Hallo 2020: Ich hab da ein, zwei Ideen!

Frau Piepenkötter 2020

Eigentlich wollte ich genau das, was ich hier gerad tue, nicht machen. Also, irgendwas für 2020 “ausdenken”. Und dann mein Cousin sich von meinem Vergangenheits-Ich inspirieren lassen und eine Bucket List für 2020 geschrieben. “Soll er doch!” könnt ich jetzt denken und weiter meiner Wege ziehen, aber wer seinen vorangegangenen Blogpost liest, versteht vielleicht, warum es mir gerade irgendwie gedankenlos, geradezu vermessen vorkommt, dieses Jahr einfach so “verstreichen zu lassen”.

Momentaufnahme zum Ende des Jahrzehnts

Ich sitze hier und bin glücklich. Ich bin gerad 40 geworden, bin seit 15 Jahren glücklich verheiratet. Ich liebe unser Zuhause und die Tatsache, dass wir es mit zwei und bald sogar mit drei Töchtern teilen. Ich habe die letzten 10 Jahre dazu genutzt aus meiner 2010 gefühlten Berufung meinen Beruf zu machen und in diesem Beruf immer weiter meinem Gefühl folgend meine Nische gefunden. Ich bin gesund. Meine ganze kleine Familie ist es.

Die letzten 10 Jahre waren nicht sorgenfrei für uns. Ganz und gar nicht. Da waren die härtesten Momente und Situationen enthalten, die ich bislang so aushalten musste. Aber es geht uns gut und auch, wenn es an der ein oder anderen Schraube noch zu drehen gäbe, haben wir uns und wir sind gesund. Das ist das Wichtigste. Den Wert von Gesundheit haben wir alle 2016 für uns neudefiniert, nachdem Niklas die Pankreatitis überlebt hat. Wie schön ist es, an dieses Geschenk erinnert zu werden, wenn man gerade mal wieder die defizitorientierte Brille auf hat. Danke, Andi!

Also nun doch Zielformulierungen?

No. Ich bleibe dabei. Ich will für 2020 keine Ziele erreichen und auch keine Pläne umsetzen. Auch weil mir das letzte Jahrzehnt wie kein anderes gezeigt hat, dass es müßig ist, langfristige Pläne zu schmieden. Das Leben hält sich eh nicht dran. Wir können nur im Jetzt agieren, reagieren und manches eben auch parieren. Ich habe mich deshalb für etwas anderes entschieden: Für Wortklauberei. Statt Pläne und Ziele werd ich euch jetzt Ideen präsentieren. Ideen die ich für das Jahr 2020 habe und die ich auf ihre Umsetzbarkeit prüfen will. Alles kann und nichts muss, denn ich denke, die große Aufgabe die wir alle hier im Haus haben, wird 2020 sein, uns als Familie von fünf neu zu sortieren. Und das kann ganz schnell gehen oder eben nicht. Wir haben Zeit.

Meine Ideen für 2020

Ich habe die Idee in 2020 statt einem großen Urlaub ein paar kleine Auszeiten für uns alle zu machen. So zwei oder drei. Und zwar, wenn möglich als Bahnreisende. Momentan kreisen meine Ideen da ganz stark im Kosmos der Jugendherbergen, denn da hat sich, wenn ich Instagram Glauben schenke, in den letzten Jahren echt viel getan und ich glaube, dass könnte gut werden. Mal sehen! Einmal will ich aber auch auf jeden Fall nach Holland ans Meer und wir werden wohl die große Überfahrt wagen und ein paar Tage in Mardorf campen.

Ich finde die Idee gut, anders einzukaufen. Also, zum Beispiel weniger Klamotten. Und in Sachen Lebensmittel möchte ich umsichtiger und mit festem Budget hantieren. Mir ist es nach wie vor wichtig, viel in guter Qualität vor Ort zu kaufen, am liebsten im Direktvertrieb. Um nicht auf der anderen Seite dann bei allem anderen Abstriche machen zu müssen, will ich unseren Verbrauch in mancher Hinsicht reduzieren.

Ausserdem liebäugle ich schon länger mit der Idee, in diesem Jahr nicht alle drei Hochbeete mit Gemüse zu bepflanzen, sondern eins auch mit Blumen. Ich hatte schließlich den MagicGardenseeds Adventskalender für Gemüse und den für Blumen und ich habe ja auch gern Blumen auf dem Tisch. Ausserdem weiß ich ja heute nich gar nicht, wieviel Zeit mir dann letztendlich mit Baby und Co. noch fürs Gemüse und dessen Pflege bleibt.

Ein bisschen weiter gedacht, möchte ich 2020 die Idee verfolgen mich aktiv für meine Dorfgemeinschaft einzusetzen. An Ideen hat es mir da irgendwie noch nie gemangelt, aber so richtig aus dem Tritt gekommen bin ich auch nicht. Dafür hab ich im letzten Jahr umso lieber der Deichdeern dabei zugeschaut, wie sie quasi eine bundesweite Dorfgemeinschaft initiiert hat und sich immer wieder auf so vielen unterschiedlichen Ebenen für ihre Sache/ihre Region bzw. Heimat und die Landwirtschaft einsetzt. Ich bin jetzt also bis an die Hutkrempe inspiriert und will, wenn auch mit Sicherheit in völlig anderem Umfang, ein bisschen was für uns hier vor Ort machen. Vielleicht geh ich an anderer Stelle mal ein bisschen detaillierter auf diese Idee ein.

Das sind schon genug Ideen finde ich. Neben der Hoffnung gesund und glücklich zu bleiben und dem Rest ist das ausreichend für unser Jahr, denke ich. Ohne Druck und Verpflichtungen. Und trotzdem fühlt es sich jetzt gut an, sie aufgeschrieben zu haben. Und sei es nur, um am Ende des Jahres darüber resümieren zu können. Oder?

Liebste Grüße

Vanessa

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