Unterwegs

Unterwegs auf dem Ostseeküstenradweg : Von Warnemünde nach Rerik! 1/4

Irgendwann mit Anfang Zwanzig, als wir alle Bock auf Urlaub, aber nicht alle usreichend Kohle hatten, kam ich mal auf die glorreiche Idee, man könnte doch Urlaub mit dem Fahrrad machen. Und obwohl wir jung waren und mein Freundeskreis zu einem Großteil aus Leistungssportlern (oder Wannabes) bestand, wurde dieser Vorschlag abgeschmettert. Aber die Idee blieb in meinem Kopf und schlug Wurzeln und ich holte sie, als die Kinder noch klein waren, wieder einmal hervor und schlug Niklas vor, mit den Kindern an der Ostsee auf dem Ostseeküstenradweg eine „Radwanderung“ zu machen. Auch bei ihm konnte ich damit nicht landen. Es war mir unbegreiflich!

Jetzt bin ich 37 und diese Idee wohnte immer noch in meinem Kopf. Sie teilte sich die Schublade „Dinge die ich nochmal tun möchte“ mit so tollen Ideen wie dem bereits einmal erwähnten „einen Wohnwagen renovieren“ und „einen Bulli-Roadtrip durch Italien machen“. Aber eins hat sich mittlerweile geändert, denn mittlerweile kenne ich Sandy und Sandy ist so ziemlich für alles zu begeistern. Auch für Radwandern an der Ostsee. Und so brachen wir am letzten Freitag auf um mit unseren Fahrrädern in zwei Etappen entlang dem Ostseeradweg von Warnemünde zum Timmendorfer Strand zu fahren.

Die Anreise: Von Wunstorf nach Rostock/Warnemünde!

 

Wir sind mit der S-Bahn nach Hannover und von da aus zum Hamburger Hauptbahnhof gefahren. Dank mehr als 30 Minuten Verspätug des Zugs aus Hannover nach Hamburg könnten wir leider unseren Anschlusszug nicht mehr erreichen und hatten einen unfreiwilligen Zwischenstopp in Hamburg. Aber ganz ehrlich? Es gibt schlimmere Orte um zu stranden. Also kurz aufs Rad geschwungen, am Hotel Atlantik vorbei geradelt und an der Alster abgelegt, bis der nächste Regionalexpress nach Rostock fuhr. Ärgerlich war allerdings, dass wir meine liebe Freundin Maren in Rostock treffen wollten und das nicht mehr möglich war, nach dem sich unsere Ankunftszeit auf fast 23 Uhr verschoben hatte. Wir wollten ja morgens früh los! Also habe wir Maren schweren Herzens abgesagt und ihr gedanklich in Rostock zugewunken.

 

Zwangspause an der Alster

Wer sich für interessante bis skurrile Bekanntschaften erwäremen kann, dem kann ich den Regionalexpress von Hamburg über Schwerin nach Rostock nur ans Herz legen. Wir waren dank unserer Mitreisenden immer bestens unterhalten. In Rostock angekommen kauften wir schnell noch Fahrradkarten für die Stadtbahn und schwups waren wir schon in Warnemünde/ Werft. Von da aus war es mit Rad nur noch ein Katzensprung zu unserer ersten Übernachtungslocation.

Die Jugendherberge Warnemünde

Jugendherberge Warnemünde

DieJugendherberge Warnemünde war für uns als Startpunt für die Radtour auf dem Ostseeküstenradweg optimal gelegen, da sie quasi selbigem direkt gegenüber liegt. Die Übernachtungskosten waren moderat, die Zimmer sauber und das Team der Jugendherberge sehr freunlich und zuvorkommend. Wir könnten uns am morgen noch mit einem leckeren Frühstück stärken und um halb neun saßen wir auch schon hochmotiviert im Sattel.

Los gehts! Auf dem Ostseeküstenradweg von Warnemünde nach Rerik!

Der Start!

Am eigentlichen Radweg in weniger als einer Minute angekommen, mussten wir natürlich erst einmal den Strand auschecken und der Ostsee kurz „Hallo“ sagen. Mecklenburg-Vorpommern wartete mit bestem Radfahrer-Wetter auf: Sonnig, trocke und nicht zu warm. Und der Blick. Hach.

Die Ostsee bei Warnemünde

Auf gehts! Der Ostseeküstenradweg von Warnemünde nach Kühlungsborn!

Die Strecke von Warnemünde nach Kühlungsborn bestach durch ihren umwerfenden Ausblick. Du fährst gemütlich parallel zum Meer und kannst die Brandung hören, das Meer riechen und guckst über Heckenrosen hinweg ins Blaue. Genial!

Atemberaubender Blick vom Rad auf die Ostsee.

 

 

Auf dem Weg von Warnemünde nach Kühlungsborn!

Wunderschön anzusehen waren hier auch absolut die Küstenwälder. Da schoben wir ehrfürchtig die Räder durch und fühlten uns tatsächlich ein bisschen wie im Zauberwald.

Der Küstenwald zwischen Warnemünde und Kühlungsborn!

 

Ein Stück weiter auf unserer Strecke kamen wir nach Heiligendamm und ich freute mich wie nen Keks, dass ich direkt am Anfang des schönen Ortes schon an der Espressobar nen großen Cappucino abgreifen konnte. Heiligendamm gefiel mir total gut, da es, zumindest an diesem Morgen, nicht so überlaufen war und so wunderschöne Häuser zu finden waren. Ich hab direkt ein Objekt ins Herz geschlossen, welches der Gatte mir zu Weihnachten schenken kann. Wenn er doch endlich der Chip for my inner Joanna seien könnte! (Fixer Upper)

 

Bei Heiligendamm.

 

Ein kleiner Stop an der Strandbar gefällig?

Begünstigt durch das gute Wetter und das Motivationshoch durch Meerblick kamen wir schon viel eher als gedacht in Kühlungsborn an. Geplant wäre gegen Mittag gewesen, es war aber erst halb Elf. Also beschlossen wir kurzerhand einfach weiter zu fahren. Nach Rerik.

Das hat sich im Nachhinein als weise Entscheidung herausgestellt, denn kaum waren wir in Rerik angekommen, fing es an zu regnen.  Wir nutzen die Zwangspause um uns im Restaurant Montalbano aufzuwärmen und bei Salat und Pizzabrot den Regen abzuwarten, bevor es den Rest des für den Samstag eingeplanten Pensums in die Hansestadt Wismar ging.

Der Weg nach Wismar führte uns durch süße Dörfer an der mecklenburger Ostseeküste und Wismar ist ein Knaller für sich, aber dazu dann mehr im nächsten Post. Was mich an dieser Stelle mal interessieren würde:

Habt ihr vielleicht auch Interesse an Details wie z.B. wie wir die Route geplant haben, Tipps und Tricks für eure Jungfernfahrt, die Kosten oder welche Ausrüstung uns viel genutzt hat, was überflüssig war und was wir schmerzlich vermisst haben? Dann sagts mir doch bitte  und ich schreibs euch auf.

 

Liebste Grüße,

Vanessa

 

 

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4 Comments

  • Reply
    Unterwegs auf dem Ostseeküstenradweg: Von Wismar nach Boltenhagen! 3/4 | frau-piepenkoetter.de
    8. Juni 2017 at 20:32

    […] bisher geschah findet ihr hier: Teil 1 und Teil […]

  • Reply
    Unterwegs auf dem Ostseeküstenradweg: Am Ziel am Timmendorfer Strand! | frau-piepenkoetter.de
    9. Juni 2017 at 22:10

    […] bisher geschah: Teil 1, Teil 2 und Teil 3 unserer Radtour findet ihr […]

  • Reply
    Frau Piepenkötter: Zwischenstand der Bucketlist für 2017
    14. Juni 2017 at 05:54

    […] ein langes Wochenende Radwandern an der Ostsee […]

  • Reply
    Bucketlist und Review: 10 Dinge für den Juli! | frau-piepenkoetter.de
    30. Juni 2017 at 23:43

    […] quasi die Ereignisse. Kommt aber noch! Wer die Blogposts zur Radtour verpasst hat, fängt am besten hier […]

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