#oneyearafter Die Entdeckung der Bodypositivity: Ich bin schön!

Frau Piepenkötter I Bodypositivity 3

Ich kann mich daran erinnern, wie jemand zu mir sagte, das meine Füße komisch aussähen. So ohne „Fesseln“. Als hätte einer einen Pfosten auf ein Brett genagelt. Ich weiß noch, wie jemand zu mir sagte, meine Oberarme sähen aus wie die Oberschenkel bei anderen Menschen und seien viel zu groß und dick für meinen Körper. Der Moment als mir jemand sagte, ich hätte aber ungewöhnlich stark behaarte Arme ist mir für immer im Gedächtnis geblieben. Und der Moment als man mir sagte mein Gesicht sei ja auch leider nicht so schön. So maskulin. Ich sehe noch den Menschen vor mir, der sagte es müsse ja schrecklich sein, so eine große Brust zu haben und auch den der mir sagte, ich hätte kleine dicke Beinchen wie ein Fussballer. Die Friseurin die mir sagte, sie wäre froh, nicht solche Haare zu haben wie ich. An sie alle kann ich mich explizit erinnern und diese Szenen beliebig oft in meinem Kopf abspielen. Nur an die ganze Batterie an Menschen die mir wegen der Existenz meines Bauches gern immer wieder Schwangerschaften unterstellen, an die erinnere ich mich nicht. Das waren zu viele. Ansonsten weiß ich noch Namen und Gesichter und auch wie wann und wo sie diese Dinge zu mir gesagt haben. Sina, Silvia, Sarah, Tanja, meine Mutter, Benny, Tina uvm.

Bin ich das etwa?

Wenn wir diese Beschreibungen zusammen nehmen, müsste ich ungefähr so daher kommen wie die Tobis im Lesebuch meiner Tochter aus der ersten Klasse. Klein, gedrungen und behaart. Irgendwie igelähnlich vielleicht. Und das bin ich nicht. Aber trotzdem sind es diese Zuschreibungen die sich in meinem Kopf eingebrannt haben, die ich ohne daran zu zweifeln annehme und die das Bild beschreiben, das ich von mir selbst habe. Im Gegensatz zu jedem Kompliment das ich in meinem Leben bekommen habe, habe ich diese Kommentare und Beschreibungen niemals gedreht, gewendet und bis zur Unkenntlichkeit darauf herum gekaut bis ich einen scheinbaren Hintergedanken oder niederen Beweggrund gefunden habe, warum jemand so etwas zu mir sagen sollte. Die schlechten ins Köpfchen…..  Bis ich im Mai bzw. Juni 2017 beschloss, dass sich das ändern muss (hier könnt ihrs nachlesen). Was wäre, wenn sich das eigentliche Problem nicht an meinem Körper, sondern in meinem Kopf befinden würde? Haha, ihr wisst wie es ausgeht, oder?

Ein Jahr danach….

Am Wochenende haben mir viele von euch zu meinem Bild in einer Instastory geschrieben, welches ich mit dem Hashtag #ichbin78kiloschön versehen hatte. Neben viel positivem Zuspruch kam auch einmal die Frage, was mich denn dazu bewogen hat, mein Gewicht in diesem Rahmen zu veröffentlichen. Dazu möchte ich (mein neues Ich)  Folgendes sagen:

Mein Gewicht gehört zu mir, wie viele andere Dinge eben auch. Meine Begeisterungsfähigkeit, meine Aknenarben, mein Humor, meine Kodderschnauze, mein Unvermögen Nudossi zu essen . Das alles bin ich. Jetzt gerade. Im letzten Jahr bin ich dem Thema Bodypositivity auf die Spur gekommen und weiß heute vielleicht zum ersten Mal, das mein Gewicht und meine Schönheit oder Ausstrahlung rein gar nichts miteinander zu tun haben. Man muss nicht 50 Kilo oder gar weniger wiegen um schön zu sein. Ich bin schön! Und so schön wie ich jetzt bin, war ich ehrlich gesagt noch nie. Was seltsam ist, denn ich habe ja schon mal weitaus weniger gewogen, hatte bessere Haut und schöneres Haar, festeres Bindegewebe, ein faltenfreieres Gesicht. Und trotzdem fühle ich mich heute besser als je zuvor. Besser und schöner. An meinem Körper hat sich in den letzten 12 Monaten nicht wirklich etwas geändert. Vielleicht die ein oder andere Delle und Falte mehr. Das wars. Wohl aber in meinem Kopf. Woran liegt das?

Frau Piepenkoetter I Schoen

Zauberwort „Mindset“

Nach meinen ersten Berührungspunkten mit dem Thema „Bodypositivity“ waren meine Sinne auf Empfang gestellt. Ich begann um mich herum bewusst wahrzunehmen, wen  ich schön finde und warum und ob und wie ich Dinge äußere. Das die Bilanz nicht all zu gut ausfiel, habe ich schon einmal geschrieben. Viel zu selten sage ich, wenn ich jemanden schön oder nett finde, wenn mir ein Style gefällt oder eine Persönlichkeit. Im Gegensatz dazu bin ich superschnell mit unbedachten kleinen Sticheleien und blöden Sprüchen zu diesen Themen. Shame on me! Was mir aber auch eklatant auffiel war, das ich in Wirklichkeit wesentlich weniger Blicken, Kommentaren und unfreundlichen Sprüchen ausgesetzt war, als es sich für mich anfühlte. Denn oftmals war es meine subjektive Interpretation von irgendwas die mich angriff. Egal was auf der anderen Seite für eine Intention dahinter stand. Ich lege also tatsächliche übergriffige Kommentare zu meinem Körper und meiner Person mit höchster Priorität in meinem Kopf ab und weil ich eine innere Überzeugung habe, das jeder andere Mensch eben auch nur diese Dinge an mir sieht, bewerte ich alles um ich herum mit dieser Brille. Die Kommentare die ich oben aufschrieb sind mitunter über 20 Jahre alt und legen noch heute fest, wie ich mich kleide, wie ich mich fühle und wie ich mich sehe und glaube von anderen gesehen zu werden. Wie schrecklich!

Und wenn die Angriffsfläche ja viel mehr in meinem Kopf existiert, als das sie mein Körper und sein Volumen ist, dann würde ich wohl auch da anfangen müssen. Das hat ein Gutes und ein Schlechtes. Das Gute: Keine neue Diät! Das Schlechte: Keine Ahnung! Wie ändert man seine Haltung, seine innere Einstellung oder zu neudeutsch das Mindset? Gibt es da einen Fünf-Punkte-Plan? Weil ich mir bei diesem Wunsch dann auch schon wieder ein bisschen blöd vorkam griff ich lieber erstmal in meine eigene pädagogische Trickkiste und zog den Allrounder zum Einstieg heraus.

Annahme

„Annehmen was ist“ ist ein gern genommener Einstieg in alle möglichen Themen und Problembearbeitungen. Warum nicht auch hier? Ich begann also erstmal und wohl auch erstmals damit ganz bewusst anzunehmen, was mir da im Spiegel entgegenblickte. Wer bin ich denn? Was macht mich aus? Fernab der Zahl 80 und meiner körperlichen Eigenschaften. Wie sich herausstellte war dieser Schritt nicht grundfalsch, denn es gibt viele Dinge an mir die ich sehr mag. Eigenschaften wie meine Reflexionsfähigkeit, die Tatsache ds ich für die beklopptesten Ideen leichtentflammbar bin, das ich selbstironisch sein kann und mich nicht immer so bierernst nehmen (lassen) muss. Das ich aus dem Stand 80km Rad fahren kann und das ich da auch Bock drauf hab. Und damit war quasi der erste Schritt getan, denn mein Gefühl mir gegenüber änderte sich, als ich die defizitäre Sichtweise aufgab, die ich vorher auf ich selbst anwand.

Vielleicht ist mein Unvermögen einfach mal 15-20 Kilo abzunehmen gar nicht der Beweis dafür, dass ich gar nichts kann, sondern nur der Hinweis darauf, das meine Stärken woanders liegen. Und wenn das so ist, ist das schlimm? Wer mich ansieht sollte doch auch versuchen den ganzen Menschen zu sehen. Warum sollte ich dann all mein Selbstbewusstsein oder sein Nichtvorhandensein auf den Äußerlichkeiten gründen lassen? Das leuchtete ein. An dieser Stelle sei dann allerdings auch mal gefragt, warum ich mit diesem inneren Zwiegespräch nicht mal smarte 20 oder 30 Jahre früher angefangen habe……Naja.

Ich erarbeitete mir also Stück für Stück Selbstbewusstsein und wenn nötig pumpte ich es auch ein bisschen auf. Heißt: Wenn ich unterwegs war und in Situationen geriet die ich mich verunsicherten, spielte ich die Selbstbewusste wie eine Rolle. Ich war quasi mein eigenes wandelndes One-Woman-Improvisationstheater und ich habe unbewusst etwas gemacht, das sich für mich als sehr richtig erwiesen hat.

Fake it, till you make it

Die ersten Wochen waren voll von teilweise vorgetäuschtem neuen Selbstbewusstsein. Ich begann bei blöden Kommentaren zurück zu schießen (darüber schrieb ich auch hier), pellte mir ein rohes Ei auf seltsame Blicke und legte mich in meinem Bikini auf die Terrasse. Ha! Und je länger ich das einübte und ein Stück weit eben auch diese Rolle spielte, umso mehr wurde sie mir zur Gewohnheit.

Das ich das gleich von Anfang an mit Liebe und Begeisterung gemacht habe, kann ich nicht sagen, aber das brauchte ich auch nicht. Keiner legt den Hebel um und fährt plötzlich das totale Kontrastprogramm, wenn es um den Struggle mit dem eigenen Körper geht. Das ist halt so!

Einen ersten digitalen Vorstoß machte ich im Juli mit einem Ganzkörper-Selfie in einem alles andere als kaschierenden Kleid. Der Fummel war nämlich eher präsentierend, als das er irgendwas von dem was da an mir dran ist versteckt hätte. Und das wär auch tatsächlich der erste Tag in diesem neuen Leben an dem ich mich im Spiegel gesehen habe und gedacht habe „Gut siehst du aus!“ Und die Überwindung das Bild zu posten hat sich mehr als gelohnt, denn das positive Feedback aus der Instagramcommunity war zwar im Grunde nicht notwendig, aber hat meine Motivation nur noch mehr befeuert. Vorallem die unter euch, die mir schrieben, sie würden sich das auch nie trauen, enge oder dekolletierte Sachen zu tragen, obwohl das ihnen mit Sicherheit am besten stehen würde, und ich hätte sie dazu motiviert einfach mal auf die Meinung der anderen zu sch**** und zu mache worauf sie Lust hätten, haben mich wahrlich bei der Stange gehalten. Ich habe gemerkt, das ich das nicht nur für mich machen kann, sondern das ich es in der Hand habe auch für vielleicht zwei drei Andere etwas zu ändern. Damit kriegt man mich ja ganz schnell….

Frau Piepenkoetter I Bodypositivity

Danach war nicht immer alles easy und der Drops noch lang nicht gelutscht, aber in meinem Kopf fingen die Dinge an sich zu verändern. und da meine Sinne für dieses Thema und seine Auswüchse weiterhin auf Empfang gestellt waren, fand ich schnell einen bunten Strauß Frauen die sowohl im Netz als auch im privateren Bereich meine Motivatorinnen wurden. Allen voran möchte ich an dieser Stelle die großartige Berit vom Blog Marmeladekisses nennen.  Immer wenn es mir mal nicht so leicht fiel oder ich mir wieder zuviel Gedanken um dieses Thema machte, hörte und höre ich mir an, was sie zu sagen haben und es ist als ob einer heimlich am Gashahn   meines inneren Feuers für mich selbst dreht (GAS HAHN, ich hab selbst immer wieder gedacht ich hätte unterbewusst einen unbekannten indischen Gott eingearbeitet). Die Flamme wird größer und größer. Manchmal sogar groß genug um auch andere für sich selbst zu entflammen. Und das ist großartig. Danke!

Und heute…

Vor 5 Jahren noch trug ich auch im Hochsommer und selbst im Spanienurlaub fast ausschließlich lange Hosen. Überm figurformenden Badeanzug wallte auch im Wasser ein übergroßes Shirt und ich trug nie etwas mit angeschnittenem oder gar ohne Arm. Heute renne ich im Bikini ums Haus, habe einen Schrank voller Shorts, Röcken und Kleidern, trage ärmellos und schulterfrei. Alles worauf ich Bock habe. An manchen Tagen geht es sogar so mit mir durch, dass ich ein Bikinishooting buchen will oder eine Instagramstory über mein wackelndes Zusatzgewebe am Oberarm mache ( Aufgemerkt: Oberarm-Twerken wird der Trend 2018!) #winkefleischdienstag Einen großen Beitrag hat, das möchte ich hier gern nochmal sagen, an meiner persönlichen Entwicklung dieses Internet. Es hat den die ersten Gedanken angestoßen, Menschen in mein Leben gebracht de mir Inspiration und Vorbild sind, viele Komplimente für das ehemals verhasste Aussehen geliefert und im Dialog mit Lesern und Followern mein Bewusstsein für die Sache ebenso wachsen lassen wie mein Selbstbewusstsein. Das ist großartig! An meinem Körper hat sich, wie erwähnt, nichts geändert, aber jetzt plötzlich finde ich ihn gut und das ist etwas, von dem ich nie erwartet hätte, das es mal soweit kommt. Ich wäre immer noch gern mal so 5-10 Kilo leichter, aber nicht um schön sein zu können, sondern weil ich damit einhergehend gern ein bisschen fitter wäre. Schön bin ich schon. Wieviel mehr von meiner Schönheit könnte denn diese Welt noch vertragen ohne zu implodieren? Hahahaha!

Frau Piepenkoetter I Schoen

Ich danke euch für das Anstoßen, Zuhören, Cheerleading, Lesen, Begleiten und Motivieren.

Liebste Grüße von der selbsternannten

Miss Bikini Altenhagen 2018

Vanessa

 

P.S.: Wundert euch ggf. nicht über die Bilder. Die hab ich der Einfachheit halber einfach aus der Instastory und meinem Feed gemopst.

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28 Comments

  • Reply
    Alexandra
    12. Juni 2018 at 15:42

    Jepp. Sehr wahre Worte. Allerdings befürchte ich, dass man einfach erst ein gewisses Lebensalter bzw. -weisheit erreichen muss, um endlich zu kapieren, dass man jetzt in diesem Augenblick lebt. Wenn ich Fotos von meinem 18jährigen Ich sehe, möchte ich sie gerne schütteln und anbrüllen, denn sie war so jung, so schlank, so hübsch und hat es einfach nicht gemerkt. Umso mehr sollten wir uns wenigstens jetzt mögen und uns mit Menschen umgeben, die das genauso sehen;) LG

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      12. Juni 2018 at 15:46

      Ja, dass kann gut sein. Ich hab trotzdem die Hoffnung, das wir, wenn wir diese Haltung richtig leben
      ein bisschen auf die nachfolgende Genaration abfärben. <3

  • Reply
    Claudia
    12. Juni 2018 at 21:49

    Danke für den Anstoß! Schon im ersten Teil habe ich mich soooo angesprochen gefühlt! Ich war nie wirklich dick, aber auch nicht dünn… im Gegensatz zu meiner Mutter und meinen beiden Schwestern. „Komplimente“ wie: Du hast aber Wurstfinger, oder: Du hast aber ganz schöne Sauerkraut-Stampfer (so hat meine Tante tatsächlich mein Konfirmations-Gruppen-Foto kommentiert) oder: von Euch drei Mädels bist Du ja eindeutig die Kräftigste… hab ich noch wörtlich im Kopf – doof. Aber gut zu sehen, dass man das ändern kann! Dankeschön!
    Viele liebe Grüße
    Claudia

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      12. Juni 2018 at 21:55

      Das kann man! Einfach loslegen! Ich wünsch dir viel Freude daran, das zu entdecken!

  • Reply
    Die Chrissy
    12. Juni 2018 at 23:20

    Ein großes Bravo an deine Worte!
    Als ich dich kennengelernt habe war da ein grandioser Humor, eine sympathische Frau und reichlich Grund gemeinsam zu lachen. Es ist schön dich zu kennen!

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      13. Juni 2018 at 09:46

      Ach Chrissy, wie lieb von dir. Und das obwohl wir uns ja in der Fettschmelze kennengelernt haben als ich stocknüchterner Nichttänzer und
      interessierter Beobachter der süddeutschen Tanzgewohnheiten ( kloßartig) war. Hahaha!

  • Reply
    Anne
    13. Juni 2018 at 06:43

    Was für ein wunderbarer Text – und was für eine wunderbare Entwicklung!
    Ehrlich, du kannst so etwas von verdammt stolz auf dich sein! Und auf den Bildern strahlst du so viel Zufriedenheit und gute Laune aus, das ist irre.

    So ganz, ganz allmählich komme ich auch dahin, nicht ständig all die vermeintlichen Unzulänglichkeiten meines Körpers verstecken zu wollen. Zwei meiner Zehen haben nach zwei OPs im Kindesalter eine komische Form? Egal, beim Yoga bin ich trotzdem barfuß. Und Wunder oh Wunder, es hat niemand etwas gesagt, vermutlich ist es nicht mal weiter aufgefallen – vielleicht sollte ich mich ja wirklich mal trauen, Sandalen zu kaufen und nicht selbst im Hochsommer mit geschlossenen Schuhen herumlaufen…
    Neulich habe ich festgestellt, dass mir meine alten Shirts in 36 nicht mehr passen. Und da war ich wirklich ein klitzekleines Bisschen stolz auf mich, weil meine Reaktion nicht die jahrelang erprobte Hasstirade à la „ich bin fett!!!111einseinself!“ war, gefolgt von diversen Dingen, die meinem Körper nicht gut tun – sondern ein zufriedenes Grinsen, einfach weil ich seit einem Jahr wieder Tennis spiele und halt Muskeln bekommen habe. So what. 😀

    Vielleicht braucht’s wirklich die Reife des Alters (höhö) für diese Einsichten… naja, besser spät als nie. 😉

    Liebe Grüße
    Anne

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      13. Juni 2018 at 09:44

      Hey Anne, das klingt doch super! Dann machen wir jetzt weiter so, oder? Immer voran in unserem Tempo. Liebe Grüße, Vanessa

  • Reply
    Sabine
    13. Juni 2018 at 06:57

    Frau Piepenköttet, du bist toll!
    Und SCHÖN!!!!!
    Danke.
    Ich musste schon mit 10 oder 11 (vor 50 Jahren) eine Diät machen, weil die Kinderärztin fand, dass ich ein paar Pfunde los werden müsste. Ich war NICHT FETT! Einfach ein bisschen rundlicher.
    Wie krank ist das, oder?! Das hat mich die folgenden 50 Jahre begleitet und mein Selbstbildnis geprägt. Jetzt ist Schluss! Ich finde mich so schön wie nie! Das macht die Ausstrahlung, nicht das Gewicht und nicht die glatte Haut, die schon lange nicht mehr da ist. Im Urlaub habe ich in einem Geschäft eine Frau angelächelt, weil sie so gestrahlt hat. Das war ICH- in einem Spiegel! 🙂
    Herzliche Grüße
    Sabine

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      13. Juni 2018 at 09:42

      Danke für die lieben Worte, Sabine! Und wenn du die Frau demnächst wieder siehst, lächel sie auch von mir noch eine Runde an! <3

  • Reply
    Evelyn
    13. Juni 2018 at 22:21

    Hey Vanessa,

    ich hab heute mitag viel über deinen Post nachgedacht. Dabei ist mir aufgefallen, das eigentlich nie jemand was blödes zu meiner Figur gesagt hat. Sie waren wohl von meiner Frisur abgelenkt.
    Leider habe ich bemerkt das ich selbst mir immer die schlimmsten Sachen an den Kopf werfe. Das finde ich fast noch schlimmer. Warum macht man sich selbst so fertig?
    Danke für deinen Post.
    Die Diskussion um Selbstliebe und – annahme hat schon viel bei mir ausgelöst und ich hoffe das ich mich auch bald mal traue ein Ganzkörperselfie zu posten. Und der nächste Winkefleischdienstag rückt ja auch näher..

    Liebe Grüße Evelyn

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      17. Juni 2018 at 16:35

      Ich freu mich, wenn ich was anstoßen konnte und wrde mich auch über nen Winke-Video freuen. War schön, dich mal wieder gesehen zu haben. Auch wenn wir nicht viel Zeit hatten um zu quatschen 🙂

  • Reply
    Julius
    14. Juni 2018 at 13:30

    Yes, go for it! Sehr schöner Text und wahre Worte.

    LG

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      17. Juni 2018 at 16:34

      Danke, Julius :-*

  • Reply
    Birgit Schellmann Straub
    15. Juni 2018 at 07:46

    WOW, ich schrieb` es bereits auf Instagram. Tolle Bilder.. schöne Frau.. sehr überzeugend. Aber lasst Euch gesagt sein, immer Dünn ist auch ein grosses Hindernis. Habe gerade eine Klientin in Eurem Alter in der Praxis, wo wir definitiv alles versuchen, auf allen Ebenen , dass sie wieder zu nimmt, da sie sowas von unglücklich ist. Wir können uns doch einfach nur feiern in unseren Körpern, denn nicht vergessen: Alles was ist, alles was lebt und entstanden ist, ist durch uns Frauen entstanden. Alles dies ist aus unserem Körper gekommen!! Ist das nicht wunderbar!! Wir sind die Kaiserinnen und genau so dürfen wir leben. (Dies schreibt eine Ü50 MamaVonZweiMegaTollenTöchtern-Naturärztin-Therapeutin die das Thema immer wieder in der Praxis hat, aus der Schweiz!).

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      17. Juni 2018 at 16:34

      Recht hast du! <3

  • Reply
    Kathrin
    17. Juni 2018 at 18:38

    Vanessa, Du sprichst mir aus der Seele! Mir geht es gerade ganz genau so wie Dir und auch ich habe in den letzten Monaten einiges an meiner Denkweise geändert und es geht mir super damit!!! Danke für diesen tollen Post! Allerliebste Grüße zu Dir, Kathrin

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      18. Juni 2018 at 12:02

      Ach Kathrin, ich freu mich! Genieß es!

  • Reply
    Bine
    19. Juni 2018 at 14:42

    Wundervoller Text, wahre Worte und eine strahlende & hübsche Frau Piepenkötter!
    Lachen & glücklich steht Dir ausgesprochen gut. Steht jeder Frau gut. Aber
    das muss man erst für sich rausfinden.
    Drück Dich, Bine

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      20. Juni 2018 at 14:13

      Dankeschön, Bine <3

  • Reply
    Maja
    22. Juni 2018 at 09:11

    I love the Bretonische Bauernmädchen! Du bist eine wunderschöne Frau mit einer tollen Ausstrahlung.
    Aber sag mal, was sind das für Menschen um dich rum, die dir solche Sachen sagen? Das gibt es ja nicht! Was fällt der Friseurin ein? Und die eigene Mutter! Ich finde toll, was du draus machst und das ist ein richtig guter und wichtiger Beitrag!

    Liebe Grüße
    Maja

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      25. Juni 2018 at 06:16

      Dankeschön, du Liebe! Ich freue mich tierisch, dass der Beitrag so vielfältig und positiv aufgenommen wird. Liebe Grüße!

  • Reply
    Michaela Leitmann
    1. Juli 2018 at 17:21

    Ja, genau so….!!! Du sprichst mir aus der Seele!! Ich musste 55 jahre alt werden und Größe 44 tragen um mir in diesem Sommer für meinen Urlaub auf Juist einen Bikini zu kaufen🌸bodypositiv Danke für deine Worte. Ela

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      7. Juli 2018 at 10:48

      Das Leben ist so viel besser, wenn man sich liebt, oder?

  • Reply
    Claudia
    1. Juli 2018 at 18:30

    Hallo , bin zufällig auf deinen Blog gestoßen und bin total überwältigt . Du schreibst mir so so sehr aus der Seele . Ich kenn diese Sprüche aus meiner Kindheit /teeniezeit so gut . Das mit den Fesseln , und auch mit den Haaren und das hat sich so schlimm eingebrannt , dass ich auch jahrelang im Hochsommer lange Sachen trug und jedes Freibad mied . Eine Diätkarriere habe ich ebenfalls hinte mir . Erst jetzt , mit 44 , und dank des Internets und solchen Bloggern wiev dir habe ich angefangen an mir zu arbeiten , mich anzunehmen und schön zu finden . Aber muss auch sagen , dass es noch alles auf sehr wackeligen Beinen steht und man wirklich kontinuierlich an sich arbeiten muss . Und was mit ein riesen Anliegen ist , dieses mindset an meine Kinder speziell an meine Tochter weiterzugeben . Eine unbedachte Äußerung kann so fatale Auswirkungen haben .
    Vielen lieben Dank für deine Offenheit und du siehst super aus und hast eine tolle Ausstrahlung . Liebste Grüße Claudia

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      7. Juli 2018 at 10:47

      Dankeschön! <3

  • Reply
    Marita
    7. Juli 2018 at 10:35

    Danke für diesen Beitrag. Liege hier und denke ‚was für eine schöne Frau ‚
    Ich kann mich darin wiedererkennen. Gehänselt, verspottet und zerstört. Mein Selbstbewusstsein. Ich mag nicht mehr, mein Körper ist auch schön. Auch wenn das keiner so sieht.
    Alles Liebe und deine Zeilen sind so hilfreich.

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      7. Juli 2018 at 10:44

      Wichtig ist erstmal, dass du es erkennst! Der Rest folgt dann. zumindest war das bei mir so. Liebe Grüße und ich drück dich!

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