Ich schenke euch einen Gedanken zu Weihnachten!

Frau Piepenkoetter Gedanken zur Weihnacht

Der 18.Dezember. Der Countdown läuft. Die Uhr tickt. Nicht mehr lange und all überall auf der Welt gehen die Lichter am Weihnachtsbaum an, man überreicht sich Geschenke und schlägt sich den Bauch mit wundervollem Festtagsessen voll. Oder?

Wäre ich eine bessere Köchin oder Bäckerin, würde ich euch heute vielleicht ein Weihnachtsmenü auf meinem Blog präsentieren. Tatsächlich habe ich am Freitag einen wirklich schon fast mehr als passablen Kuchen gebacken und wollte ihm gestern hier einen großen Auftritt schenken. Aber letztlich bin ich im fotografieren manchmal noch mittelmäßiger als im Kochen und Backen, im Gegenzug aber ne ganz große Nummer im Essen und so war der Kuchen leider alle, bevor ich merkte, dass ich bei den Bildern eine viel zu hohe Iso eingestellt hatte (bzw. diese noch eingestellt war) und sie somit unbrauchbar sind.

Worin ich aber, fernab der Küche, ganz gut bin, ist das Gedanken machen. Ich kann mir selbst und anderen ganz gut Gedanken in den Kopf pflanzen. Manche gehen gleich ein, manche wachsen sehr langsam, manche sehr schnell. Einige tragen Früchte und andere nicht.

Mit so etwas kannste natürlich kein Youtube-Tutorial machen oder einen Dawanda-Shop füllen. Mit Gedanken gehst du nicht auf den Kunsthandwerkermarkt und bringst sie an den Mann oder die Frau. Gedanken finden anders ihren Weg und Blogs sind vielleicht das, was dem Onlineshop für Gedanken am nächsten kommt. Nur ohne Kasse, Paypalkonto, Umsatzsteuernummer, Rückgabe und Garantie.

Gedanken zu verschenken!

Meine Gedanken schenk ich euch, weil ich glaube, dass ihr gute Menschen seid. Weil ich mir vorstelle, dass ihr diese Gedanken nehmt, sie dreht und wendet und mir am Ende sagt, was ihr davon haltet. Das ihr mir helft klarer zu sehen und manchmal vielleicht ich euch. Das ihr meine Gedanken in euren Köpfen behaltet und sie dort weiterwachsen, wie eure Gedanken  in meinem Kopf und das am Ende vielleicht manchmal etwas wirklich Gutes herauskommt (oder etwas saudämliches verhindert wird ;-)).

Der Gedanke um den es hier und heute geht, der kam mir letzten Donnerstag gegen 6 Uhr am Morgen.

Ich saß am Esstisch und durchstreifte das Internet auf der Suche nach Geschenken. Diese eine Sorte Geschenke, die trotz des all umfassenden Angebots im Netz schwer zu finden ist. Geschenke „für jemanden der schon alles hat“. Und dann schweifte ich dahin ab, wo man gedanklich viel zu wenig Zeit verbringt. Dahin, wo eben kein solcher Überfluss an allem vorhanden oder maximal einen Mausklick entfernt ist.

Frau Piepenkoetter Weihnachten

Denn während wir darüber nachdenken, ob wir denn auch wirklich GENUG Essen zuhause haben um die Weihnachtsfeiertage überstehen zu können, gibt es Menschen, die weder das eine  (genug Essen) noch das andere (ein Zuhause) haben. Die nicht darüber nachdenken, ob von irgendwas „GENUG“ da ist, da sich nicht mal wissen ob von diesem Irgendwas ÜBERHAUPT etwas da ist.  Und dann fielen mir wieder diese oftgenutzten/vielgelesenen Worte aus dem Buch „How the Grinch stole Christmas“ von Dr. Seuss ein.

 

Then the Grinch thought of something he hadn`t before!

„Maybe Christmas,“ he thought, „doesn`t come from a store.“

„Maybe Christmas…perhaps…means a little bit more!“

 

                       (aus "How the Grinch stole Christmas" von Dr. Seuss)

 

Das gewisse „Mehr“ an diesem Weihnachten

In diesem Jahr ist mir Weihnachten irgendwie inmitten des Lebens verloren gegangen. Und bislang fand ich es durch keine Playlist, Weihnachtsmarkt-Bummelei, kein Glas Glühwein, keine Deko und keinen Geschenkerausch wieder. Ich will dieses gute Gefühl für Weihnachten aber wiederhaben und ich mag den Gedanken, in Weihnachten mehr zu sehen, als nur den Konsumsupergau zum Jahresende. Dem Ganzen wieder ein bisschen mehr Sinn geben. Ich will keinem das Kaufen schöner Dinge absprechen (schon garnicht mir), aber vielleicht kann es da ja zusätzlich noch etwas geben. Das Mehr. Und weil ich mir dieses  „Mehr“ für mich und mein Weihnachten wünsche und weil ich meinen Kindern gern vorleben möchte, dass Weihnachten nichts ist, was in unmittelbarer Verbindung zum Kontostand steht, habe ich mich entschlossen diese Woche zu nutzen um auf unterschiedliche  Arten auf die, ihr habt es zwischen den Zeilen sicher schon erkannt,  immer größer werdende Zahl der wohnungslosen Menschen in Deutschland aufmerksam zu machen. Ich möchte eure Augen und eure Herzen dafür öffnen, will euch helfen zu helfen und will letztendlich selbst ganz kurz und schmerzlos ein bisschen „MEHR“ dazu tun, dass es anderen Menschen gut geht. Geht alles. Ihr werdet sehn.

Ihr dürft diesen Post als Samen sehen, den ich euch schenke und mit dem ich vorhabe, ihm in den nächsten Tagen zum Wachsen zu verhelfen. Ich hoffe er fällt bei euch auf fruchtbaren Boden!

Als nächstes stelle ich euch morgen ein ganz wunderbares, wenn auch bedrückendes Kinderbuch vor. Ich würde mich freuen, wenn ihr wieder dabei seid.

Liebste Grüße,

Vanessa

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1 Comment

  • Reply
    Andreas
    19. Dezember 2017 at 08:22

    Zuerst einmal: wer hat Dir denn gesagt, dass Du nicht fotografieren kannst? Okay, mal den falschen ISO-Wert erwischt, aber ansonsten sieht das hier doch alles sehr toll aus! In diesem Sinne wünsche ich Euch ein schönes Weihnachtsfest. Und mit Deinem Beitrag hast Du mich auf die Idee gebracht, noch mal selbst einen Artikel zu meinem neuen Brichbag zu schreiben. Ein tolles Projekt, das Obdachlosen in ganz Deutschland hilft. Wer es nicht abwarten kann, der schaut einfach mal auf http://www.brichbag.de – und kauft im Bestfall einen von diesen tollen, stabilen Rucksäcken.

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