaus denken, man hätte mich zusammengeschlagen oder mir den Rollator geklaut. Nicht schön! Vorallem, wenn man bedenkt, dass die Haut durch die erhöhte Dosis erst wieder etwas besser und dann aber  letztlich wieder schlecht wurde. 100 % Nebenwirkungen und auf der anderen Seite nur 40% Verbesserung? Pah! Irgendwas lief da schief. Zwar war die Haut grundsätzlich schon etwas besser geworden, aber dieses Auf und Ab, erschien mir dann irgendwie merkwürdig und ich habe dann mal ganz bewusst darüber nachgedacht, was in den „schlechten Wochen“ anders war, als in den „guten Wochen“.

Angeschmiert

Des Rätsels Lösung (von mir in einer Heimstudie verifiziert) war mein Make up. Als ich noch so richtig schlimm pickelig war, schminkte ich nicht drüber, weil ich Angst hatte, es damit zu verschlimmern. Ausserdem, sein wir ehrlich, das war einfach zu viel um es zu vertuschen. So auch zum Beginn der Therapie. Da wurde die Haut besser. Als ich fast pickelfrei war, stellte sich aber ein anderes Problem ein. Meine lange Karriere auf dem Gebiet der Hautunreinheit und ihrer Bekämpfung war nicht spurlos an mir vorüber gegangen. Ich habe Narben und Male  auf den Wangen die zwar eben, aber gut sichtbar und relativ zahlreich sind. Diese allerdings, lassen sich mit dem richtigen Make up toll wegschminken. Ich war schwer begeistert von meiner scheinbar makellosen Gesichtshaut und klatschte fröhlich Make up drauf.

Kurz darauf stellten sich die Pickel wieder ein. Blöder Mist! Und dann, ein paar schmink- und arbeitsfreie Regenurlaubstage später, war die Haut wieder in Bestform. Freude! Schnell noch die Narben wegschminken. Nur kurze Zeit später kamen die Pickel wieder und die Akne erblühte erneut. Ein total frustrierender Teufelskreis!

Ich brachte das aber überhaupt nicht mit dem Make up in Verbindung, sondern versuchte erstmal zu ergründen, ob es irgendwie mit meinem Zyklus zusammenhängt. Das kannte ich schon aus Jugendzeiten und es hätte mich nicht gewundert, aber dann dämmerte mir schon bald, dass mein Problem vielleicht viel eher in meiner Badschublade als in meinem Körper lag.

Es sind immer die inneren Werte

Meine Lieblings-Lou hatte mich in einem Blogpost ja schon mal auf die Spur blöder Inhaltsstoffe in Kosmetika gebracht und so teste ich aus dem blauen Dust heraus mal das Make up mit der Code Check App. Die App zeigt euch an, wie schädlich oder bedenklich die Inhaltstoffe eurer Kosmetika sind, bzw. wie viele gesundheitlich ( hormonell belastet, krebserregend, krebsfördernd) und umwelttechnisch (Plamöl, Microplastik) bedenkliche Stoffe darin enthalten sind. Das Make up wanderte im hohen Bogen in den Müll.

Und tatsächlich hat sich mein Verdacht scheinbar bestätigt, denn schon ein paar Tage ohne das Make up und meiner Haut ging es bedeutend besser. Dadurch motiviert habe ich dann angefangen, die komplette Badschublade mal mit der App abzutesten und, so beschämend/traurig/schrecklich es ist, zu entsorgen. Lediglich drei Produkte durften von den mehr als 20 Produkten bleiben. Alles andere war offenbar Gift. Für mich, meine Haut und unsere Umwelt.

Frau Piepenkötter I Schadstoffarme Kosmetika für empfindliche Haut

Alles neu macht der August

Da ich aber ja doch ein bisschen Mädchen bin und mit 37 auch nicht alles mit Wasser und ner guten Seife regeln kann, habe ich mich anschließend auf die Suche nach Alternativen gemacht. Gern wollte ich etwas online kaufen oder bestellen können, denn hier auf dem Land ist es manchmal etwas zeitaufwendiger an spezielle Dinge zu kommen und gerade jetzt habe ich gefühlt am allerwenigsten Zeit. Aber ich wollte auch alles vorher auf seine Inhaltsstoffe überprüfen. Leider ist nicht immer alles, was augenscheinlich Naturkosmetik oder Bio ist auch derart schadstofffrei, wie ich mir das für meine Haut jetzt wünschte. Fündig geworden bin ich im Lavera-Sortiment von Apotal. Ich habe bereits gute Erfahrungen mit Lavera gemacht und ich konnte das Sortiment von Apotal quasi per Hand (sonst funktioniert es über QR Code) eingeben und mir vorm Kauf ansehen, wie beim jeweiligen Produkt die Lage ist. Als Maxime setzte ich mir, einen möglichst geringen Anteil leicht bedenklicher Stoffe an mich heran zu lassen. Wenn möglich gar keine. Da hab ich schon so einiges gefunden und freue ich, dass ich scheinbar doch nicht dazu übergehen muss im stillen Kämmerlein alles selbst herzustellen. Masken, Peeling, Feuchtigkeitscreme und noch so einiges mehr, habe ich mir zum Austesten gegönnt. Und zwar mit großem Erfolg.

Frau Piepenkötter I Akne Therapie Apotal

 

Meine Haut hat sich beruhigt, spannt weniger, blutet weniger und fühlt sich im Ganzen viel besser an. Mehr als ich letztlich erwartet hatte. Darüber hinaus habe ich auch noch in ein paar gute Microfaserreinigungstücher und superweiche kleine Handtücher investiert. Das, jeder Pickelige weiß es, ist nämlich auch wichtig. Das man saubere Reinigungstücher und Handtücher nimmt. Keinen drei Tage alten Gemeinschaftslappen. Und das man sanft zur Gesichtshaut ist. Abtupfen und so. Auch wenn man sich gern die oberste Hautschicht mit dem Schwingschleifer runterholen würde. Grobes Abrubbeln der Wangen mit einem spröden Frottee-Handtuch bringt nix. Für euch getestet… Lieber mal nen Kamille-Dampfbad. Wellness für Akne Patienten. Eure Haut wird es euch danken.

 

Frau Piepenkötter I Tägliche Hautpflege mit guten Produkten Apotal

Also, das Beste in Kürze: Nie und nimmer glaube ich, dass allein eine bessere Pflege ausgereicht hätte um meine Haut so zu verbessern. Die ärztliche Begleitung war, in meiner individuellen Situation, schon angebracht, aber wer weniger stark ausgeprägte Probleme hat oder die Aknetherapie unterstützen will, dem kann ich es nur ans Herz legen, sich was besseres zu gönnen und auch diese Alltagsdinge bewusster einzukaufen. Das gilt übrigens auch für Lebensmittel. Wenn ihr glaubt, dass ihr schon ein gutes Stück vom einfachen Pickelgesicht entfernt seid, dann geht zum Arzt. Wer selbst dran rumdrückt kriegt das irgendwann in unschönen Hautverfärbungen und kleinen Narben heimgezahlt. Und dann sieht selbst pickelfreie Haut nicht mehr so schön aus. Und ansonsten müsst ihr eben auch hässliche Haut erstmal lieb haben und gut behandeln, bevor sie schön wird. Isso.

Falls einer noch nen guten Tipp braucht oder noch weitere Fragen zu meiner Akne Geschichte hat, dann immer raus damit! Ich hätte da auch gern schon früher mehr drüber gewusst.

Liebste Grüße,

Vanessa

 

P.S.: Dieser Blogpost ist in Kooperation mit Apotal.de entstanden. Er spiegelt aber 100% meine Geschichte/ Erfahrung wieder. Versprochen!

 

 

 

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3 Comments

  • Reply
    anja/ das-tuten-der-schiffe
    29. August 2017 at 11:20

    1. ich will deine badezimmerfliesen.
    2. wer außer dir ist in der lage, ein solches thema so zu verpacken. (zuckersüchtiger teenager, golfplatz, rollator geklaut…. – großartig!)
    3. dieser nachhaltigkeitsaspekt sollte uns alle viel mehr beschäftigen.
    4. danke für den tritt in den hintern. code-check steht hier auch an.
    herzlich aus hamburg,
    anja

  • Reply
    Birgit
    29. August 2017 at 18:01

    Ich bin zwar ein paar Tage älter *hüstel*, aber habe ähnliche Probleme. Den Tipp mit dem Code-Check werde ich beherzen und ich muss sagen, mit Lavera unterstützt man ja auch noch ein regionales Unternehmen (Wennigsen).
    Online bestellen muss ich nicht, unser Bioladen „Gänseblümchen“ in Bad Nenndorf liegt nur 100 m von unserer Wohnung entfernt, da werde ich morgen mal aufschlagen und das Produktspektrum durchforsten.
    Und ja, danke für das Thema, das Du wirklich witzig und informativ vorgestellt hast (und weiterhin gute Besserung).
    LG
    Birgit

  • Reply
    lou
    29. August 2017 at 22:33

    hach ja. krasse geschichte und ich hoffe, das deine haut bald mal zur vermunft kommt. ich seh mit 37 hauttechnisch auch noch aus wie 15, das bringt oft laute lacher an der tankstelle, wenn ich da meinen ausweis zücken muss, wenn ich partyequipment besorgen muss. aber so langsam bin ich drüber weg. codecheck ist hier auch immernoch sehr altuell. lavera und konsorten sind auch erste wahl, nachdem ja selbst apotheken cremes dort durchgefallen sind.
    ich freu mich schon dich in ein paar wochen hier begrüßen zu können!! ❤

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