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Wo gehts denn hier zur Wohninspiration?

Frau Piepenkoetter I Wohninspiration I Marion Hellweg I Hygge und So wohnen wir

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kann mein Mann voraussagen, dass zum Ende eines jeden Sommers der Renovierwahn in seiner Frau erwacht. Also, in mir. Und da ist es relativ egal, ob und wann ein Zimmer zum letzten Mal renoviert, umgeräumt und/oder aufgehübscht wurde. Wenn es auf den Herbst und dann den Winter zu geht, dann verlege ich meinen Veränderungsdrang nicht selten ins heimische Wohnzimmer.

Auch in diesem Jahr, den nun zweiten Herbst den wir im Bungalove wohnen, stand und steht mir der Sinn nach Veränderung. Aber was zu erst und was zuletzt verändern? Was kann weg? Was muss bleiben? Wie solls denn bitteschön werden?

Achtung, Inspirationsquellen!

Oftmals werde ich von Freundinnen gefragt, woher ich denn immer auf diese Ideen komme oder wo ich bitte schon wieder das ein oder andere Produkt gesehen (und gekauft) habe. Wo ich  meist mit „Keine Ahnung!“ schulterzuckend antworte, müsste ich ehrlich gesagt gleich drei große Quellen nennen.

Das Internet

Der Internetmensch, der ich ja unbestritten bin, holt natürlich einen großen Teil seiner Inspiration aus dem Netz. Wenn ich nicht gerade im Universum „Pinterest“ verlustig gehe, dann durchwühle ich Instagram-Hashtags und einschlägig bekannte Plattformen wie „So leb ich“. Und Blogs wie z.B. 23qm Stil oder Britta bloggt, nicht zu vergessen. Das Gute an den letzten drei Beispielen ist zum Beispiel, dass ich nicht selten eben die Möglichkeit habe, mit dem Inspirationsgeber in Kontakt zu treten. Ich habe selbst schon dutzende Fragen zu unserer Küche via Instagram-DM beantwortet und auch öfter schon mal Detailfragen zu Dingen gestellt, die mich interessierten (But first: Google!). Doch so sehr ich diese Wege auch schätze, so sehr empfinde ich die Vielfalt der Eindrücke manchmal überwältigend. Tausende Stilrichtungen und Interior in unterschiedlichsten Preisklassen prasselt quasi auf mich ein und ich stehe wie Sterntaler darunter und versuche herauszufischen, was in mein Haus, mein Leben, mein Budget passt. Nicht selten gelingt mir das nur schlecht und wo ich am Anfang nur nach neuen Hockern suche wollte, finde ich plötzlich hübsche Kerzenständer und erwäge am Ende mich hoch zu verschulden um meine 1 Jahr alte Einbauküche durch ein mattschwarzes Modell zu ersetzen. Frustration vorprogrammiert.

Print lebt

Zumindest in meinen vie Wänden, Internetmensch hin oder her, lebt eben auch Print noch. Und Inspirationsquellen technisch bedeutet das, dass ich nach wie vor ein Fan (und zum Teil Abonnent) von den unterschiedlichsten Wohnmagazinen bin und zweitens, dass mein Herz für diese hübschen, schweren Bücher schlägt, die sich mit Wohnthemen beschäftigen. Die machen sich gut, als Gestaltungsobjekt im Wohnraum und ehrlich gesagt, sind die viel besser dazu geeignet, mit ihnen und nem schönen Becher Milchkaffee auf dem Sofa rumzulümmeln und sie anzuschauen. Hier ist eben aber auch die Vielfalt begrenzt. Ich suche diese Bücher ganz gezielt nach Themen aus, die mich interessieren. Derzeit blättere ich in ruhigen Momenten gern durch zwei Bücher von Marion Hellweg. Das eine, „Das neue Wohnglück Hygge! Rundum wohlfühlen mit nordischen Einrichtungsrezepten“ (*Affiliate) beschäftigt sich mit einem meiner Lieblingsthemen. Wer hier schon länger mitliest weiß, dass ich auf diesen ganzen muckkeligen Hygge-Kram unheimlich stehe.

Frau Piepenkoetter I Wohninspiration finden

Das andere Buch, ebenfalls von Marion Hellweg, hat seinen Schwerpunkt im bunten Familienleben. „So wohnen wir! Kreative Einrichtungsideen für Familien“ (* Affiliate) ist ein Stück weit bunter als „Das neue Wohnglück Hygge“, aber keineswegs weniger stylisch oder individuell.Ich mag an beiden sehr, dass sie trotz ihres Schwerpunktes nie eintönig wirken. Beide Bücher geben den Wohnungen und Häuser ein Gesicht und portraitieren immer auch ein wenig seine Bewohner. Die Protagonisten sind vorwiegend in den Niederlanden und Skandinavien zu finden. Dort wo auch mein Wohnherz in der Hauptsache schlägt. Und es sind ganz unterschiedliche Wohnkonzepte, die sich dort wiederfinden. Vom Einfamilienhaus, über die Wohnung zum Industrieloft.

Frau Piepenkoetter I Wohnbücher von Marion Hellweg

Wer gern mal auf dem Sofa offline schmökert, kann in diese Bücher investieren (ganz billig sind diese dicken Wohnwälzer ja nie). Erwarten dürft ihr Inspiration. Die Bilder sprechen Mut zu, mal etwas zu wagen, ausserhalb des Rasters zu denken und seinem Zuhause das allerwichtigste zu geben: Persönlichkeit. Sie eigenen sich allerdings eher weniger dazu, ganz bestimmte Probleme zu lösen (z.B. Stauraumprobleme). Mir tut es gut, wenn ich in diesen Büchern eben nicht einen gewissen Stil/ eine Linie durchgängig erkennen kann, denn dann fühle ich mich manchmal dazu gedrängt, eben genau diese Dinge besitzen/ kaufen zu wollen.

Das echte Leben

Da draussen ist, man vergisst es leicht, eine echte Welt mit echten Menschen. Alle diese Menschen leben auf die ein oder andere Art und Weise. Ja ja, wo ich das schreibe, fällt mit auch direkt der Spruch vom Möbelschweden ein. Der ja z.B. auch eine super Inspirationsquelle ist. Ebenso wie die beleuchteten Fenster der schönen Nachbarshäuser bei Dunkelheit (Pssst! Verratet mich nicht!) und die neue Wohnung der lieben Kollegin und der Schal der Freundin („Daraus will ich Kissen haben!“) Ich habe mir angewöhnt, schöne Farben, Interior-Gedöns, Einrichtungsideen zu fotografieren. Fragt doch einfach mal, wenn ihr irgendwo was schön findet. Das macht den Gefragten meist stolz, man kommt ggf. in ein gewinnbringendes Gespräch, man hat die Inspiration konserviert und wer ganz viel Glück hat, darf ja vielleicht auch gleich mitnehmen was ihm gefällt („Ach, der alte Stuhl?! Kannste haben!“). Alles schon passiert.

Fazit:

Für unser Wohnen gilt: Die eklektische Mischung macht es. Alles kann, nichts muss und am Ende kannst du entschieden ob du mit Kapitaleinsatz oder Kreativität deinem Traumwohnen am nächsten kommst. Bei mir ist es vielleicht eine Mischung aus beiden, wobei ich betonen möchte, dass wir immer ein sehr kleines Budget für „Wohnzeug“ wie Möbel und Dekoration haben. Ich versuche das halt mit dem Sparschwein oder Ideen wettzumachen und manchmal gelingt mir das sehr gut. Manchmal halt auch nicht;-) Habt ihr vielleicht Lust darauf ein bisschen zu erfahren, wie ich mit dieser „low Budget“ Sache umgehe? Dann sagt doch einfach mal Bescheid.

Ich bin jetzt quasi noch viel schärfer darauf, meine Bude hops zu nehmen und es mir für den Winter so schön wie möglich zu machen. An die Pinsel, fertig, Los!

Liebste Grüße,

Vanessa

(* Affiliate) Die gekennzeichneten Links sind Affiliatelinks. Das bedeutet, dass ich, wenn ihr die Produkte über diesen Link kauft, eine kleine Provision bekomme. Euch kostet es nichts mehr. Selbstverständlich könnt ihr die Bücher auch bei der niedergelassenen Buchhandlung eures Vertrauens ordern.

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4 Comments

  • Reply
    Flo | Tasteboykott
    14. November 2017 at 18:37

    Au ja, über mehr Low Budget Wohnen würde ich mich freuen, da beschäftige ich mich auch immer mit. Und mir geht es ähnlich mit den vielen Eindrücken aus dem Netz, ab einem gewissen Punkt ist die Inspiration einfach zu viel, überfordernd oder auch recht unrealistisch.

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      14. November 2017 at 22:24

      Oh, Flo, das freut mich! Also, dass du an meinen low budget Tricks interessiert bist. Ich überleg mir da mal was schönes. 🖤

  • Reply
    Anne
    15. November 2017 at 06:23

    Guten Morgen,

    da würde ich mich Flo doch direkt mal anschließen – Einrichtungs- und Dekoideen für eine normalsterbliche Haushaltskasse fände ich ebenfalls großartig! 🙂 Denn so nett es ja ist, sich diese ganzen perfekten Bilder auf Pinterest anzusehen… einen dreistelligen Betrag für einen Stuhl gebe ich definitiv nicht aus. Und schon gar nicht, wenn ich davon mehrere um einen Esstisch herumstellen mag. :o) Und Upcycling ist ja eh meins – da kann man nie genug Inspirationen teilen, finde ich. <3

    Liebe Grüße
    Anne

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      15. November 2017 at 06:25

      Das freut mich. Ich finde das Selbermachen oder die „Jagd nach dem richtigen Teil“ meist auch viel spannender und befriedigender, als einfaches Onlineshopping mit Mega-Rechnung. Selbst wenn ich es bezahlen könnte. <3

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