Piepenkötters Baywatch: Der Pool ist fertig!

Frau Piepenkoetter I Selberbau Pool

Okay, okay, der Pool ist nun fast schon ein Jahr fertig und wurde in diesem Frühjahr und Sommer auch schon mehr als ausgiebig genutzt. Es ist übrigens  nicht auszudenken, wie viel besser man Leute in der Urlaubszeit motiviert bekommt, Meerschwein zu sitten und Blumen zu gießen, wenn man ihnen dafür im Gegenzug freien Zugang zum „Bali des Nordens“ überlässt!

Aber mal im Ernst: Klar hätte/sollte/könnte dieser abschließende Post schon viel eher online gegangen sein. Aber es ist nun mal so, dass dieser Blog ein Hobby neben her ist und das so ein Post schon aufwendig seien kann. Mein Hauptproblem war diesbezüglich, dass erst der Pool „außen rum“ noch nicht fertig war und somit kein adäquates Fotomotiv. Als er das dann war, war das Wasser im Herbst schon arg dreckig und dann auch bald teilweise abgelassen, für den Winter. No photo. Im Frühjahr haben viele von euch mir geschrieben, ob es denn jetzt bald den letzten Post dazu geben würde. Zu dem Zeitpunkt war das der Pool schon wieder aufgefüllt, aber noch nicht gereinigt. Witr taten uns ein wenig schwer damit, bei 14 Grad Wassertemperatur ins Nass zu steigen, damit der Post endlich fertig wird. Und dann….tja…dann kam der Sommer, die Werksschließung und das Leben und naja. Keine Zeit, keine Lust, keinen Kopf.

Der Ausreden nun aber genug. Ich hoffe, dass meine Aufzeichnungen jetzt noch so verständlich sind, dass ich selbst verstehe, was wir da im letzten Jahr noch so gemacht haben.

Was bisher geschah:

Schritt 1-7 liest du hier.

Schritt 8-13 liest du hier.

Schritt 14-21 liest du hier.

Weiter geht`s mit dem Pool!

Frau Piepenkoetter I Wir bauen einen Pool

22. Schutzvlies und Kantenschutz einbringen

Als nächstes wurde Schutzvlies eingebracht. Dies dient in der Hauptsache dazu auszugleichen, wenn im Putz bzw. Beton noch kleine Unebenheiten sind/wären. Ausserdem macht es den Auftritt später angenehmer und verhindert, dass sich „Nöppel“ ( ja, ich spreche fließend Pfusch) vom Beton durch die Folie durchdrücken. An den Stufen und an der Sitzbank haben wir Kantenschutz angebracht, der auch dafür da ist die später aufgebrachte Poolfolie vor Beschädigungen durch scharfe Kanten etc. zu schützen. Diesen Schritt, und auch den nächsten, sollte ein Profi übernehmen. Wir haben einen Bekannten der uns da unterstützt hat, bzw. dem Niklas zwei Nachmittage lang zugearbeitet hat.

23. Poolfolie, Leuchten, Skimmer und Düsen einbringen

Nachdem alles vorbereitet war, haben ein Freund und Niklas gemeinsam die Poolfolie eingebracht. Diese wird mit einem Heißluftföhn verschweißt. Wir haben uns für eine sandfarbende Folie für die Seiten und eine „mosaikgemusterte“ Folie für den Boden entschieden. Die sandfarbende Folie lässt das Wasser schon fast karibisch türkis wirken und der gemusterte Boden hat den Vorteil, dass man Verschmutzungen nicht so schnell sehen kann. Es sammelt sich ja doch immer Sand etc. am Boden. Die Sitzbank und die Stufen wurden mit einem stark strukturierten weißen Material „beklebt“ die das Wegrutschen verhindern sollen. In diesem Arbeitsgang wurden auch die vorher ja in Schritt 8 schon weitestgehend eingebauten Skimmer, Düsen und die Leuchte final montiert (heißt die Deckplatte und so). Für den das Einbringen von Vlies, Kantenschutz und Folie muss man, wenn man niemanden im Bekanntenkreis hat der das kann oder es Guerilla mäßig selbst probieren will mit Kosten von ca.  4200 Euro inkl. Material rechnen. Alles bei gleicher Größe versteht sich.

24. Elektrik und Pumpe anschließen

Wenn im Pool alles soweit fertig ist, kann die Elektrik (für die Leuchte) angeschlossen werden und dann auch endlich das fast wichtigste: Die Pumpe! Wir haben uns für eine Sandfilteranlage (400er Kunststoffkessel, 8m³/h) mit UV-Licht entschieden, weil durch das UV Licht weniger Chemie zur Instandhaltung nötig sein soll. Die Kosten für die Pumpe belaufen sich auf 800€ und wir haben sie bei einer großen Baumarktkette gekauft.

Piepenkötters Baywatch

25. Randsteine aufbringen

Für die Gestaltung des Außenrands haben wir eine Vielzahl an Möglichkeiten durchdacht. Entschieden haben wir uns schließlich für glatte Mauerabschlussteine aus dem Baumarkt . Im Nachhinein würde ich die Kanten der Steine gern noch etwas abschmirgeln oder so, da sie schon ziemlich scharfkantig sind und das beim drüber steigen, anlehnen und drauf sitzen manchmal störend ist bzw. Badebekleidung auch mal Fäden zieht, wenn man an der unebenen Kante hängen bleibt. Zum Abschluss muss dann noch Dichtmasse zwischen den Randsteinen und der Poolfolie angebracht werden. Und dann gehts schon ans Eingemachte! Kostenpunkt: ca. 700€

26. Wasser marsch!

So isses. Der Poolbau ist geschafft. Wobei ich das Einlassen des Wassers als einen der schwierigsten Schritte empfunden habe. Das dauert bei der Größe nämlich, wenn man den Gartenschlauch nimmt. In unserem Fall schloß sich das Zeitfenster mit dem guten Wetter und wir hatten schon sooooo lange (durch anhaltenden Regen) auf die Fertigstellung gewartet, dass mir die Zeit ewig vorkam. Aber irgendwann ist es dann geschafft. Es lohnt sich im Falle eines Falles vielleicht mal bei der örtlichen Feuerwehr nachzufragen, ob die sowas auch gegen eine Spende über den Hydranten machen würden. Wenn nicht, empfiehlt sich ein Außenwasserhahn mit gesonderter Wasseruhr. Da muss man für den Verbrauch kein Abwasser bezahlen, da ja quasi kein Abwasser entsteht. Wie beim Blumen gießen.

Gesamtkosten (ohne Wasser): 9533€

 

Unser Fazit zum Projekt:

Wir können jetzt offiziell in Betracht ziehen, dass ich diesen Post so lange hinausgezögert habe, weil ich unbewusst ahnte, das mir die aufgerechneten Gesamtkosten die Schuhe ausziehen würde. Holla!

Aber es hat sich für uns mehr als gelohnt und ehrlich gesagt hat es sich nicht nach so viel Geld angefühlt, da wir je nach dem was wir über hatten mit dem Bauen weitergemacht haben und nur die Kosten fürs Einbringen der Folie waren letztlich auf einen Schlag zu bezahlen. Dafür hatten wir immer mal was zusätzlich an die Seite gelegt. Vom Schwierigkeitsgrad war es i.d.R. für eine Person gut zu händeln, wenn man ab und an mal ein bisschen Unterstützung bekommen kann umso besser. Mein Mann hat eine Zimmererausbildung und ist weder deshalb noch wegen seines Berufes als Steiger unter Tage besonders im Vorteil, was einen Poolbau betrifft. Er hat sich ausführlich informiert, immer wieder bei einzelnen Gewerken um Tipps gebeten und hat ein solides technisches Verständnis. Und er war glaube ich sogar ein bisschen traurig, als alles fertig war, denn es hat ihm schon auch viel Spaß gemacht. Die Bauzeit war ca. von April bis September, wobei sie sich auch ziemlich gezogen hat, da der Sommer 2017 so verregnet war.

Ich hoffe ich habe jetzt abschließend alles verständlich erklärt. Wenn es noch Fragen gibt, schreibt mir gern unter vanessa@frau-piepenkoetter.de! Ich freu mich!

Liebste Grüße,

Vanessa

 

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2 Comments

  • Reply
    Jana Wilke
    6. August 2018 at 21:32

    Wow, was für ein Mammut-Projekt und Hut ab vor dem Mann und Euch, den Pool fast im Alleingang zu bauen.
    Wir befinden uns gerade in der Planungsphase und es erschlägt einen ja förmlich an Varianten.
    Daher vielen Dank für die ausführlichen Berichte zum Pool und den Kosten und auch wenn uns das handwerkliche Geschick zum Selberbauen fehlt, so bekommt man doch eine gewisse Vorstellung, wo die Reise hingeht.
    Übrigens ein sehr erfrischender und irre sympathischer Blog, wollte ich schon lange mal gesagt haben.
    Also dann, frohes Baden im tollen Pool und liebe Grüße
    Jana

  • Reply
    Anne
    7. August 2018 at 08:06

    Wow, herzlichen Glückwunsch zum fertigen Pool! 🙂
    Bei den aktuellen Temperaturen ist das ja genau das Richtige.

    Ich fand’s spannend, die Entstehung mitzuverfolgen – danke für die Einblicke!
    Magst du vielleicht mal noch ein Foto zeigen, wo man den Boden sieht? Das mit dem Mosaik auf der Folie stelle ich mir ja sehr schnieke vor.

    Genießt euren Pool! Und ich bin gespannt, welches Projekt ihr als nächstes in Angriff nehmt. 😉

    Liebe Grüße
    Anne

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