Blogstlove: Die große Liebe auf den zweiten Blick!

Frau Piepenkötter I Blogstlove I Mein Netzwerk

Dieser Beitrag enthält Werbung ohne Auftrag. Und Liebe.

Jetzt gerade, wo ihr das hier lest, schäle ich mich vermutlich leicht zerstört aus einem Kölner Hotelbett. Gestern (also wennd as hier online geht „gestern“) war nämlich der große und großartige Blogstkonferenz-Samstag, welcher traditionell in eine ganz großartige Blogst-after-Party endet. Mit vielen tollen Menschen, guter Musik und dem ein oder anderen Kaltgetränk. So will es das Gesetz. Während ich nun also versuche meine Rest-Reputation mit etwas Primer/Definer/Tonnen von Make-up auf Augenringen/ BB/CC/DD Creme oder wie auch immer und Kaffee zu retten und mich in den zweiten Konferenztag stürze, wollte ich euch gern etwas zu lesen geben, was als Versuch gewertet werden kann, zu beschreiben wie wichtig und nützlich für mich mein Netzwerk und eben die Arbeit von Blogst als Organisation ist. Sagt man da Organisation? Keine Ahnung. Firma kommt mir irgendwie seltsam vor, auch wenn es sich wohl darum handelt, aber in erster Linie sind Blogst für mich mit Clara und Ricarda zwei liebe Menschen die sich für mich als wertvolle Ratgeber und Freunde herausgestellt haben und die mir auf meiner (semi-)professionellen Ebene maßgeschneiderte Unterstützung in fast allen Lebenslagen anbieten. Und das obwohl es einst einmal ganz anders anfing.

Damals in 2014…

…wollte ich „jetzt aber ernsthaft“ bloggen. Endlich mal ohne gleich wieder alles zu löschen. So richtig! Also kaufte ich, wie ich es halt immer mache, Bücher übers Bloggen. Nur um dann relativ bald zu merken, dass die nicht wirklich etwas taugen. Was nun? Da ich ja damals schon alter Instagramhase und langjährige Blogleserin war, wusste ich, dass es noch ein Format gäbe, bei dem mir wohl wirklich und das auch noch praxisnah geholfen werden könnte: Die BLOGST Workshops! Und der nächste BLOGST Anfänger Workshop wäre gar nicht mal so lange hin und dann auch noch mit Tastesheriff und Luzia Pimpinella. WHooooaaaa! Aufregung runterschlucken, Augen zu und Taste drücken…ZACK. Gebucht!

Ich war ja bereits länger ein riesiger Fan von Clara und Nic und allein die Vorstellung die beiden „in echt“ zu treffen ließ mich in jeder Hinsicht aufgeregt zurück. Also packte ich meine Kamera, einen Laptop und alles was ich für großstadttauglich und bloggeresque hielt ein, ritt sinnbildlich vom Cold Mountain herunter  und fuhr mit einer Freundin nach Hamburg. Ein bisschen was dazu gibt es hier und hier.

Wer jetzt aufmerksam wäre und einen Blick auf mein Blogarchiv wirft, wird feststellen das diese zwei Artikel zum Workshop und dem Hamburg-Wochenende für mehr als 2 Jahre die letzten Artikel waren, die auf „Frau Piepenkötter“ veröffentlicht wurden.

Und alle so: HÄ?

Manch einem ist es vielleicht nicht klar, aber „bloggen“ ist arbeit. Blogger, vorallem die die das hauptberuflich machen, investieren viel Zeit, Geld und Gehirnschmalz in ihren Blog, in ihre Leser und die Social Media Kanäle. Bloggen ist meist viel mehr als eine gelangweilte Hausfrau die am Küchentisch ne Bastelidee in den Laptop hämmert während ihr Nagellack trocknet. Du kannst, so wie ich es dann viele Jahre später gemacht habe, einfach drauf los bloggen, aber am Anfang hatte ich einen sehr perfektionistischen Anspruch dem ich gar nicht gerecht werden konnte. Das ist mir beim Blogst-Workshop klar geworden. Wie krass überlegt und durchdacht die Dinge sind, damit sie für den Leser und den Blogger funktionieren! Wie viel Aufwand betrieben werden sollte oder kann, damit Menschen dich in der Fülle der Angebote des Internets wahrnehmen, damit du wächst und was du nicht tun solltest, auch wenn du wachsen willst. So viele „Dos“ und „Don´ts“, so viel Verantwortung, so viele Stellschrauben an denen ich drehen können würde/müsste/ sollte bis ich das echt ordentlich machen können würde. So viel mehr als nur Texte schreiben. Das war mir zuviel.

Und dabei war es gar nicht so, dass mir suggeriert wurde ich MÜSSTE das so machen, nein, im Gegenteil. Clara und Nic stellten quasi mit jedem gesprochenen Satz klar, dass es Herz und Spaß ist, der dahinter steht. Bloggen soll Freude bereiten. Dir uns deinen Lesern. Aber eigentlich, das kann ich euch heute mit Gewissheit sagen, habe ich genau so sehr nach Wissen rund ums Bloggen gesucht, wie nach einem Grund auch diesesmal alles wieder an den Nagel zu hängen. Was wäre wenn keiner lesen wollen würde, was ich schreibe? Wenn es keinen interessiert? Wenn ich doch gar nicht so gut schreiben kann, wie ich dachte? Oder wenn ich zwar das geregelt kriege, aber sonst halt einfach nichts?  Ich wählte den leichten Weg und war raus.

Und wohin dann mit den ganzen Worten?

Das war vielleicht das eklatanteste Problem.Denn ich hatte ja immer noch was zu sagen. mehr als ich in meinem Microkosmos zwischen Kita und Küche im Normalfall loswurde. Ich wollte immer noch schreiben und Ideen teilen und diskutieren. Über die Grenzen von Instagram hinweg. Ich wollte gelesen werden und lesen, wollte mich austauschen, anregen und angeregt werden. Blöd, wenn da der Blog quasi das perfekte Medium ist,  aber man sich nicht zu bloggen traut. Oder? Echt ärgerlich. Was mir die ganze auch bloglose Zeit blieb, war der Kontakt zum Blogst-Netzwerk. Zu all den kleinen und großen, mittelgroßen Blogs und Bloggern. Und ich konnte sehen, wie sie lernten und arbeiteten und Dinge immer wieder überdachten, diskutierten und änderten. Als wäre es gar nicht notwendig direkt am Anfang perfekt zu sein. Als wäre es okay, sich mit dem Blog zu verändern, langsam professioneller zu werden und zu wachsen oder auch nicht. Als könne man sich aussuchen, was man (mit)machen wolle und was nicht. Verrückt, oder? Und dann beschloss ich, es ganz einfach so zu machen. Losbloggen ohne Ziel, Wissen mitnehmen wo ich es finde und auhören oder liegenlassen, wenn es sich nicht gut anfühlt. Letztlich hatte ich ja nichts zu verlieren, denn ob ich nun blogge und keiner liest es oder ich lasse die Texte in meinen Hirnschubladen vestauben und keiner liest es. Das Ergebnis war doch fast das gleiche. Der einzige Unterschied: In blogge ich, könnte ich Mut beweisen und hätte mir selbst nichts vorzuwerfen. Also vertraute ich auch mein Netz(werk), meinen doppelten Boden, sprang einfach und flog. (So sah das dann aus.)

Der Artikel macht thematisch für die meisten nicht viel Sinn, aber geschrieben werden musste er trotzdem. Blogst hat mir mein geistiges Bloggerstartkapital gegeben, mein Netzwerk geschaffen, war mein Cheerleader und Entwicklungshelfer und ist bis heute meine erste Anlaufstelle bei allen Nöte und Problemen im fancy Bloggerlife. Die Blogst-Formate haben sich gefühlt mit mir verändert, begleiten die menschliche Professionalisierung meines Blogs und bieten mir Input und Austausch, wie ich ihn brauche. Und auch wenn es mittlerweile eben auch andere Angebote auf dem Markt gibt, die sich an Ähnlichem versuchen, dann sehe ich trotzdem keine Veranlassung mich anderweitig umzusehen, denn bei Blogst weiß ich, dass das Menschen sind, denen eben nicht Wachstum und Gewinnoptimierung über alles gehen. Die noch die alte Grundidee des Teilens von Wissen leben und diese immer wieder fit für die Gegenwart machen. Danke!

Warum ich das schreibe?

Neulich erreichte mich eine Nachricht von jemandem der gern bloggen würde, sich aber nicht traut. Wie ich damals. Und ich habe mich zurück erinnert und möchte euch raten, euch einfach zu trauen. Und wer ein bisschen Starthilfe braucht, der wird diese finden. Im Netz da draussen sind Menschen, die teilen was sie lieben. Wichtig ist: Lasst Entwicklung zu! Kein Mensch  ist schon als 1,80m großer Top-Manager im schwarzen Anzug zur Welt gekommen und war aus dem Stand super erfolgreich. Und das erwartet auch niemand von euch und eurem Blog. Viel mehr solltet ihr anfangen, Spaß dran haben, euch vernetzen und nach und nach das Wissen finden, welches ihr benötigt. So wie ich bei Blogst.

Liebste Grüße

Vanessa

 

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2 Comments

  • Reply
    Linda
    5. November 2018 at 09:23

    Vanessa, da wär beinahe ein Tränchen gekullert (ich bin wie eine emotionsgeladene neu-Mama 😛 )

    Ich bewundere deine Einstellung zum bloggen und finde es unglaublich toll, dass du abseits von „such dir eine Nische, such dir eine Zielgruppe, Blogge mit Plan und Konzept“ gestartet bist und uns so regelmäßig mit tollem, lustigem oder auch nachdenklichem Content versorgst. Ich bin gerne hier!

    Liebste Grüße
    Linda

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      5. November 2018 at 11:02

      Nicht weinen, Linda! Schreiben!

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