D.I.Y./ Drinnen/ Wohnen

Schnelles Upcycling-Projekt: Traumfänger aus Omas Häkeldeckchen!

Dreamcatcher aus Omas alten Platzdeckchen

Mein 100.Blogpost auf diesem Blog ist dann auch offziell mein erstes Projekt in Sachen Upcycling. Und ich weiß gerad nicht, was ich krasser finde. Das ich schon 100 Blogposts geschrieben habe, oder das ich eine Upcycling Idee gehabt und umgesetzt habe, die mir tatsächlich ausgesprochen gut gefällt. Aber für euch jetzt mal von Anfang an:

In den Sommerferien haben wir, unter anderem, den Wohnzimmerschrank meiner Oma verschrottet. Sie zieht nach 40 Jahren in ihrer Mietwohnung in etwas Kleineres und Seniorengerechtes. Die massive Schrankwand, die es quasi etwas länger gibt als mich und die nicht minder gut in Schuss war, passt nicht mehr in die neue Wohnung und überhaupt, will man ja nicht auf dem 90. Geburtstag die Schnapsgläser aus dem selben Schrank holen, wie auf dem 50.. Somit musste jetzt, wo der letzte große runde zweistellige Geburtstag weniger als ein Jahr hin ist, was Neues her und die Familie versammelte sich um das alte Ungetüm in Gelsenkirchener Barock abzuwracken.

Vor dem Auseinandersägen und abtransportieren stand aber noch eine spannende, wenn nicht die spannenste Aufgabe an: Ausräumen!

Tatsächlich war das innere des riesigen Möbels eine Art Zeitkapsel und je tiefer wir darin wühlten, um so tiefer drangen wir in die letzten vierzig Jahre meiner Familie vor. Dinge aus der Zeit, als mein Vater und seine Schwester noch Kinder waren, Atlanten von 1949, der Schulatlas meines Cousins aus den 80ern, Bommelunder-Piekser von wilden Partys in den siebziger Jahren. Bücher, Bilder, Bildbände, alte Kameras und Porzellan.

Wer mich kennt weiß, dass ich mich a) für so etwas sehr begeistern kann und b) ich bei 90% dieser Dinge auch wenn ich sie nicht direkt gebrauchen kann, zumindest nicht will, dass sie wegkommen. Dann nehm ich sie lieber mit. So geschehen bei zwei Schubladen, einem Satz Goldrand-Geschirr, einer Warmhaltekanne aus den 60ern, einem Teakholztablett, den alten Kameras und Atlanten sowie einem ganzen Haufen Tischdecken. Und Deckchen.

DIY Dreamcatcher I Traumfänger

Ihre Tischwäsche hat meine Oma zum größten Teil für ihren quadratischen Esstisch selbstgenäht. Und darüber hinaus gab es eben noch einen ganzen Haufen feine, gehäkelte Tischdeckchen und Untersetzer.

Als wir die Häkeldeckchen aus dem Schrank holten, merkte man meiner ansonsten so toughen Oma schon ein bisschen Sentimentalität an. Was da nicht für Zeit investiert worden war, diese Deckchen zu häkeln. Und jetzt wolle sie keiner mehr haben und keiner würde sie sich noch hinlegen. Als ich fragte, ob ich denn welche haben dürfte, freute sie sich und sagte, ich könne mir nehmen, so viel ich will. Fünf Stück wanderten dann in meinen ohnehin schon vollen Karton und letzte Woche habe ich endlich den Upcycling Plan umgesetzt, den ich schon hatte, als ich die Deckchen zum ersten Mal sah.

Dreamcatcher Blog Frau Piepenkötter

Upcycling Projekt: Ein Dreamcatcher aus Omas Häkeldeckchen

Das brauchst du:

1 Häkeldeckchen

1 Metallring oder Bambusring das vom Durchmesser etwas größer ist, als das Deckchen (z.B. diese von Rayher)

festes Garn (z.B. dieses hier)

Bänder oder Fäden. Ich habe Spaghetti-Garn von Hooked genommen, wie dieses hier.

Das wars schon. Dann einfach die Decke im Metallring befestigen (und ein bisschen spannen) und oben ein Band zum Aufhängen festmachen. Unten einfarbige oder bunte Bänder auf Länge schneiden und anknoten. Fertig!

Traumfänger selbstgemacht

Wer will kann natürlich die Deckchen noch einfärben, Satin- und Chiffonbändchen dranhängen oder so, aber mir gefallen sie so schlicht, wie Oma sie gehäkelt hat, am besten. Mit dem kleinen Upgrade. Und wem Oma keins der Deckchen abgibt oder wer eben diese unwissender Weise schon entsorgt hat, der schaut einfach mal auf dem nächsten Flohmarkt etwas genauer hin. Da verkaufen ja manche Menschen wahre Schätze ohne deren kreativen Wert zu erahnen 😉

Traumfänger Blog Frau Piepenkötter

Für mich haben sie darüber hinaus aber ganz klar noch einen ideellen und sentimentalen Wert. Omas Häkeldeckchen hängen nun im Haus und mitten in unserem Leben. Vielleicht nicht so, wie man sich das bei Häkeldeckchen so vorstellt, aber sie haben ihren dekorativen Nutzen und sind ganz einfach präsent. Wir können uns jetzt noch weiter daran erfreuen und Oma ist glücklich, dass all die Arbeit nicht umsonst war. Ich mag das sehr. Vielleicht mögt ihr das ja auch.

Liebste Grüße,

Vanessa

P.S.: Die Produktlinks in diesem Blogpost sind sogenannte Affiliate-Links. Das heißt, dass ich für den Kauf eine kleine Provision bekomme, euch aber keine Mehrkosten entstehen. Vielen Dank!

Merken

Merken

Merken

You Might Also Like

5 Comments

  • Reply
    Alexandra
    28. August 2017 at 00:21

    Total schön😍 Tolle Idee! Liebe Grüße, Alexandra

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      28. August 2017 at 18:22

      Ich freu mich, dass es dir gefällt 😉 Liebe Grüße!

  • Reply
    clara
    28. August 2017 at 12:09

    Frau Piepenkötter.. ich dachte Sie hätten schon das Klöppeln angefangen! Da bin ich aber froh, dass ein eine upcycling Idee war, sonst hättest Du zum Geburtstag soein Donut für den Dutt bekommen (äh mit welchem Haar eigenentlich – ach egal)
    Ich schick Dir liebste Grüsse
    Claretti

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      28. August 2017 at 18:21

      Ja, Dutt und Spitzenkragen fehlen mir noch, aber Pfusch ist und bleibt meine Kernkompetenz 😉 Äh, basteln!

  • Reply
    Jessica
    29. August 2017 at 22:12

    Ich bin auch Typ “Ich nehm das mit, bevor es weggeschmissen wird” 🙂 Die Deckchen sind total hübsch! Tolle Idee, davon die Traumfänger zu basteln!
    Liebe Grüße aus Bremen!
    Jessica

  • Leave a Reply

    *