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Lasst uns anfangen: Schmonzetten für die Weihnachtszeit

Frau Piepenkoetter I Weihnachtliche Schmonzetten

Manchmal kriege ich Nachrichten von euch, die mich irritieren. Nachrichten die mir zu einem Mut gratulieren dieses oder jenes öffentlich zuzugeben. Darum geht es aber nie um Dinge, bei denen ich das Gefühl habe, Mut dafür zu brauchen. Die Akne zum Beispiel. Warum sollte es mich Mut kosten, etwas zuzugeben, das man mir doch auf den ersten Blick ansieht? Es wird den Leuten nicht erst bewusst, dass ich Pickel habe, in dem ich es auf dem Blog schreibe. Das Einzige das sich dadurch ändert, ist die Barriere zwischen euch und mir zu diesem Thema. Man spricht ja der Höflichkeit wegen niemanden an, wenn man Fragen zu seinen Pickeln oder der Aknetherapie hat. Aber wenn der jenige darüber spricht, geht es plötzlich. Das finde ich gut.

Etwas, was in meinen Augen noch viel widersinnger ist, ist die Tatsache, dass mir Menschen sagen , wie sympathisch sie es finden, das ich so mutig und ehrlich bin und zugebe Schmonzetten zu lesen. WHAT?

Mal ohne Spaß, Kinners! Ich lese Schmonzetten. Das sind keine indexierten Pornos! Und das setzt auch in keinster Weise meinen Intellekt herab oder lässt eine grundsätzlich eher niedere Ansiedlung desselbigen vermuten. Ich lese Schmonzetten (und btw. sehe kein Fernsehen), weil das meine Alltagsauszeit ist. Schmonzetten sind leicht und unterhaltsam. Sie verstören nicht, sie fordern nicht.  Ich finde es tausendmal intelligenter eine Schmonzette ( oder 1000) zu lesen, als sich abgehalfterte Modells anzusehen, die als augenscheinliche Experten auf ihrem Gebiet das Selbstwertgefühl junger Frauen vor Millionen Publikum herabwürdigt.  Ich habe aber noch nie jemanden gehört, der sagte „Du bist aber mutig, dass du einfach so zugibst Germanys next Top Model zu gucken!“.

Und tatsächlich bekomme ich so unglaublich viele Nachrichten von euch mit der Bitte um Buchempfehlungen etc.  das ich mich schon Anfang November aufs literarisch-romantische Glatteis gewagt habe.

Lange Rede, kurzer Sinn, ich habe ein paar neue Schmonzetten für euch auf Lager. Romantische Komödien auf Papier gedruckt, mit denen ich hier ganz offiziell die Weihnachtszeit einläuten möchte. Also, los!

Schmonzetten für die Weihnachtszeit

Jedes Jahr, wenn es auf Weihnachten zu geht (also in meiner Zeitrechnung ab September) durchsuche ich the whole internet nach neuen Weihnachtsschmonzetten. Weihnachten darf es auch bei mir, gern mal ein büschn Kitsch mehr sein. Da lass ich mich auch von einem gruseligen Cover und einem klebrigsüßen Titel nicht abhalten. Nachdem ich in den letzten Jahren immer größere Probleme hatte noch etwas zu finden, dass ich nicht entweder schon gelesen habe oder das so „tragisch-dramatisch“ ohne die lustige Komponente ist, habe ich mich in diesem Jahr gefreut, dass zumindest drei weihnachtliche Schmonzetten bei meiner Recherche herauskamen, die ich als Bank bezeichnen würde. Heißt: Drei Autorinnen kannte ich bereits und mag ihre Bücher sehr. Hier sind ihre Bücher:

 

„Weihnachten mit dir!“ von Debbie Johnson

Schon im September habe ich euch mit an die Küste Dorsets genommen. Dort haben wir Laura und Matt und das Comfort Food Hotel kennengelernt. Am Rande dieser Geschichte tauchte immer mal wieder, via Telefon und Instagram, Lauras Single-Schwester Becca auf. Und diese bekommt nun mit „Weihnachten mit dir“  (*)ihr eigenes Buch.

Becca überwindet ihre tief verwurzelte Abneigung gegen Weihnachten um mal wieder ihre Schwester inklusive deren Kinder zu treffen und sich ein besseres Bild vom neuen Mann in Lauras Leben machen zu können. Also, ab nach Dorset! Um dort trotzdem etwas weihnachtsfreie Privatsphäre zu haben, wohnt sie nicht bei Laura, sondern in der Wohnung der legendären Cherrie Moon, direkt über dem Comfort Food Cafe. Womit Becca nicht rechnet: Sie verliebt sich. In das Cafe, das Dorf, die Menschen und ein bisschen vielleicht auch in den unsteten Surfer Sam. Zu blöd das sie keine Beziehung mehr möchte. Oder vielleicht doch?

Wer „Frühstück mit Meerblick“ mochte, wird hier auch nicht enttäuscht werden. Schön, dass auch wieder so viele bekannte Gesichter vorbeischauen.

Frau Piepenkoetter I WeihnachtsschmonzettenF

„Sternenwinternacht“ von Karen Swan

Ein bisschen mehr dramatisch-tragisch (und auch zahmer) und mit durchaus nicht absehbarem Verlauf bzw. Ausgang kommt Karen Swans neuer Roman daher.

In „Sternenwinternacht“ (*)verliert die erfahrene Snowboarderin Meg kurz vor der Hochzeit ihren Verlobten durch einen tragischen Unfall. Als sie, eingeschneit in ihrer Hütte in den Bergen, versucht einen Notruf abzusetzen um ihren Verlobten im Schneesturm vermisst zu melden, gelingt ihr aus Unwissenheit etwas, was tausend andere Funker vergebens versuchen: Sie nimmt Kontakt zur ISS. Astronaut Jonas empfängt ihren Hilferuf und leitet ihn weiter. Nur leider kommt für Megs Verlobten jede Hilfe zu spät. In den folgenden Wochen, in denen Meg in ihrer Trauer zu versinken droht, kommt es immer wieder zu Funkkontakt zwischen den beiden, während des kurzen täglichen Zeitfensters in dem die ISS in Reichweite ist. Durch ihre Gespräche und die Emails die zwischen Raumstation und Blockhütte hin und her gehen kommen die zwei sich menschlich näher. Sehr nah. Als Jonas wieder auf die Erde zurückkehrt bricht Meg jedoch den Kontakt plötzlich ab.

Dieses Buch ist ein ganzes Stück dicker, als die handelsübliche Schmonzette und so richtig viel „sexy Content“ sucht man vergebens. Das macht der Schinken aber mit der etwas komplexeren Handlung wett. Das macht es auch ein ganzes Stück spannender, denn hier gibt es noch Nebenhandlungsstränge, die es zu entwirren gilt. Wer Gefallen an diesem Buch findet, kann auch noch mal bei Karen Swans bisherigen Romanen schauen. Viele davon sind passende Weihnachtsliteratur. Ganz besonders „Ein Geschenk von Tiffany“, „Winterglücksmomente“, „Winterküsse im Schnee“, „Ein Weihnachtskuss für Clemetine“ und „Ein Geschenk zum Verlieben“ (*)(mögliche Reihenfolge findet ihr hier).

 

„Lichterzauber in Manhattan“ von Sarah Morgan

Ich möchte glauben, dass es keinem entgangen ist, dass die Schmonzettis für ALLE Bücher von Sarah Morgan schwärmen. Für alle. Den Anfang machte bei mir die Reihe um die drei Brüder in Snow Chrystal und das steht, Utopie hin oder her, immer noch auf meiner Travel-Bucketlist ganz ganz oben. Wenn ihr die lesen wollt, startet ihr am besten mit „Winterzauber wider Willen“ (*).

„Lichterzauber in Manhattan“ (*)ist der dritte Teil der Manhatten-Reihe um drei Freundinnen in New York. Während die ersten zwei Freundinnen schon bei „Schlaflos in Manhattan“ (*) und „Ein Sommergarten in Manhattan“ (*) „an den Mann gebracht“ wurden, ist nun die hübsche aber unsichere Eva dran.

Als Langzeitsingle fühlt sie sich zwischen den glücklichen Paaren in ihrem Freundeskreis etwas unwohl. Vor allem zur Weihnachtszeit. Da sie keine Familie mehr hat, macht sich in ihr das Gefühl breit, das ihre Freunde sich genötigt fühlen, ihr an zu bieten mit ihnen zu feiern. Umso mehr freut sie sich, als sie ihre Agentur den Auftrag einer älteren, geschätzten Kundin erhält, die Wohnung ihres Enkels weihnachtlich aufzuhübschen, während dieser sich irgendwo ausserhalb New Yorks eingeigelt hat um einen blutrünstigen Thriller zu schreiben. Denkt Eva zumindest. Doch plötzlich sieht sie sich mit dem Problem konfrontiert mit einem düsteren weihnachtshassenden Autor und einer ganzen Wagenladung Weihnachtsgedöns inlusive meterhoher echter Tanne in einem New Yorker Penthouse eingeschlossen zu sein. Eingeschneit an Weihnachten. Ist das jetzt Fluch oder Segen?

Sarah Morgan schreibt wie immer unterhaltsam und sexy. Auch hier trifft man alte Bekannte wieder und Eva und Lucas haben beide ihr Päckchen zu tragen und belegen schön das alte Sprichwort „Gegensätze ziehen sich an“!

 

So, jetzt mach ich hier aber erstmal Schluß, denn ich hab ja drei neue Schmonzetten auf dem Nachttisch, die gelesen werden wollen. Auch Weihnachtsschmonzetten. Wenn ihr die dann auch auf dem Blog lesen wollt, macht doch mal PIEP 😉

Liebste Grüße,

Vanessa

 

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Vielen Dank an Randome House für die Bereitstellung von Rezensionsexemplaren („Weihnachten mit dir“ und „Sternenwinternacht).

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4 Comments

  • Reply
    Die Rabenfrau
    19. November 2017 at 20:27

    Ich oute mich auch als Schmonzettenleserin! Sofabücher nenne ich die immer. Danke für die Weihnachtsbücher-Tipps, habe schon einige in meinem Stapel ungelesener Bücher (die lese ich erst im Advent!), der nun wohl noch anwachsen wird!
    Grüßle
    Ursel

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      19. November 2017 at 20:49

      Viel Spaß mit deinem Stapel ❤️

  • Reply
    Birgit G.
    19. November 2017 at 20:47

    Viel Spaß beim Lesen und PIEP!
    🙂
    LG, Birgit

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      19. November 2017 at 20:48

      Ach schön, da freu ich mich ich mich! Lesen mit Auftrag😉

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