Woche 1: Frau Piepenkötter nimmt ab !

Frau Piepenkötter I Kaloriendefizit Abnahme

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Als ich in der letzten Woche in einer Instastory ansagte, dass ich vorhabe aktiv gegen mein Übergewicht vorzugehen, hat das bei euch unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen.

Viele waren von meiner kurzfristigen Schnapsidee daraus ein Video zu machen begeistert und wollten mitmachen. Fast eben so viele haben aber auch durchaus kritisch reagiert. Ich solle mich von der Zahl auf der Waage freisprechen und würde unglaubwürdig werden, wenn ich doch auf der einen Seite Bodypositivity und Selbstliebe skandieren würde und auf der anderen Seite abnehmen will. Dazu möchte ich kurz etwas sagen, bevor ich auf das Hauptthema dieses Artikels, meiner vergangenen Woche im Hinblick auf meine Gewichtsabnahme eingehe.

Selbstliebe vs. Gewichtsreduktion

„Wie kannst du sagen, dass du deinen Körper liebst und dann abnehmen wollen?“ Ich verstehe die Frage nicht. Für mich ist es ein bisschen so, wie wenn man sagen würde „Wie kannst du sagen, du bist gebildet und liest trotzdem noch weiter Bücher und gehst in Museen um etwas zu lernen?“ Ich mag meinen Körper, ganz klare Kiste, und ich finde mich weder fett noch hässlich. Das war schon mal anders, aber das hatten wir ja schon. Aber ich liebe meinen Körper auch mit der Entwicklung die er durchmacht. Selbstliebe und Bodypositivity ist nicht auf den Zustand in einem bestimmten Moment bezogen. Sonst dürfte ich ja nichts mehr ab da verändern. Keine andere Frisur, keine weiteren Falten. Witzigerweise wäre es glaube ich für alle völlig okay, wenn ich 10 Kilo zunehme. Nur eine Abnahme zeugt von mangelnder Selbstliebe, oder was? Ich sehe das also ganz klipp und klar anders. Und wenn ich abnehmen möchte, dann geschieht das zum Teil sogar ganz bewusst aus Selbstliebe. Denn ich merke, dass es mir manchmal mit dem bisschen Übergewicht ( so viel ist es ja nicht) nicht so gut geht. Ich komme auf der Arbeit schwer vom Boden hoch. Und das ja ca. 200 mal am Tag. Ich bin etwas behäbig. Ich bin familiär mit einer ganzen Reihe an Knochenerkrankungen wie Rheuma und Osteoporose vorbelastet und hatte schon mit 20 erste Probleme mit den Kniegelenken. Meine Kleidung wird zu eng und ich müsste, wenn ich jetzt nicht abnehme, viel Geld in neue Klamotten investieren. Geld das ich für andere Dinge besser brauchen kann. Von der Verschwendung mal ganz ab. Ich sehe mein Ansinnen ein paar Kilos zu verlieren also ganz und gar nicht konträr zu Bodypositivity,Selbstliebe und Selbstfürsorge. Im Gegenteil.

Was für mich zusätzlich da rein spielt ist aber auch die Tatsache, dass ich ohne Mittelchen, Pulver oder eine obskure Methode abnehmen möchte. Allein durch ein Kaloriendefizit ( kein hungern) und Sport. Ich habe nicht vor meinen Körper oder meine Seele zu malträtieren. Ich will nicht 10 Kilo in acht Tagen verlieren. Ich möchte lediglich meine Knochen nicht mehr so schwer tragen lassen und wieder in meine Sachen passen. Thats it! Und wenn mir das mit einer klugen Lebensmittelauswahl, ein paar anderen Rezepten, ein bisschen bewussterem Essen und moderaten Sporteinheiten gelingt, wäre es doch schwachsinnig, das meinem Körper, meinem Knochengerüst nicht zu gönnen. PUNKT.

Die erste Woche auf Diät

Ich tue mich ja richtig schwer mit diesem Diät-Wort, da es einfach schon immer so negativ vorbelastet ist. Aber letztlich ist Diät ja lediglich das Wort für eine „andere Kostform“. Selbst untergewichtige Menschen bekommen eine Diät verordnet. Die müssen dann halt nur mehr Kalorien essen und nicht weniger. Die Idee zu einer keinen Videodokumentation die ich dann in die Stories stelle ist übrigens sehr schnell gescheitert, weil ich weder in der Kita noch Zuhause noch im Gym zu jeder Zeit filmen kann und möchte. Sorry! Stattdessen erzähle ich euch einfach Sonntags jetzt immer von der letzten Woche, okay? Jetzt aber mal zum Eingemachten:

Wie habe ich mich vorbereitet?

Als ich neulich in Hamburg war, kamen wir auf einer Festzeltbank im Gängeviertel so ins Erzählen. Irgendwann sagte ich, dass ich übrigens schon 8 Wochen im Fitnessstudio unterwegs wäre, ohne auch nur ein Gramm verloren zu haben. Skandal! Da bekam ich von Mel den Tipp mir mal das Buch „Fettlogik überwinden“ (*)zu Gemüte zu führen. Und das tat ich.

In ihrem Buch „Fettlogik überwinden“ (*)beschreibt Dr. Nadja Hermann viele der gängigen Glaubenssätze bezüglich Diäten und hebelt diese dann im weiteren Verlauf fachlich fundiert aus. Dieses Buch war für mich ein echter AHA Effekt und deckte sich ganz hervorragend mit meiner Idee und dem Ratschlag meiner Freundin Diana es ohne Schnickschnack einfach mit einem moderaten Kaloriendefizit, proteinreicher Kost und Bewegung zu versuchen. So hat es bei Frau Doktor Hermann übrigens auch geklappt. Das Buch ist aber keine Anleitung, sondern eher sowas wie ein Aufklärer. Warum man manchmal abnimmt, obwohl man am Vortag so irre viel gegessen hat? Warum dünne Menschen so viel Schokolade essen können und du wirst schon vom Anschauen dick? Warum du Sort machst und nicht abnimmst? Steht in dem Buch. Warum du keine Cheatdays machen brauchst und dein Körper nicht in ein Verbrennungskoma fällt oder das du nicht nachhaltig deinen Stoffwechsel ruinieren kannst und es nicht an deinen Genen liegt, steht auch drin. Die Autorin hat darüber hinaus auch noch Hashimoto. Stört auch nicht, sagt sie. Aus meiner Sicht ist das Buch für den Anfang einer Abnahme eine ganz kluge Investition.

Kalorien habe ich noch nie gezählt. Und wenn du, wie ich, Weightwatchers Veteran bist, dann hast du auch oft genug gehört, wie aufwendig und kompliziert das ist, um es gar nicht mehr zu wollen. Das war auch dieses mal der Punkt, der mich wohl am meisten abgeschreckt hat. Aber, wie es ja heutzutage so ist, gibt es ja mittlerweile Apps die dich da ganz hervorragend unterstützen können. Ich habe mich für Lifesum entschieden. Die einfache und kostenfreie Version reicht dafür wohl aus. Ich habe mich für eine kostenpflichtige Version entschieden. Lifesum synchronisiert sich mit dem FitBitArmband und erfasst somit ziemlich genau, meine tägliche Aktivität. Beim Erfassen der Krafttrainingseinheiten bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob das alles so 100% passt, aber da fuchse ich mich noch rein.

Ich habe mir im Netz eine Liste mit proteinreichen Lebensmitteln rausgesucht und einen mittelgroßen Einkauf gestartet. Ich kenne mich nach fast 40 Jahren schon sehr gut und weiß, dass ich vorbereitet sein muss. Ich ertrage Hunger nur sehr schlecht bis gar nicht. Heißt: Wenn ich nachhause komme, muss zackig was Essbares auf den Tisch oder ich werde mit mir selbst nachlässig und esse ein bis vier Scheiben Käse, während ich das eigentliche Essen zubereite.

Als allerersten Tag zum Kalorien zählen habe ich übrigens einen Tag genommen, an dem ich ganz normal gegessen habe. Ich wollte mal sehen, wie viel mehr und wie unausgewogen meine Ernährung tatsächlich ist. Da fällt einem dann erst richtig auf, wie oft man am Tag „eben mal ein bisschen“ von hier und da isst. Ein paar Nüsse, einen kleinen Rest vom Kuchen der Kinder, eine Scheibe Käse zwischendurch. Kalorien zählen ja leider nicht nur, wenn man sie im Sitzen und von einem Teller mit Besteck zu sich nimmt. Leider, leider!!! Das Ergebnis war, dass ich schon deutlich zuviel gegessen hatte(aber weniger als vermutet) und, das war mir nicht so bewusst, auch unglaublich unausgewogen. Rasend viele Kohlehydrate und kaum Protein. Fett war hingegen war nur etwas zuviel in meinem Essen enthalten.

Der letzte Teil der Vorbereitung war dann der Gang auf die Waage. Mein Startgewicht waren 82,6 Kilogramm bei einer Größe von 1,62m.

Frau Piepenkoetter I Abnehmen I Diät

Was habe ich gegessen?

Mir war klar, dass diese erste Woche zum Einschwingen essenstechnisch vielleicht etwas eintönig werden könnte. Hinzu kam nämlich auch, dass die Woche relativ viel Arbeit bzw. lange Arbeitstage enthielt und ich beschloss direkt immer doppelte Menge für den nächsten Tag mit zuzubereiten. Das machte mir nichts, wäre mir aber dauerhaft zu langweilig und abtörnend.

Frühstück: Overnight-Oats mit Himbeeren, Quarkauflauf mit Heidelbeeren, Skyr Vanille

Mittag: Gemüse-Quiche in Variationen, Hähnchen süß-sauer (Normalokost), Ofengemüse (Süßkartoffel und Möhre) mit Sour Cream und Putensteak, hartgekochte Eier, Rote-Bete-Kugeln (nicht gut, weil viel Zucker)

Abendessen: Gemüse-Quiche, Krabben, Ofenkürbis mit Feta und Garnelen, Salat

Snacks: Cashewkerne (nur zweimal)

Ich habe gemerkt, das ich mir beim Frühstück keine große Mühe geben muss. Ich frühstücke zuhause in der Regel nur ne Tasse Kaffee und in der Kita muss es schnell gehen. Anfang der Woche habe ich da noch probiert, aber schon Mitte der Woche habe ich mich einfach entschieden, so lange es mir schmeckt fürs Frühstück nur noch einen 500g Becher Skyr einzuplanen. Davon esse ich ein bisschen zuhause und den Rest nehme ich mit in die Kita. Meist bleibt davon noch ein 1/4 Becher übrig, den ich dann abends für den altbekannten Süßjapp nutze.

Snacken zwischendrin tue ich irgendwie gar nicht und bin momentan mit den drei Mahlzeiten ganz zufrieden. Mal schauen, ob das so bleibt! Was sich definitiv geändert hat: Ich saufe Wasser wie eine Bergziege!

Am Freitag hatten wir Herbstfest in der Kita und ich habe mindestens 3 Stück Kürbiskuchen, 3 Scheiben Baguette mit Datteldip und ein paar Käsespieße mit Traube und Würstchen vom Mitbringbuffet gegessen. Dazu kam Samstag beim Möbelschweden eine Belgische Waffel mit Vanillesoße und Kirschen.

Ich habe also nicht das Gefühl, irgendwas verpasst zu haben. Alles was ich aß schmeckte mir wirklich gut und ich war immer satt. Als problematisch stellte sich heraus, dass ich Schwierigkeiten habe auf die Proteinmenge zu kommen, die mir Lifesum anzeigt und ich war etwas Ideenlos bezüglich der Möglichkeiten für Hauptahlzeiten. Ich habe dann, jetzt kommts dicke, mal ein Rezept (den Quarkauflauf) um dieses Proteinpulver „Whey“ ergänzt. Der Auflauf war lecker, enthielt viel mehr Protein als meine normalen Mahlzeiten, aber immer noch nicht genug. Ich will mich mal ein bisschen intensiver damit auseinander setzen, was da so drin ist. Bislang habe ich es ja als „unnützes Pülverchen“ verteufelt und ich hbe auch weiter keinerlei Interesse auf so eine Proteinshake-Schiene zu springen, aber letztlich habe ich damit das Puddingpulver im Quarkauflauf ersetzt und von dem weiß ich ( das muss bei anderen nicht so sein) ebenso wenig, was da eigentlich drin ist. Und wenn ich das nicht weiß, kann ich nicht abwägen, was da gut oder schlecht, besser oder schlechter ist. Gucken wir mal!

Bezüglich der Rezepte habe ich mir dann von Diana mal ein Rezeptbuch von Sophia Thiel geleihen. „Einfach fit und schlank“ (*) enthält ne Menge gute Anregungen, viele aber auch mit Eiweißpulver als Zutat. Ein bisschen arg lachen musste ich, als ich sah, dass sich das Imperium der Sophia Thiel unter anderem auf Rezepten gründet, die „Schnittlaucheier“ heißen und  darin bestehen, das man ein hartgekochtes Ei halbiert und mit Schnittlauch bestreut. Salz und Pfeffer nach belieben. Ich lache jetzt noch. Trotzdem hat das Buch ganz gute Rezepte und stelle euch das ein oder andere vielleicht in den nächsten Wochen mal vor.

Wie oft war ich beim Sport?

Ich wollte dreimal und noch zur Wassergymnastik. Geschafft habe ich einmal Krafttraining am Dienstag. Ich gehe derzeit mit lieben Freundinnen am Abend, aber dieser Zeitpunkt erweist sich für mich als immer schwieriger, denn abends sind die Kinder zuhause und es muss jemand da sein, der Vokabeln abfragt usw. Außerdem hat mein Mann ab nächste Woche im neuen Job ja keinen Schichtdienst mehr und wir wollen gern am Abend alle gemeinsam essen. Das konnten wir im Drei-Schicht-System ja nie so kontinuierlich.

Trotzdem habe ich versucht, möglichst oft möglichst viel in Bewegung zu sein. Ich habe mein tägliches Schrittziel auf 13.000 erhöht und für die nächste Woche schaue ich mal, ob ich nicht auch mal Mittags zum Sport gehe. Eine

Und was hat es gebracht?

Heute bringen ich und die belgische Waffel von gestern insgesamt 80 Kilo auf die Waage. Also -2,6 Kilo. Das ist schon irre viel, aber ich mache mir da nichts vor. Dank „Fettlogik überwinden“ weiß ich, dass viel von dem was ich verloren habe eingelagertes Wasser war. Merkt man auch sehr gut daran, dass meine Ballerina pötzlich wieder passen. Aber egal warum, es ist genau der Kickstart den ich brauche um motiviert weiterzumachen. Schauen wir mal, wie es in der nächsten Woche aussieht!

Liebste Grüße,

Vanessa

P.S.: Einen guten Artikel zum Thema der auch das Buch von Nadja Hermann aufgreift und eine PDF mit allen Essentials zum Thema „Abnehmen mit Kaloriendefizit“ enthält findet ihr bei Patrizia von Moms Blog.

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Alle weiteren Empfehlungen in diesem Artikel sind unbezahlte Empfehlungen.

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4 Comments

  • Reply
    Fauke
    30. September 2018 at 19:08

    Hey Vanessa, wünsche viel Erfolg und Durchhaltevermögen. Ein Buch das mir die Augen geöffnet hat, ist „Abnehmen nach dem 20:80 Prinzip“ von Matthias Riedl. Neben verschiedenen Denkanstößen enthält es auch 90 verschiedene Rezepte mit hohem Eiweißgehalt. Nur für deinen Hinterkopf. Herzliche Grüße Frauke

    • Reply
      FrauPiepenkoetter0105
      30. September 2018 at 19:46

      Danke, Frauke! Vielleicht les ich da uach mal rein 😉 Schad ja nicht

  • Reply
    Uli
    1. Oktober 2018 at 14:14

    Scheinbar müssen manche Menschen immer kritisieren, egal wie man es macht. Wenn man z.B. abnehmen möchte, heißt das doch nicht automatisch, dass man sich hasst. Ich kann glücklich sein und trotzdem noch Träume und Ziele haben usw. Viel Erfolg!

  • Reply
    Woche 2 und 3: Frau Piepenkötter nimmt ab! | frau-piepenkoetter.de
    15. Oktober 2018 at 17:24

    […] Den Artikel zu Woche 1 findet ihr hier. […]

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