Piepenkötters Küchengarten: Wir bauen ein Hochbeet !

Frau Piepenkötter I Küchengarten

Sehr viele von euch fragten mich bereits im Frühjahr, wie wir das bei uns mit dem Hochbeet bzw. den Hochbeeten gemacht haben. Drei Stück sind es. Haben wie sie gekauft oder gebaut? Welches Material haben wir genutzt? Und eine der mit Sicherheit für mich am kompliziertesten Fragen: Wie haben wir sie befüllt? Das wollte ich ja nach dem ersten Post hier schon läääängst mal aufgeschrieben haben. Da meines unqualifizierten Erachtens nach, jetzt ein ganz guter Zeitpunkt ist um Hochbeete anzulegen, habe ich mal mit dem Mann zusammen gesetzt und wir haben aufgeschrieben, wie das war. Letztes Jahr. Natürlich hatten wir damals schon alles aufgeschrieben und fotografiert, aber naja, die liebe Ordnung. Aber zumindest einen Teil der Bilder habe ich durch Zufall wiedergefunden und drum wollen wir jetzt mal loslegen.

Der Bau der Hochbeete

Ich wollte anfangs einfach Hochbeete kaufen bzw. wollte ich das wieder umsetzen, was ich schon im alten Haus einen schnöden Sommer lang als Hochbeet zweckenfremdet habe: Kompostkisten (*)! Die lassen sich, wenn man sie von innen auskleidet entweder in vorgesehener Höhe extrem rückenfreundlich aufbauen oder man teilt sie quasi und macht aus einer hohen Kiste zwei niedrige. Aber der Gatte ist ja im Hinblick auf sowas eben immer noch Zimmerer und wollte auf keinen Fall gestückelte und improvisierte Lösungen in seinem Garten. Also wollte er selber bauen. Ich hab für die Anleitung einfach mal die Rezeptvorlage „missbraucht“ 😉 Stört euch also nicht an Servings und Cooking Time , hahaha!

Anleitung zum Hochbeetbau

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Serves: 3 Hochbeete Cooking Time: 3 Std.

Ingredients

  • - 24 Terrassenbohlen in der gewünschten Länge
  • - 24 Terrassenbohlen in der gewünschten Breite
  • ( die haben wir uns direkt im Baumarkt auf Länge schneiden lassen)
  • 22 Kantholzstücken so ca. 5x5cm. Die Länge ist davon abhängig, wie hoch euer Beet sein soll.
  • - viele, viele Schrauben (bei uns sind es ca. 280)
  • - Drähnagebahn zum Auskleiden.
  • - evtl. Hasendraht
  • Ihr braucht noch einen Tacker und einen Akkuschrauber.
  • Rechnet euch aus, wieviel ihr bei der von euch geplanten Beetgröße braucht. Die Bahn ist dazu da, dass das Beet euch nicht wegen der Feuchtigkeit der Erde weggammelt.

Instructions

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1. Material kaufen und Bretter im Baumarkt direkt auf die entsprechnde Länge zuschneiden lassen.

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2. Die langen Bretter am Anfang, in der Mitte und am Ende mit je zwei Schrauben auf dem Kantholz verschrauben. Zusätzlich auf der Hälfte der Längsseite ein Kantholz zum Stabilisieren verschrauben. Dann an den kurzen Seiten die kurzen Bretter anschrauben. Rechter Winkel, Versteht sich, oder?

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3. Wir haben noch oben je ein Brett aufgeschraubt und die Beete sozusagen gerahmt. Dies ist aber mehr dem Anspruch des Mannes geschuldet, als irgendeiner Notwendigkeit.

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4. Ggf. macht es Sinn die Beete von unten mit Hasendraht abzudichten.

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5. Die Seiten des Beets mit der Dränagebahn abdichten.

Notes

Versteht man das? Hab ich was vergessen? Meldet euch bei Fragen, damit ich das ggf. für alle nochmal hier abändern kann.

Das Befüllen der Hochbeete

Bei meinem ersten Hochbeet habe ich einfach sehr sehr sehr viel Gartenerde in den Komposter geworfen und oben drauf eine Schicht Blumenerde. Obwohl ich heute weiß, dass das kaum etwas mit einem Hochbeet zu tun hatte, hat es damals für Zuchini und Tomaten ganz gut funktioniert. Aber natürlich wollte ich es dieses Mal ein bisschen besser machen. Ich hatte inzwischen schon an der ein oder anderen Stelle davon gelesen/gehört, das Hochbeete in Schichten angelegt werden und habe dann bei Google und Pinterest viele gute Anleitungen gefunden. Im Groben waren die alle sehr ähnlich, lediglich Kleinigkeiten unterschieden sich und ich, sparsamer Praktiker der ich gezwungenermaßen oft bin,  habe mich für die Variante entschieden, bei der ich am wenigsten Problematiken mit der Beschaffung haben würde.Die Anleitung inkl. einer weiteren Bauanleitung findet ihr hier.

Im Hochbeet herrscht Schichtbetrieb

  1. Zweige und Baumschnitt im Herbst: Unser Hochbeet steht auf Split und wir haben es von unten nicht weiter gesichert. Wer weiß, dass er viele Wühlmäuse o.ä. in der Nachbarschaft hat, kann noch Draht zu unterst hinzufügen. Darauf kommt dann Baumschnitt der ja ggf. im Herbst ohnehin anfällt. Wer, so wie wir, noch keine Bäume zum Beschneiden hat, der sollte mal in der Nachbarschaft fragen oder die meist existierende lokale Facebookgruppe nutzen um andere Anwohner um ihren Baumschnitt zu erleichtern. Die Äste und Zweige habe ich ganz einfach schön flächig in den Beeten verteilt.
  2. Grassoden und Rasenschnitt im Herbst: Nach den Zweigen kam der Rasen. Wir haben beim Rasenmähen und beim Abstechen ein paar weiteren Blumenbeeten Material gesammelt. Zuerst haben wir abgestochene Grassoden verkehrtherum ins Beet gelegt und dann 2 Wochen lang den letzten Rasenschnitt des Jahres drauf gekippt.
  3. Laub und grober Kompost im Herbst: Laub ist ja im Herbst auch immer viel zu haben. Ich habe mir in der Kita meine Laubkehrertrag einfach mit nachhause genommen und wieder meine Nachbarn erleichtert.  Groben Kompost hatte ich nicht und musste hier auf Lücke setzen. Da das der letzte Schritt in der Hochbeetbefüllung war, den ich für den Herbst eingeplant hatte, habe ich wieder ein bisschen experimentiert. Ich habe quasi ab dem Zeitpunkt an dem das Laub im Beet war angefangen Eierschalen, Kaffeepulver und ab und an auch Obst und Gemüsereste , also alles was man normalerweise so auf den Kompost wirft, direkt aufs Beet zu kippen.
  4. Blumenerde und fertiger Kompost im Frühjahr: Im März habe ich dann angefangen die Beete mit Pflanzerde aufzufüllen. Dabei habe ich festgestellt, dass es viel mehr Sorten Erde im Handel gibt, als mir jemals bewusst war. Anzuchterde? Pflanzerde? Blumenerde? Wo kommen all diese Unterschiede plötzlich her? Die Sorte die ich bislang genutzt hatte war „der offene  Sack in der Garage“. Das wars! Und da das ja eigentlich immer passable geklappt hat, habe ich auch dieses mal einfach günstige Pflanzerde genommen und in die Beete geworfen und dort dann schön fein geharkt. Fertig!

Frau Piepenkötter I Küchengarten

Wie sieht es aus mit Wachstumsförderung bei Piepenkötters?

Man könnte spätestens an dieser Stelle oder auch irgendwo dazwischen Dünger aufbringen. Das habe ich nicht, weil ich zuerst einmal keine wirkliche Ahnung davon habe, welcher Dünger sinnvoll und darüber hinaus auch noch unbedenklich ist. Das war mein erstes Jahr mit den Hochbeeten und ich wollte a) nicht so Unmengen Geld investieren und b) wusste ich ja gar nicht, ob es überhaupt notwendig sein würde. Fürs nächste Jahr werde ich mich dahingehend ein bisschen informieren. Der Ertrag war auch in diesem Jahr total ausreichend, aber mein sportlicher Ehrgeiz ist ebenso geweckt, wie meine Freude am Haltbarmachen, Einkochen und Lebensmitteltausch mit Freuden. Mal gucken!

Und nun?

Die Bücher die ich mir zum Thema Hochbeet gekauft habe ( natürlich erst nach dem Bau Haha) stelle ich euch in der nächsten Woche vor. Ebenso wie den Pflanzplan und ein bisschen zu dem was dieses Jahr gut ging und was ich über den Winter mit den Beeten vorhabe.

Einen weiteren Link zu einem super Blogpost zum Hochbeetbau findest du hier bei Carolin vom Hauptstadtgarten.

Bis bald und liebste Grüße,

Vanessa

 

 

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4 Comments

  • Reply
    Anne
    22. Oktober 2018 at 06:36

    Schick ist’s geworden, euer Hochbeet! 🙂
    Und danke für das Reze-, ehh, die Anleitung! Bei mir im Gemüsegarten hab ich dieses Frühjahr aus Gründen der Faulheit nur ein Hügelbeet angelegt – quasi der kleine Bruder vom Hochbeet, dem es an einer Umrandung fehlt und der auch etwas niedriger ist. Funktioniert auch gut, sieht aber halt etwas schlampert aus… von daher werde ich das durch ein gescheites Hochbeet ersetzen, wenn es in ca. zwei Jahren eh so sehr zusammengesackt ist, dass es neu gebaut werden mag.

    Düngen musst du tatsächlich nicht – durch die ganzen sich langsam zersetzenden Bestandteile hast du schon eine ganze Menge Nährstoffe im Boden. Je nachdem, was du im Hochbeet anpflanzt, brauchen die Pflanzen teilweise auch gar nicht so viel „Futter“. Was hast du denn angebaut? Petersilie, Dill, Salat, oder was ist da auf dem Bild zu sehen? Die sind alle Schwachzehrer, kommen also mit wenig Nährstoffen prima zurecht.
    Was du tun kannst, ist im Frühjahr mit selbstgemachter Brennnesseljauche gießen (dabei verdünnen!), das kostet nix, ist unbedenklich und stärkt die Pflanzen.

    Liebe Grüße
    Anne

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      22. Oktober 2018 at 12:19

      Ja, mit diesem ganzen „Starkzehrer/ Schwachzeher“-Gedöns und so, will ich mich jetzt nochmal auseinandersetzen. Ich finde das total spannend!In diesem Jahr habe ich mich mehr oder weniger erfolgreich an einen Pflanzplan aus einem meiner schlauen Bücher gehalten, wobei da aber auch einiges dabei war, das ich nicht brauchte. Und den Grünkohl hab ich durch die Kohlfliege verloren …..:-(

      • Reply
        Anne
        24. Oktober 2018 at 06:10

        Mit den Tierchen hatte ich auch zu kämpfen – Rotkohl und Weißkohl sind 1a Kohlweißlingsfutter geworden. Naja – die müssen ja auch von was leben. 😀
        Nächstes Jahr will ich für den Kohl so einen Netztunnel aufspannen, mal schauen, ob das besser funktioniert.

        • Reply
          FrauPiepenkoetter0105
          24. Oktober 2018 at 13:39

          Das ist vielleicht ne ganz gute Idee. Das schaue ich mir auch mal an! Danke!

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