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Packen wirs an: Ein Küchengarten für Piepenkötters!

Frau Piepenkötters Küchengarten

Als wir das alte Haus und damit verbunden auch den alten Garten verkauften, war ich wegen letzterem ehrlich erleichtert. Das 1.100qm große Grundstück und dessen Pflege haben uns ganz schlicht und einfach überfordert. Zwei Terrassen, ein Meerschweingehege, ein versenktes Trampolin, eine Sitzecke mit Kies, Vorgartenbeete, eine Seilbahn quer übers Grundstück, Schuppen, Garagen, Küchengarten, Blumenbeete…. Wir wurden dem nicht mehr Herr. Zum einen menschlich gesehen, denn wir sind eigentlich viel eher die, die im Garten sitzen und grillen, als die, die im Garten muckeln und schwitzen.

Zum Anderen ist es auch ganz einfach eine andere Hausnummer, wenn du für 30 Meter Grundstücksgrenze Sichtschutzzäune kaufen musst oder für 12 Meter. Pro Seite.

Der neue Garten, dass war von vorne herein klar, sollte einfach, reduziert und pflegeleicht sein. Von der Anlage, der Aufteilung und der Ausstattung her. So kamen wir ja auch irgendwie zum Pool, denn der große Pool ist tatsächlich etwas weniger aufwendig in der Unterhaltung als es seine Pop-up-Pool-igen Vorgänger waren.In Sachen Chemie und Filterreinigung.

Okay, zwei Sitzecken waren von vorneherein geplant, wo anders wo wohl auch eine reichen würde, aber der Lage des Bungalove sei geschuldet, dass es eine schmalere Sonnenterrasse in Südlage gibt und einen windgeschützten Sitzbereich zwischen Haus und Garage. Dort soll, im nächsten Jahr, dann gern eine Outdoorküche entstehen, aber bevor wir das realisieren, haben wir noch ein paar andere Projekte in der Pipeline.  Das aktuellste von ihnen, der direkte Nachfolger des Pools, ist mir quasi zugelaufen.

Der Küchengarten

Ich war mir, aus der Erfahrung im Garten des Chez Piepenkötters, sicher, dass ich kein Beet für Gemüse oder ähnliches brauchen würde und den Kräutergarten hatte ich direkt am Ausgang der Küche und im Bereich der geplanten Außenküche angelegt. Und dann las ich eine Schmonzette, in der es um die junge Liebe zu einem Gärtner ging. Einem Gärtner, der Samstags am Vormittag einen Kurs gab, wie man sich einen eigenen Küchengarten anlegt und Gemüse zieht. Und was soll ich sagen? Plötzlich hatte ich tiefe, ehrliche Küchengartenbedürfnisse. Tja.

Vorher I Piepenkötters Gemüsegarten

Der Mann weiß ja mittlerweile einzuschätzen, was er unterstützen sollte und was besser nicht und war zu meiner Überraschung ziemlich schnell von der Idee überzeugt, an der bislang vernachlässigten Gebäudeseite, auf dem drei Meter breiten Stück zwischen Haus und Gartenmauer, einen Gemüsegarten anzulegen. Hochbeete im Kies, sollen es sein. Und damit uns bloß nicht langweilig wird, haben wir mit diesem Projekt bereits angefangen, als der Pool jetzt in seinen letzten Zügen lag. Ja, richtig gehört! Der Pool baulich abgeschlossen! Nun folgt noch der Teil “für schick” und dann bekommt ihr den abschließenden Post. Versprochen!

Während der Mann mit einem Bekannten also die Folie in den Pool einbrachte, dann das ganze mit Wasser befüllte und zu guter Letzt mit Randsteinen versah, beackerten Jule, Maja und ich schon mal den zukünftigen Küchengarten.

Zu aller erst haben wir natürlich das bisher ungestört wuchernde Unkraut entsorgt und dann alles schon mal grob abgeharkt und glatt gezogen.

Potagergarten anlegen

Auch wenn es eine für meine Begriffe sehr langfristige Planung ist, da wir ja frühstens im nächsten Jahr tatsächlich pflanzen oder gar ernten, macht es mir gerade echt viel Spaß, mich damit zu beschäftigen, wie ich bei der Anlage weiter vorgehe, was ich anpflanzen will und auch, wie ich mich z.B. gegen Schädlinge schützen kann. Meine Abendlektüre habe ich dahin gehend perfekt angepasst:

Raus aufs Land!

Tipps für ein nachhaltigeres Leben

Zur Zeit schmökere ich abends quer durch “Rauf aufs Land-  Schritte zu einem naturverbundeneren Leben” von Niklas Kämpargard. In dem Buch findet man eine ganze Fülle von Ideen, zu einem nachhaltigeren und naturverbundeneren Leben. 100 quasi. Wie der Name schon sagt.

Naturverbundene Gartentipps

 

Nicht alle diese Tipps sind für mich hier und jetzt so umsetzbar, denn auch wenn wir ja super ländlich und direkt am Weizenfeld wohnen, ist Nutztierhaltung auf unserer 700qm Pazelle für uns ausgeschlossen und auch Hausschlachtung lockt mich definitiv nicht hinterm Ofen vor (im Gegenteil), aber es gibt auch viel nützliche Information zu Gätnern ohne Gift, alten Hausmitteln, zum Haltbarmachen und eben zum pflegen und kultivieren von Pflanzen zur Selbstversorgung. Die Herstellung von Seife und Shampoo findet Erwähnung, wie man eigenes Kaminholz macht und wie du Mutterboden selbst aufbereitest! Wers ganz hardcore will, der findet auch die Bauanleitung einer Außentoilette und ein Windkraftwerk im Garten. Da bin ich dann allerdings raus. Trotzdem hab ich mir auch mit Freude die Sachen angesehen, die für uns nicht infrage kommen. Und ein bisschen war der Mann glaube ich froh, dass das Buch erst jetzt erschienen ist, denn wäre das vor 5 Jahren rausgekommen und mir in die Hände gefallen, wäre ich ganz sicher versucht gewesen einen Erdkeller unter der neuen Naturwiese anzulegen. Wie cool und spannend!

100 tolle Tipps für einen naturerbundenen, nachhaltigen Lebensstil

Hat denn einer noch nen anderen ultimativen Gartenbuch-Tipp für mich? Oder generell nen Gartentipp? Was sollte ich unbedingt bedenken, was auf jeden Fall anpfanzen und was würdet ihr in der Hinsicht nie wieder tun?

Ich freu mich auf eure Ideen und Kommentare.

Liebste Grüße,

Vanessa

 

Vielen Dank an den DVA Verlag für dieses schöne Buch, dass genau zum richtigen Zeitpunkt hier eintraf!

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6 Comments

  • Reply
    Birgit
    24. August 2017 at 20:56

    Moin, ich hab leider – oder GSD – den berühmten schwarzen Daumen, bewundere aber alle, die darin aufgehen. Mein Lieblingsblog dazu ist der von Frau Landgeflüster. Da besonders die Idee mit den Hochbeeten. Sehr Rückenschonend 😉
    Viel Erfolg und reiche Ernte
    LG
    Birgit

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      24. August 2017 at 21:05

      Oh, da guck ich gleich mal. Danke dir!

  • Reply
    Anne
    25. August 2017 at 07:28

    Guten Morgen,

    oh,so ein Gemüsegarten ist toll! 🙂 Haben wir dieses Jahr zum ersten Mal, und was soll ich sagen… nachdem es bislang rund 13qm waren, wird für die nächste Saison gnadenlos erweitert und der komplette Gartenteil auf einer Seite des Hauses darf zum Küchengarten werden. Fand sogar mein Göttergatte einleuchtend, und schlug selber zusätzlich den Bau eines Hochbeets vor. 😀

    Wie viele Quadratmeter hat euer Küchengarten denn? Und weißt du schon, was du pflanzen wirst? Achte auf jeden Fall auf die “guten und schlechten Nachbarn”, nicht jedes Gemüse gedeiht neben jedem anderen. Und dann ab übernächstem Jahr kommt die Fruchtfolge dazu, aber die scheint ja auch in deinem Buch erwähnt worden zu sein. Das klingt übrigens gut – muss ich mir direkt mal auf die “Wunschliste” für den nächsten Besuch in der Bücherei notieren. 🙂

    Was ich in Sachen Gartenbüchern empfehlen kann, ist “Mein Garten – Ein Traum”. Hab das neulich auch mal bei mir im Blog vorgestellt, weil ich so fasziniert davon war: https://vom-landleben.de/garten/rezension-mein-garten-ein-traum/
    Wobei es da mehr um generelle Gartenplanung geht und die Frage, was genau einen wildromantischen Garten eigentlich ausmacht und wie man verhindert, dass er weder steril, noch schlichtweg verwahrlost ausschaut. 😉

    Liebe Grüße
    Anne

  • Reply
    Frau Piepenkötter I 10 Dinge für den September und Review August
    31. August 2017 at 20:48

    […] 1.Den zweiten Teil vom Vorgarten fertigstellen. Nicht ganz. Erste Pflanzen sind gekauft, ein Plan gemacht, aber leider dominiert immer noch ein mit Unkraut bewucherter Erdhügel das Bild. Dafür haben wir eine andere Baustelle vorgezogen. Den zukünftigen Küchengarten. Mehr dazu lest ihr hier. […]

  • Reply
    Sassi
    5. September 2017 at 17:35

    Hey, leider habe ich keinen Tipp parat, da wir auch nur eine kleine Wohnung aktuell besitzen. Ich verfolge die Entstehung aber super gerne mit, da wir in 2-3 Jahren auch noch einmal bauen möchten in der Lüneburger Umgebung. Ich selbst bin auf nem Dorf aufgewachsen und kann dich absolut verstehen, dass man zwar einen Garten zum Grillen etc. braucht!!!, aber jeden Tag dort ackern zu müssen, dann doch zuviel Arbeit ist. 🙂 Ich bin echt gespannt wie es bei euch weiter geht. Und habe mir deinen Blog gleich fix abgespeichert.

    Ganz ganz liebe Grüße aus dem schönen Lüneburg ans Steinhuder Meer
    Sassi von Harmoni Fotografi

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      5. September 2017 at 18:00

      Schön, dass du hier bist! 😉

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