Kleine Auszeit: Kraft sammeln, wenn noch alle schlafen! #teamearlybird

Frau Piepenkötter I Kleine Auszeit am Morgen

Heute starte ich mit euch in eine kleine Blogpostreihe, die ein Thema aufgreift, das bei mir eher defizitär ist. Auszeiten! Trotz all meinem Wissen über Selbstfürsorge und meiner klaren Haltung dazu, merke ich immer noch, das es für mich quasi unmöglich ist, die Füße still zu halten.

In der Kur sah das so aus, dass ich in den 20 Minuten Pause die es manchmal zwischen zwei Anwendungen gab, wie ein Hamster im Laufrad ums Haus gelaufen bin. Einfach mal 20 Minuten nichts tun? Unmöglich. Alles was sie mir zu tun gaben, arbeitete ich schnellstmöglich ab. Ich ließ die Nordic Walkig-Gruppe, als Beispiel, in nullkommanix einen Kilometer hinter mir. Und eigentlich hätte ich gedacht, das ich jetzt, mit mehr Sport und körperlicher Auslastung schon zwangsläufig ruhiger geworden bin.

Komm mal runter, Frau Piepenkötter!

Das es nicht so ist, erkennt mal sehr schön an der Badewannensituation. Ich lasse mir ein Schaumbad ein, mache mir einen Tee, werfe klassische Musik an und lege mich bei Kerzenschein in die Badewanne. Für eine Minute. Dann krieg ich den Rappel. Dann fange ich an, die Wasserflecken von der Amatur zu wischen, wasche mich und meine Haare, versuche mich wieder zu entspannen, wische die Ablage über und gebe es auf. Nach 5 Minuten maximal.

Ich weiß aber sehr gut, dass mein Körper diese Ruhephasen braucht. Und darum trainiere ich das jetzt. Ja, richtig gehört. Ich trainiere „ruhig bleiben“. Ich will bewusste Ruhe- und Entspannungszeiten im Alltag um in der restlichen Zeit dann auch wieder effektiver und konzentrierter arbeiten zu können.  Und weil ich mir gut vorstellen kann, dass es dem ein oder anderen von euch ähnlich geht, aber nicht alle Tage und Tagesabläufe gleich sind, habe ich mir ein paar kleine Auszeiten im Alltag zum Nachahmen ausgeguckt. Versucht einfach mal jeden Tag eine dieser Auszeiten für euch einzubauen und zu nutzen. Es ist ein bisschen wie an die Tankstelle fahren. Ihr solltet es tun, bevor ihr irgendwann auf der Autobahn mit leerem Tank steht und es geht nicht weiter.

Kraft sammeln, wenn alle noch schlafen!

Die erste Möglichkeit für etwas Entspannung im Alltag bietet sich da, wo du bislang vielleicht noch an der Matratze gehorcht hast: Ganz früh am Morgen! Ich seh euch direkt die Augen verdrehen aber das ist tatsächlich für mich gelebte Überzeugung. Ich stehe am Morgen mindestens 45 Minuten vor den Kindern auf. Ich dusche in Ruhe und dann setze ich mich an den schon am Abend vorbereiteten Frühstückstisch und trinke ganz in Ruhe und bei guter Musik meinen ersten und ggf. auch zweiten Kaffee. Diesen ruhigen Start in den Tag möchte ich nicht missen. Praktisch auch, dass ich in der Zeit auch schon mal Brötchen oder so in den Ofen legen kann. Da freuen sich die Kids dann!

Ich bin sogar so verrückt, dass ich auch am Wochenende so früh aufstehe. Dann setze ich mich mit einem Milchkaffee und einem Buch aufs Sofa, sehe der Welt beim wach werden zu und habe tatsächlich oft mehrere Stunden freie Zeit. Wenn ich ausgeschlafen bin und bei Tageslicht. Ohne das mir die Augen zufallen und ich nach spätestens 30 Minuten auf dem Sofa wegratze, so wie es am Abend wäre. Dafür gehe ich halt abends eher ins Bett. Wenn ich mich loseisen kann. Ich kann das nur empfehlen.

Liebste Grüße,

Vanessa

 

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10 Comments

  • Reply
    die Chrissy
    15. Oktober 2018 at 11:28

    Hey ich finde die Idee gar nicht verrückt, sich morgens etwas früher aus dem Bett zu bewegen um in Ruhe Kaffee zu trinken. Für mich ist diese Idee viel leichter in den Alltag zu integrieren als 30 Minuten Yoga, Meditation, Frühstück und sonstige Vorschläge, die mir bisher über den Weg gelaufen sind. Am Samstag begann mein Morgen nicht mit dem Staubsauger sondern mit Kaffee und einem Buch. Absolute Entspannung! Unter der Woche schaue ich Serie. Ähnlich wie du, kann ich nicht still sitzen und muss mich mit Netflix ablenken 🙂 Ich bin auf deine Blogreihe gespannt

  • Reply
    CeeBee
    15. Oktober 2018 at 16:22

    Hallo,
    Ich liebe es am Wochenende gleich früh aufzustehen, wie unter der Woche auch, nämlich um 5.30 Uhr! Ich kann sowieso nicht länger schlafen, da meine innere Uhr eben wach ist, und da drücke mich nicht mehr in den Federn rum und wälze mich nicht von links nach rechts… ich mache mir einen Tee, schnappe ein Buch oder den PC, lese oder surfe, schaue nebenher in den Garten, freue mich an dem Eichhörnchen oder an Nachbars Katze und bin für MICH.
    Gegen 7 Uhr geht’s zum Bäcker und dann ist immer noch Zeit, bis der Rest der Familie ab 8 Uhr aus den Federn kriecht! Es ist sooo herrlich.
    Bin auch gespannt auf deine Fortschritte

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      15. Oktober 2018 at 17:17

      Zum Bäcker gehen ist auch mal ne gute Idee. Ich könnte auch mal nen wieder Hefezopf machen, am Samstagvormittag ….oh du bringst mich auf gute Ideen!Danke!

  • Reply
    Michi
    16. Oktober 2018 at 14:12

    MIr geht’s genauso, obwohl ich dafür belächelt werde.
    ich hab zwar erst um 06.30 Dienstbeginn im Büro, stehe aber immer schon um 05.10 Uhr auf, damit
    ich in Ruhe Zeit für mich selber habe. (Ich hab nur 7 Minuten zu Fuß ins Büro, klarer Vorteil)
    Ich frühstücke nicht, jedoch trinke ich in Ruhe Kaffee und schau Instagram, gerne und immer wieder auch dich, Vanessa!
    Am Wochenende steh ich nicht ganz so früh auf, allerdings noch immer ausreichend VOR meinen Mitbewohnern (Mann und Kind)
    ich brauch die Zeit und ehrlich gesagt, ich mag nicht so gerne reden, so gleich nach dem Aufstehen. Ich muss mich immer erst sortieren, wer ich bin und was ich da tu und warum 🙂 !

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      16. Oktober 2018 at 16:00

      Haha, ich sage den Kindern auch immer, sie würden kein frohes Leben mehr führen können, würden wir einander schon vorm ersten Kaffee begegnen;-)

  • Reply
    Johanna Lindl
    16. Oktober 2018 at 15:06

    Viele Grüße aus dem 5 Uhr-Club:) Ich gehe morgens in Ruhe eine Runde mit dem Hund, danach trinke ich meinen Tee und bereite Frühstück vor und mache mich fertig. Ich liebe diese Zeit für mich in aller Früh! Da gibt es noch nichts und niemanden, der Aufmerksamkeit von mir braucht – und da bin ich zugleich viel geduldiger, besser drauf und ausgeglichener – da freut sich das Kind:)

    Liebe Grüße
    Johanna von Dinner4Friends

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      16. Oktober 2018 at 15:59

      Ich bin echt erstaunt, wie viele Menschen mit mir da morgens aufstehen. Wenn ich das irgedwo erzähle, guckt man mich immer an als hätte ich zugegeben Kinder zu essen. Haha! Ich glaube Halloween geht mit mir durch 😉 Danke für deinen Einblick und weiterhin entspanntes Aufwachen!

  • Reply
    Nadine
    16. Oktober 2018 at 21:58

    Hallo Frau Piepenkötter,
    geht es eigentlich anderen Blogleser*innen wie mir? Ich kann mir deinen Vornamen schrecklich schlecht merken. Ich fürchte, wenn wir uns im realen Leben mal sehen, werde ich auch immer Frau Piepenkötter sagen.
    Mir fällt dazu ein Buchtipp ein von Fleur Sakura Wöss „Innehalten“, von einer sehr im Leben stehenden Zenmeisterin mit drei Kindern. Lese ich gerade, war ein Tipp vom Blog Jademond, und mir gefällt es sehr.
    Ich genieße abends die Zeit, die ich zuhause in Ruhe verbringen kann, wenn der Sohn schläft (der Mann im Sessel stört mich nicht) . Was mir fürs Überleben im Alltag wichtig ist, eine gute Schlafhygiene – also ausreichend Schlaf, und dann auch PC&Handy frühzeitig aus. Möglichst ähnliche ins Bettgeh- und Austehzeiten, auch am Wochenende.

    Gehen dann eigentlich deine Kinder nach dir ins Bett? Das fanden meine Eltern immer ganz komisch, und haben ihre Schlafenszeit teilweise nach hinten verlegt (bzw. ein Nickerchen auf dem Sofa gemacht, und dann später ins Bett gegangen). Ich glaube, ich wäre das schmerzfrei, aktuell ist hier das Kind noch so klein, dass ich eher wenn ich müde bin, einfach mit dem Kind ins Bett gehe…
    Viele Grüße
    Nadine

  • Reply
    Kleine Auszeit: Unterwegs auf neuen Wegen!
    22. Oktober 2018 at 05:58

    […] Habt ihr es mal probiert mit dem frühen Aufstehen? Hat es geklappt? Ich gebe zu, nicht jedem ist es tatsächlich möglich diese morgendliche Zeit […]

  • Reply
    Frau Piepenkötter I Kleine Auszeit am Nachmittag I Teatime I
    5. November 2018 at 10:55

    […] den letzten Wochen habe ich euch ja schon drei kleine Auszeiten vorgestellt. Ganz früh morgens, irgendwann am Tag und in der Mittagspause. Heute geht es um einen kleinen Stop des Hamsterrades am […]

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