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Lieblingsbuch: “Schluss mit Muss” von Tanja Mairhofer

Schluss mit Muss

 

Heute habe ich mal keine Schmonzette für euch. Heute hab ich was besonderes. Das Teil hab ich gesehen und gewusst: Das muss ich haben! Für mich. Und für euch. Denn ich glaube, etwas das uns alle hier verbindet, ist, dass wir viel zu oft müssen müssen. Oder eben glauben, müssen zu müssen. Die komplette Ablage vorm Urlaub erledigen, das Haus noch auf Hochglanz bringen, das Geschenk für die Klassenlehrkräfte fertigstellen und und und. Damit ist jetzt Schluß, sagt Tanja Mairhofer,  oder wie ich sagen würde: Feierabend!

“Schluss mit Muss”

Statt knackiger Tierärzte oder süddeutscher Weinbauern habe ich also heute Tanja Mairhofer für euch im Gepäck. Und ihr Faultier. Und auch wenn in diesem Buch keiner gepackt und ins Schlafzimmer getragen wird, so kann ich euch doch sagen: Gepackt hat die mich! So sehr, dass ich mich in den Instagramstories gerade noch so zurückhalten konnte, euch nicht in guter alter Erzieherinnenmanier vorzulesen.

Die Geschichte:

So wirklich eine Geschichte gibts hier eigentlich gar nicht, und dann irgendwie doch,  denn “Schluss mit Muss” steht in einer anderen Abteilung der Stadtbücherei als das was wir hier so im Normalfall unter die Lupe nehmen. Dieses Buch steht bei den Ratgebern. Ganz hinten. Ganz außen. Ganz einsam. Ganz allein. DENN:  “Schluss mit Muss” ist gar kein Ratgeber!! Im Gegenteil. Dieses Buch,  meine Lieben, ist der erste echte “ANTI RATGEBER”! Ein Buch, dass euch eben nicht sagen will, wie der Hase läuft und warum ihr da nicht mithalten könnt.

Was ihr erwarten dürft:

Ich schwöre euch, wenn ihr auch nur ein bisschen so tickt wie ich, dann werdet ihr Tränen lachen. Und ihr werdet denken und im Zweifelsfall auch laut ausrufen: “JAAA! Genau!!!” Denn Tanja Mairhofer pflügt ehrlich und schonungslos durch die großen Baustellen meiner Welt. Haushalt, Körperform, Männer die mir die Welt erklären wollen, ambitionierte Vorstadtmuttis, die Karriere und noch viele Themen mehr werden da angefasst wo es weh tut  und Tanja erzählt nachvollziehbar und zeitweise im Bauarbeiterjargon aus ihrem Erfahrungsschatz und welche Haltung sie im Bezug auf diese Themen jetzt inne hat. Die Erfahrungen nicht immer gut, aber fast immer unterhaltsam und eine Haltung die ich dringend zur Nachahmung empfehle.

Manche Themen können für den ein oder anderen evtl. auch Horizont erweiternd sein, denn, wer Selbstreflektion nicht für neumodischen Schnickschnack hält, kann sich vielleicht auch mal auf der “Täterseite” als ungebetener “Rat-Schläger” erkennen. Ewig auf der Suche nach dem perfekten Partner für die eigentlich sauglückliche Singlefreundin? Schon mal ungefragt Tipps zur Familienplanung an die Kollegin adressiert? Tja, in dieser Hinsicht gilt das gute alte Piepenköttersche Familienmotto: “Wer im Glashaus sitzt, der soll im Keller scheißen!” Tanja Mairhofer beweist gutes Gespür für die Problematiken meiner Generation und ruft dazu auf, den zwischenmenschlich mal nicht nur den Gürtel, sondern den obersten Knopf gleich mit auf zu machen. Wer gut unterhalten werden will und einen Denkanstoß für ein entspannteres Leben sucht, landet mit diesem Buch einen Volltreffer. Und wenn ihr das jetzt alle brav lest und am Ende mitmacht, dann haben wir bald alle unser Anspruchskorsett gegen die Jogginghose getauscht und am Ende wird alles gut. Oder zumindest besser.

Ganz hervorragend fand ich übrigens auch, dass auf dem Cover des Buches ein großer gelber Stinkefinger prankt. Da hab ich im Bikini am Nordseestrand gelegen und wer mich blöd angeguckt hat, wusste gleich, was Phase ist! Ha!!! Auch deshalb leg ich euch das Buch wärmstens ans Herz. Es ist ja manchmal die gesamte Performance, auf die es ankommt, nicht wahr? Wer es kaufen möchte kann es gern direkt hier tun. ( Das ist ein Amazon  Affiliate Link, der euch nichts kostet, aber mir ne kleine Provision einbringt, die ich dann wieder flux in Bücher investieren kann. Ihr könnt aber natürlich auch den lokalen Buchhandel mit eurer Anfrage betrauen. Danke!)

Liebste Grüße,

Vanessa

P.S.:Vielen Dank an den ZS-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars nach meiner aufgeregten Anfrage 😉

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1 Comment

  • Reply
    Claudia
    6. Juli 2017 at 08:02

    Kommt gleich auf die Ferienleseliste

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