Kuchen, Crumble, Kekse...

*Operation gelungen! Patient tot, aber lecker: Schokoladenbuchteln!

Ich hatte es hier ja bereits angekündigt: Ich habe gebacken! Und da ich hier davon erzähle, könnt ihr davon ausgehen, dass es einigermaßen gelungen ist. Aber alles schön der Reihe nach:

Ich lese gern Zeitschriften. Ich HORTE Zeitschriften (phasenweise auch Zeitung) . Ich liebe es, mich Freitag nach Feierabend mit ner Zeitschrift und nem Kaffee aufs Sofa zu hauen oder am Küchentisch zu sitzen. Hach… Das einzige Problem ist, dass ich zurzeit selten tatsächlich Freitags am Nachmittag Feierabend habe. Da ist der Job, Personalmangel, Kindertermine, meine Langzeitfortbildung zur Fachwirtin für Kindertageseinrichtungen- das Leben eben. Und so kommt es, dass ich viele Zeitschriften horte, aber einige von ihnen nicht mal überfliege. Und schon garnicht koche ich die vielen tollen Gerichte, die ich dank Mutti– und Deli-Abo so “angeliefert” bekomme.

Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber dieses viele “gewollt, doch nicht gekonnt” deprimiert mich und selbst die schönsten Rezeptzeitschriften sind unnütz, wenn man die Rezepte nicht umsetzt.
Also hab ich mal in dem Fach für Zeitschriften gewühlt und hab alle Muttis, Delis und die Ausgaben der “Mit Liebe” mit weihnachtlichem Bezug rausgesucht (und natürlich das StarWars-Kochbuch, denn im Dezember gehts da ja weiter)  und hab alle Rezepte  der Kategorie “Das will ich unbedingt essen-Dringlichkeitsfaktor extrem hoch” rausgesucht, aufgeschrieben und anschließend in “Vorspeise”, “Hauptspeise”, “Nachspeise”, “Backen” und “Kartoffelsalat” kategorisiert (der geneigte Leser erkennt schon hier, wie das Menü am 24.12. bei Piepenkötters aussehen wird).

Diese Rezepte möchte ich im Dezember “abbarbeiten”, wobei es an der ein oder anderen Stelle Dopplungen gibt und ich mich hier für EIN Rezept entscheiden werde. By the way: Wie oft will sich “die Ente” eigentlich noch neu erfinden?

An den Start gegegangen sind am 1.Advent Schokobuchteln mit flüssigem Kern aus der Deli Ausgabe 4/2014. Die ganze Geschichte war ja recht kurzfristig und  dieses Rezept qualifizierte sich als Erstlingswerk ganz schlicht dadurch, dass ich alles im Haus hatte. Außer Know-how.

Rezept

Für die Füllung braucht ihr…

90g Kuvertüre (laut Originalrezept dunkle Kuvertüre, ich habe Vollmilch-Kuvertüre genommen)
75 ml Schlagsahne

Für den Hefeteig braucht ihr…

20g Hefe
50g Zucker
125ml lauwarme Milch
240g Mehl
10g Kakaopulver
1 TL abgeriebene Orangenschale
2 Eigelb
1 Pck. Vanillezucker
50g weiche Butter

Für die Form und die “Nachbehandlung” braucht ihr…

40g Butter
1 EL brauner Zucker

So gehts….

1. Als erstes bereitet ihr die Füllung zu. Dafür müsst ihr die Sahne erhitzen und dann die Kuvertüre fein hacken und darin auflösen. Ist das getan, sind wir alle ja schon semiprofessionelle Backprofis und haben soeben “eine Ganache” hergestellt. Nennen wir jetzt auch weiter so, klingt nämlich viel professioneller als “Schoko-Sahne-Dings-Gemisch für die Füllung”. Wenn die ganze Masse erkaltet ist, muss sie eingefroren werden.

Tipp aus der Versuchsküche: Die Angabe im Originalrezept gibt eine Gefrierzeit von 45 Minuten an. Meine Ganache war da aber noch zu flüssig und da mir die Zeit fehlte um abzuwarten (gut, dass ist vielleicht generell nicht meine Stärke) habe ich sie sozusagen semifreddo in den Buchtelteig gehüllt und ein Großteil lief während des Backens raus. Beim nächsten Mal werde ich die Ganache einfach am Vortag vorbereiten und über Nacht einfrieren. Benutzt habe ich dafür schon dieses Mal eine Eiswürfelform. Nen ganzen Topf krieg ich niemals nie ins Gefrierfach.

2. Für den Teig müsst ihr ein bisschen von der Milch und den Zucker mit der zerkrümelten Hefe verrühren. Alle weiteren Zutaten bis auf die Butter hinzufügen und 2 Minuten zu einem Teig verkneten. Als nächstes die Butter in Stücken dazu und 3 Minuten weiterkneten. Dann muss der Teig 1 Stunde gehen. (——-> tariflich vereinbarte Pause mit Kaffee für die/den Backende(n)
3. Pause zuende? Den Schokoteig noch einmal gut durchkneten und in sechs gleichgroße Teigstücken teilen. Diese Teigstücke müsst ihr nun plattdrücken und in der Mitte eine von den Ganache-Kugel (oder den Würfel) aus dem Tiefkühler platzieren. Nun müsst ihr den Teig so zusammenbasteln (man verwendet hier wohl richtier Weise das Verb zusammenschlagen) , dass daraus eine Kugel mit der Ganache (schon wieder….wäre ja auch schön, wenn ich für die Erwähnung jedes Mal nen Euro kriegen würde) mittendrin wird. Diese Kugeln werden dann in eine feuerfeste, eingefettete Form (ich hab ne kleinere Auflaufform genommen) gesetzt und dürfen sich nochmal 20 Minuten miteinander aklimatisieren. In der Zeit könnt ihr den Ofen schon mal auf 200 rad (Umluft 180 Grad) vorheizen.
Alles was an Butter jetzt noch nicht verbacken ist, aber auf der Zutatenliste steht, kann jetzt getrost eingeschmolzen werden. Damit bestreicht ihr die Buchteln und streut den braunen Zucker drüber bevor sie in den Ofen kommen.

4. Jetzt müsst ihr euch die Reste der Ganache von den Fingern lecken und euch damit abfinden, dass die längsten 20 Minuten eures Lebens beginnen.

Die Redakteure der Deli empfehlen dazu Vanillesoße und/oder Cranberry-oder Sauerkirschkompott. Ich hatte weder noch im Haus, werde aber das nächste Mal wohl zu Kirschen greifen, denn ein bisschen fruchtig-sauer stelle ich mir zu diesem geballten Süß echt lecker vor. Lecker waren sie aber auch so ganz ohne was. Und ich freu mich wie Bolle, dass ich mal wieder was Neues probiert hab.

Vielleicht habt ihr ja auch mal Lust auf diese heißen Teilchen oder ihr habt nen Protipp für mich, wie ich klebrigen Hefeteig bändigen kann?

Ich würd mich freuen,

Vanessa

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2 Comments

  • Reply
    Jana
    3. Dezember 2016 at 23:18

    Ich horte auch Koch- und Backzeitschriften und habe gefühlt noch kein einziges Rezept daraus ausprobiert, weil es einfach sooooo viele sind! Und im Internet finde ich auch dauernd neue Rezepte, die ich ausprobieren möchte. So wie deine Schokobuchteln mit flüßigem Kern! Schon bei dem Gedanken daran bekomme ich Hunger…

  • Reply
    Frau Piepenkötter
    4. Dezember 2016 at 19:46

    Damm einfach ran an den Feind! Ich bin froh, dass ich jetzt schon mal ein paar Rezepte probiert habe. Man neigt ja, gerade mit Familie, dazu , immer wider zu den Klassikern zu greifen und probiert sich irendwann kaum noch aus. Damit mach ich jetzt Schluss! Liebe Grüße!

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