2019: Das wird dein Jahr! Wem sollte es aber auch sonst gehören?

Frau Piepenkoetter I Neues Jahr

2019 ist nicht nur da, es ist gefühlt auch schon fast wieder vorbei oder zumindest kackalt. Einzig auf Instagram kann ich ab und an noch davon lesen. Also nicht wirklich vom neuen Jahr, aber momentan scheint es en vogue zu sein, entweder ganz oldschool gute Vorsätze und ambitionierte Pläne fürs neue Jahr zu haben ( die meisten sind am 9. Januar aber auch schon relativiert oder ad acta gelegt) oder man ist, ganz 2018 und jetzt wohl auch 2019, ANTI und regt sich darüber auf, wie schwachsinnig das doch ist und wie man nicht viel besser, ganzheitlicher, realistischer ins neue Jahr starten kann. Und da wollt ich mal was zu sagen, denn das, mein liebes Publikum, kotzt mich an!

Es kann nur einen geben!

Warum kann es nur einen Weg geben? Was im Skript des Highlanders noch irgendwie Sinn gemacht hat, passt nämlich ganz und gar nicht auf unseren Alltag und übrigens auch nicht zu unserem überkandidelten Toleranzgebaren. Diversität, Heterogenität und der respektvolle Umgang mit Andersartigkeit darf, wenn ihr mich fragt, gern über Hautfarbe und sexuelle Orientierung hinausgehen.

Mach wie du denkst!

Das ist dein Leben. Du hast nur dieses eine. Es ist ein Geschenk und du kannst ganz allein entscheiden, was du damit anfangen willst. Im Kleinen wie im Großen. Also, ob du Angestellter oder Aussteiger seien willst und ob du Donnerstag Döner holst oder vegan Teig-Gemüsetäschen klöppelst. Es ist mir egal was du tust! Mir ist mehr oder weniger wichtig, dass es dir dabei gut geht. Aber dafür sorgen musst du selbst!

Ob du nun also in 2019 50 Kilo in 5 Tagen abnehmen willst und endlich einen Familiensaga in 9 Bänden schreiben möchtest, oder lieber mit brennenden Kräuterbüscheln die Bude ausräucherst und zur inneren Erneuerung einen Mondstein verschluckst: Feel free! Rechenschaft musst du nur dir und im Zweifel deiner Kleinfamilie/Großfamilie gegenüber ablegen. Und wenn du jemanden anderen siehst, hörst oder von ihm liest, der es anders macht als du, dann erinnere dich mal daran, dass du eine bunte Welt mit glücklichen Menschen willst und Handel danach. Toleranz ist mehr als nur ein heißer Hashtag!

Mein 2019

Ich bin, viele von euch wissen es, der ausgemachteste Listenfan überhaupt. Und trotzdem habe ich keine Vorsätze für 2019. Ich habe Hoffnungen und Träume, diese allerdings mehr für mein gesamtes Leben, als für den fixen Zeitraum von 365 Tagen. Ich habe Ambitionen und Interessen, aber keine Ahnung was davon im nächsten Jahr im Fokus sein wird. Wir werden sehen. Eigentlich ist es untypisch für mich, keine Vorsätze zu haben, aber es hat sich einfach so ergeben.

Im November und Dezember habe ich viel Zeit mit einem Menschen verbracht, den ich sehr mag und dessen Meinung ich sehr schätze. Mit mir. Dabei ist mir bewusst geworden, wie selten ich auf meine guten Ratschläge höre und wie sehr ich darüber hinweg hören kann, was ich gern möchte. Vor lauter „Wir müssen…“ und „Ich muss…“. Irgendwann hat man ein Leben und hält es am laufen und überlegt sehr wenig oder nur im kleinen Rahmen, ob es denn nun überhaupt das Leben ist, das man leben wollte. Man ist ja heutzutage so dankbar. Auch für die kleinen Dinge. Aber dankbar sein für das was man hat, schließt ja nicht aus noch etwas mehr oder etwas anderes zu wollen. Das ist nicht undankbar. Das ist das Leben! Es geht nicht um MEHR! MEHR! MEHR! Es geht um Träume und darum, sie wahr zu machen, etwas zu wagen und im besten Fall dadurch etwas zu gewinnen.

Wirklich glücklich sein….

Darüber habe ich viel nachgedacht und weil ich schon im letzten Jahr damit angefangen habe, mich dorthin zu bewegen, wo ich gern sein möchte und das Leben zu leben, dass ich mir für mich wünschen würde, ist es keine New Year`s Resolution, sondern einfach wieder ein Stück Persönlichkeitsentwicklung und eine kleine Veränderung in mir, die hoffentlich länger anhält als nur 2019 oder gar bis heute. Dieses „zu mir kommen“ würd ich mir gern erhalten und weiter daran arbeiten. Jetzt und so lange ich lebe. Ich hab ja auch nur dieses eine Leben, also sollte ich dafür sorgen, dass es das beste wird, das ich je hätte leben können. Oder? Und falls ihr euch das fragt: NEIN, ich habe nicht Schnapspralinen von Weihnachten auf einmal vernichtet. Mir gehts gut!

Seid lieb zueinander und liebste Grüße

 

Vanessa

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4 Comments

  • Reply
    Ulla
    9. Januar 2019 at 16:36

    So kluge Worte! Danke für diesen „Reminder“ an uns selbst! Ich freue mich darauf, Dich auch in 2019 zu begleiten. Gruß, Ulla

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      9. Januar 2019 at 16:46

      Danke! Ich freu mich auch drauf!

  • Reply
    Angelika Sölch
    13. Januar 2019 at 15:34

    Einfach wunderschön geschrieben, danke!
    Ich bin leider nicht so eine Wortakrobatin wie Du, teile deine Meinung aber seehr oft;))
    Ich arbeite auch schon länger an mir , versuche meine Werte und Ziele zu erforschen und umzusetzen und denke, es wird in diesem Jahr wieder ein Stück besser gehen….
    Danke für deine Inspiration .Alles Liebe, Angelika

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      15. Januar 2019 at 16:42

      Wortakrobat gefällt mir <3

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