Frühjahrsputz: Ich bin Putzwagen Fahrer und Buchempfehler!

Frau Piepenkoetter I Frühjahrsputz

Gerade eben bin ich das erste mal in 2018 „offen“ gefahren! Und das nicht, weil ich etwas großes transportieren musste, sondern einfach weil es richtig schön warm und sonnig draussen ist. Der Frühling scheint jetzt Mitte März doch langsam seine Arbeit aufzunehmen!

Was mit dem Sonnenschein quasi Hand in Hand in unsere Wohnräume einzieht, ist die Gewissheit, dass wir dringend mal wieder „großreinemachen“ müssen. Der Staubfilm auf den Fenstern ist genauso schlagartig sichtbar, wie die Staubflusen in den Ecken etc.Ich gebe zu, putzen ist nicht unbedingt mein Hobby oder gar eine Lieblingsbeschäftigung. Outzen ist das Übel das ich in kauf nehme, weil ich es gern sauber und ordentlich mag (auch wenn es hier gefüht nie sauber und sicherlich nie ordentlich ist). ABER, ich habe trotzdem einen Weg gefunden, wie ich mir das Putzen etwas schöner reden bzw. machen kann. Aber mal der Reihe nach…..

Da ich mir für 2018 ja vorgenommen habe, ganz arg an der Nachhaltigkeitsschraube zu drehen, hatte ich schon zu Beginn des Jahres die Idee von konventionellen und gekauften Putzmitteln weg und hin zu selbsthergestellte Reinigungsmitteln zu gehen bzw. dahingehend zu experimentieren. Wie der Zufall es so wollte, hat kurz darauf die liebe Sabine vom Blog Ordnungsliebe ihr neues Buch „Mein Haushalt natürlich sauber“ (Affiliatelink) veröffentlicht und ich sicherte mir ein Rezensionsexemplar.

Frau Piepenkoetter I Frühjahrsputz

„Mein Haushalt natürlich sauber- Reinigungsmittel ganz einfach selbst gemacht“

Eins gleich vorweg: Das Buch ist ein Knaller! Nicht nur, dass es gleich so frisch und ordentlich in Sachen Optik daher kommt, nein, es ist auch vom Inhalt her echt überzeugend und super strukturiert.

Zu Beginn beseitigt Sabine erstmal alle möglichen Argumente gegen selbst hergestellte Reinigungsmittel. Tatsächlich wird wohl kaum jemand der dieses Buch kauft noch überzeugt werden müssen, aber es ist trotzdem nicht sinnfrei hier nochmal schwarz auf weiß stehen zu haben, dass sie dem Zeug aus dem Discounter in nichts nachstehen. Ich zum Beispiel musste ersteinmal mit meiner Mutter ausdiskutieren, ob das denn überhaupt was taugt oder ob wir quasi bakteriellen Selbstmord begehen, in dem wir auf „das scharfe Zeug“ aus dem Supermarkt verzichten.

Piepenkoetter Putzmittel DIY

Der zweite und für ich vielleicht interessanteste Teil des Buches, war die Warenkunde bzw. die Zutaten. Die zahreichen Reinigungsmittel die im Buch beschrieben werden, sind fast alle auf einige einfache Zutaten in verschiedener Zusammensetzung zurückzuführen. Das macht es übersichtlich und auch nicht zu kostenintensiv. Sabine erklärt gut, welche Zutat welchen Nutzen hat und geht auch darauf ein, worauf man beim Kauf achten sollte.

Danach folgen echt irre viele Rezepte, schön sortiert nach Anwendungsort bw. -möglichkeit. Egal ob Ofenreiniger, Marmorpflege, Toilettenreiniger oder Schneidebrettdesinfektion, da ist für jeden Fall etwas dabei. Um ein großes Chaos im kleinen Hauswirtschaftsraum zu vermeiden, habe ich habe damit angefangen, alle meine „normalen“ Reinigungsmittel aufzubrauchen und nach und nach selbst herzustellen, was ich aufgebraucht habe.

Für den Anfang habe ich mir folgende Zutaten gekauft:

Die folgenden Links sind Affiliatelinks.

Im Supermarkt:

Kaisernatron, Waschsoda, Flüssigseife, Essigessenz, Zitronenöl, Lavendelöl, Teebaumöl, Kamillentee.

Im Internet:

2 Glassprühflaschen, Seifenflocken, Kokosfett, Wasserstoffperoxid, Glyzerin, Tonerde

Frau Piepenkötter I Frühjahrsputz

Ein paar Lacher und Sprüche hatte ich wieder auf meiner Seite, als ich heute früh das Rezept für den Allzweckreiniger in der Instastory „sehen“ ließ. Da kommt nämlich ein halber Liter Wodka rein. Die daraufhin zwangsläufig aufploppenden Vorschläge gingen von „Wenn wir einfach den Wodka trinken, sehen wir den Dreck nicht mehr“ bis zu „Nach erfolgreichem Abschluss der Arbeit den rest einfach austrinken. Prost!“ Ihr seid echt die besten und um keinen Schnapswitz verlegen 😉

Das Rezept für den Allzweckreiniger ist übrigens dieses:

Universalreiniger für alle Oberflächen

Print Recipe
Serves: ca. 700ml Cooking Time: ca. 15 min

Ingredients

  • 200 ml Wasser
  • 1 Beutel Kamillentee
  • 15g Soda
  • 500ml Wodka

Instructions

1

1. Das Wasser aufkochen und über den Teebeutel gießen. Ziehen und/bzw. abkühlen lassen.

2

2. Soda hinzugeben und vorsichtig auflösen. Mir hat der Mann Flüssigsoda mitgebracht. Scheint auch zu funktionieren.

3

3. Wodka unterrühren, abkühlen lassen und in eine Sprühflasche füllen.

4

Fertig!

Ich kann das Buch (Affiliatelink) wirklich nur jedem empfehlen, der aus welchen Gründen auch immer lieber selbst seine Reinigungsmittel herstellen will. Ich bin richtig angefixt!

Was mir beim Aufbrauchen der Putzmittel unangenehm auffiel war, wie viele Mittel ich doppelt und dreifach gekauft hatte, weil sie im Schrank weiter nach hinten gerutscht und für mich damit nicht existent waren. Es musste ja ne Möglichkeit geben, seine Putzmittel sichtbarer und praktischer aufzubewahren. Am besten noch in schön. Und da kam mir wieder etwas in den Sinn, was ich zur Bauphase immer gesagt habe. Und zwar, dass ich mir für dieses Haus einen Putzwagen kaufen würde, so wie sie ihn unsere Reinigungskraft in der Kita hat. Alles drauf, alles dran und in jedem Raum alles dabei. Das macht doch Sinn, oder? Natürlich sind die Dinger alles andere als schön und mitunter auch sehr groß oder/und teuer, aber ohne Spaß, es gibt doch immer und für alles bei Ikea eine Alternative, oder?

Frau Piepenkötter I Putzwagen Ikeahack

Mein Putzwagen-Ikeahack

Zugegeben. Ein MiniMiniMiniHack, aber sei es drum. Raskog ist wohl eines der Ikeateilchen, dass ich in den letzten Jahren in den verschiedensten Nutzungen gesehen habe. Für Bastelkram, als Frisörwagen, als Bar, als Lebensmittelregal, als Pflanztrog, als Spielzeugaufbewahrung…. and so on. Warum also nicht aus dem kleinen Wagen mit den drei Fächern einen Putzwagen machen?

Mein Raskog beherbergt im untersten Fach die Bezüge für den Bodenwischer. Im Fach darüber bewahre ich meine super robusten Geschirrhandtücher auf. Davon verbrauche ich relativ viele, da ich sie mehrfach täglich (nach Bedarf) austausche und oft statt der bekannten Küchenrolle nutze um Dinge eben mal wegzuwischen oder so. Die Waschmaschine läuft bei uns häufig und von daher können immer ein paar Küchenhandtücher mit hinein.

 

Im obersten Fach befinden sich die Putzmittel. Ich habe aus Sabines Buch bereits einen Allzweckreiniger und den Fettlöser hergestellt und mein Putzstein trocknet gerade dort vor sich hin. Darüber hinaus steht da oben noch die Gießkanne, eine Rolle Küchenpapier und ein paar Microfaserputztücher. Zwei einfache Haken aus dem Baumarkt nutze ich für den Staubwedel und eine Mülltüte. Einfach dran hängen und losputzen! So nehm ich den Wagen jetzt mit in jedes Zimmer und habe immer alles bei der Hand, was ich brauche. Ich bin so sch… genial!

Die ersten denen ich meinen Putzwagen präsentiert habe, haben mich milde belächelt bis lauthals ausgelacht. Tatsächlich ist es wohl angebrachter, derartige Freude über Schuhe oder Handtaschen zu zeigen. Aus beidem mache ich mir aber nur so semi-viel. Über den Putzwagen freu ich mich immer wieder wie son Schnitzel! Wenn mich das zur Truutsche macht, ist es wohl so…

Ich finde den Wagen super praktisch und die Investitionskosten sind nicht übertrieben. Sollte sich einst einmal herausstellen, dass ich den doch nicht mehr brauche, dann kann ich immer noch meine veritable Schnapssammlung drin unterbringen, oder?

Frau Piepenkoetter I Putzwagen Ikea Raskog

Als nächstes werde ich mich nun daran machen die Rezepte  von Sabine die ich regelmäßig benötige abzutippen, in Spielkartengröße auszudrucken und zu laminieren um mir dann daraus so ein handliches Nachschlagwerk mit Ring (weiß einer was ich meine? Hat das einen Namen?) zu basteln, den ich mir dann in mein Wägelchen legen kann. Ich bin mental kurz vor Kittelschürze, aber :

Ich freu mich drauf.

Liebste Grüße,

eure Clementine …äh… Vanessa

 

P.S.:Die gekennzeichneten Links, sind Affiliatelinks. Wenn ihr diese Links für euren Einkauf nutzt, bekomme ich eine kleine Provision. Euch kostet es nichts mehr. Das Buch wurde mir vom  Verlag als Rezensionsexemplar kostenfrei zur Verfügung gestellt.

 

 

 

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5 Comments

  • Reply
    Julius
    10. März 2018 at 17:06

    Ich kann dich schon verstehen. Ich hab auch jede Menge Putzmittel und kaufe andauernd neue, da ich denke, ich habe keine mehr. Da ich bis auf Spüli wirklich wenig verwende, halten die jedoch ewig bei mir. Selbst hergestellt habe ich noch nie etwas, putze nur ab und zu mit den Zitronenschalen aus meinen Gin-Cocktails die Ablage. Kein Scheiß, das geht super damit 🙂

    Beste Grüße,
    Julius

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      10. März 2018 at 17:08

      Ein guter Grund für mehr Gin Cocktails. Ich bin dabei! Sollten wir ein Buch schreiben? „Putzen mit Partyresten“?!

      • Reply
        Flo | Tasteboykott
        10. März 2018 at 17:48

        Muhaha, ich würde es kaufen!

        • Reply
          FrauPiepenkoetter0105
          10. März 2018 at 19:37

          Darauf zähle ich!!!

  • Reply
    Frau Piepenkötter I Ordnungswoche I An die Feudel, fertig, los!
    27. Mai 2018 at 20:46

    […] Als nächstes zog der Putzwagen hier ein. Den preise ich ja ein bisschen an wie Sauerbier, weil ich von meiner genialen und (ich hoffe) ie zuvor dagewesenen Idee immer noch total überzeugt bin. Den Artikel zum Putzwagen, einer Anleitung zur Herstellung von Allzweckreiniger und die Rezension des Buches „Mein Haushalt natürlich sauber“ von Sabine Haag  findet ihr hier. […]

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