Piepenfacts: Meine Antworten auf die fünf Fragen am fünften September!

Frau Piepenkoetter I 5 Fragen am 5.

Schnell! Beeilung! Der September ist fast rum und bislang gibt es in den Piepenfacts 2018 keine Lücke, keinen ausgelassenen Monat. Da wollen wir jetzt nicht mit anfangen. Das Gesetz der Serie.

Aus diesem Grund habe ich mich heute hingesetzt und mal die durchaus etwas schwierigen September-Fragen beantwortet. Die mir nicht leicht fielen und mich an mancher Stelle wieder gewohnt pathetisch werden ließen, aber was solls. Ihr kennt das ja mittlerweile. Und darum schnacken wir jetzt nicht lang rum, sondern fangen einfach mal an.

5 Fragen im September

1. Was ist der größte Unterschied zwischen dir und deinem Partner?

Darüber habe ich lange nachgedacht. In vielen Dingen sind wir uns ähnlich. Ähnlicher als es mir manchmal lieb ist. Aber es gibt tatsächlich eine Hinsicht in der wir von Grund auf unterschiedlich sind. Während ich mir bei vielen (oder allen ) Dingen immer in erster Linie Gedanken um die Auswirkung oder Außenwirkung mache und mich auch gern mal in unendlichen Gedankenspiralen verstricke, wie Dinge für andere sind, auf andere wirken oder was sie für Auswirkungen haben könnten, macht er einfach und guckt dann was passiert. Niklas tut nichts, was er nicht möchte. Er isst Dinge nicht nur „weil sie da sind“, sondern nur worauf er Hunger hat. Er ist nicht nett oder diplomatisch, weil „man es so macht“. Ihm ist egal, was andere von ihm denken. Mir nicht. Mir ist ja nicht mal egal, was andere von ihm denken, weil ich die Rückschlüsse befürchte, die sie dann auf mich führen. Mich stören dreckige Fenster und unaufgeräumte Kinderzimmer. Ihn nicht im geringsten. Sein Job ist Job für ihn, und in seiner Freizeit hat er frei.

Ich glaube, das macht sein Leben ein ganzes Stück weit besser als meins, obwohl wir ja quasi ein gemeinsames Leben leben. Aber es hat ziemlich lange gedauert bis ich begriffen habe, das nicht er derjenige ist, der sich mir anpassen sollte, sondern umgekehrt. Gut, dass er das hier niemals liest.

2. Was würdest du deinem Kind am liebsten für’s Leben mitgeben?

Je älter meine Kinder werden, umso mehr mache ich mir Gedanken darum, was sie aus dieser Kindheit die wir mit ihnen gemeinsam gelebt haben mitnehmen sollen in ihr Erwachsenenleben. Mir fällt spontan eine ganze Reihe ein. Das habt ihr jetzt davon.

Mut und Abenteuerlust… Ich wünsche mir, dass meine Kinder auch mal große Pläne und Träume haben und diese auch verwirklichen können. Ich möchte, das sie  sich trauen mal ein Risiko einzugehen und mutig ihren Weg finden und ihn gehen. Fernab aller Vorstellungen anderer.

Vertrauen und Heimat… Ich wünsche mir, das meine Kinder mit dem Wissen in die Welt hinausgehen, dass sie immer wieder nachhause zurück kommen können und das sie in und bei uns ihre Heimat behalten und anderen Menschen finden, denen sie bedingungslos vertrauen können und bei denen sie sich zuhause fühlen.

Stärke und Respekt… Ich wünsche mir, dass sie die Stärke haben für sich und Andere einzutreten und das auch mal jemand diese Stärke für sie hat. Sie sollen ihren Weg gehen und man soll ihnen mit Respekt begegnen, wie sie auch anderen respektvoll entgegentreten.

Toleranz und Gemeinschaftssinn…. Ich hoffe wirklich sehr, dass wir in der Art wie wir unser Leben leben, unsere Kindern dazu motiviert haben, gegenüber den Menschen die ihnen begegnen Toleranz zu beweisen. Und so wenig ich auch vorgeben oder orakeln will, wie meine Töchter ihr Leben später ausgestalten, hoffe ich doch, das sie Teil einer Gemeinschaft sind und sich irgendwo zugehörig fühlen, wo sie auch noch dann angenommen und zuhause sind, wenn wir Eltern nicht mehr da sind.

Den Wert ihrer Beziehungen erkennen… Meine Töchter haben etwas, was ich nie hatte.. Eine Schwester. Und so schwierig sich diese Beziehung jetzt als Vorpubertier und Pubertierende anfühlt, hoffe ich, das die beiden irgendwann den Wert darin erkennen. Ebenso hoffe ich auch, dass sie irgendwann auf ihre Kindheit zurückblicken und uns trotzdem noch als Eltern wollen. Weil wir zwar nie alles richtig gemacht haben, aber es immer irgendwie versucht haben. Nach bestem Wissen und Gewissen, sozusagen.

Die Liebe zum geschriebenen Wort… Bücher sind meine Pausetaste für das echte Leben. Mit ihnen bin ich viel gereist, habe ich viel erlebt und kann ich von jetzt auf gleich verschwinden. Das hat Bücher im Laufe meines Lebens zu einem wichtigen Rückzugsort gemacht, bzw. haben sie mir diesen in mir selbst geschaffen. Ich weiß nicht, ob meine Kinder so etwas je brauchen werden, aber wenn ja, hoffe ich, dass die Welt der geschriebenen Worte sich für sie als genauso erholsam herausstellt, wie für mich.

Alles in allem, wünsche ich mir, wie wohl fast jeder Elternteil die Dinge für meine Kinder die ich selbst gern habe/ mag (Gemeinschaft) oder die ich selbst gut hätte gebrauchen können (Mut zum Beispiel ;-)).

3. Womit belohnst du sich am liebsten, wenn du hart gearbeitet hast?

Pizza. No more words needed.

4. Was ist das Außergewöhnlichste, dass du jemals auf einer Reise gegessen hast?

Muhahaha. Ich war ja quasi noch nirgendwo. Aber wenn man aussergewöhnlich mit befremdlich ersetzt und mehr auf den Ort als auf das Gericht bezieht, dann waren es die All-you-can-Eat-weil-alles-ist-inklusive-und-es-muss-sich-ja-lohnen-Restaurants in Ägypten. Wenn man es tatsächlich im eigentlichen Kontext lässt, war es Kaviar bei Haebel (Und in Heu gegarte Kartoffeln und so. Ich komme vom Dorf. Hier wird so manches heiß im Heu, aber definitiv nie Kartoffeln). Das Menü, vor allem die mit Kirschen gefüllten Ravioli,  aus dem Hamburger Restaurant bescheren mir  heute noch angenehmste Erinnerungen. Kann ich jedem nur empfehlen!

5. In welcher Beziehung möchtest du immer Kind bleiben?

Ich hätte mir gewünscht, Weihnachten und Geburtstage hätten nie ihren Zauber verloren. Das finde ich heute sehr traurig, aber tatsächlich habe ich es selbst bei meinen Kindern auch nicht geschafft, das Gefühl über das zehnte Lebensjahr hinweg zu bewahren. Ich weiß nicht warum. Schade! Obwohl….vielleicht wäre das ja mal ein guter Ansatzpunkt für Weihnachten 2018. Da muss ich drauf rumdenken…..

Krass wir sehr einen so einfache Fragen doch manchmal beschäftigen können und was sie auslösen. Das finde ich mit den spannendsten Part an Nics Aktion, neben der Tatsache das man bei so vielen anderen stöbern kann und sich immer wieder zeigt, wie unterschiedlich ein und die selbe Frage doch aufgefasst/interpretiert wird. Je nach Ausgangslage des Antwortenden. Finde ich sehr schön!

Liebste Grüße,

 

Vanessa

 

 

 

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